Wandfarbe im Keller NUR AUS DEN FUGEN der Ziegeklsteimauer entfernen?




Liebe Forengemeinde,

bereits vor dem Einzug in unser Zechenhaus in Duisburg (BJ 1924), habe ich immer wieder in diesem Forum wertvolle Tipps gefunden und konnte diese auch teilweise in unserem Haus anwenden. Nun müssen wir aber doch einmal unser Problem schildern.

Zum IST-Zustand:

Unser Keller besteht aus Ziegelwänden und ist feucht (noch nie abgedichtet gewesen), die Feuchtigkeit kommt meiner Meinung nach von allen möglichen Stellen (Boden, Kellerwände aussen, evtl. auch aufsteigend). An den Innenwänden bilden sich Salze, welche wir bei auftauchen sofort entfernen. Damit können wir gut leben und ich denke das Haus auch. Der Keller wird nicht als Wohnraum genutzt und es wird sich kaum dort aufgehalten.

Der Vorbesitzer hat die Kellerwände mit normaler Wandfarbe gestrichen! Aus Angst das sich nun Schimmel hinter der Farbe bilden könnte und weil wir denken, dass das Gleichgewicht des Hauses dadurch gestört ist bzw. die Wände nicht "atmen" können, würden wir diese Farbe gerne entfernen.

Folgendes hatten wir bereits versucht/durchdacht um die Ziegelsteine zu reinigen (Alles wenig erfolgreich):

- Wir haben versucht die Farbe mit Spachteln von der Wand zu bekommen ->Sisyphusarbeit, da die Farbe extrem gut auf dem Stein haftet... So viel Freizeit kann man überhaupt nicht haben um diese Arbeit weiter zu führen

- Ich habe geschliffen -> Staub und Verschleiss ohne Ende -> der Staub war nachher überall zu finden, bis in die 1. Etage trotz abkleben, Staubschutztüre etc.

- Hochdruckreiniger -> Sehen wir als kontraproduktiv in einem bereits feuchten Keller an

- Sandstrahler -> siehe schleifen

JETZT DIE FRAGE, ZU DER ICH KEIN ÄHNLICHES THEMA GEFUNDEN HATTE:

Wäre es ausreichend nur die Fugen zu erneuern oder ist es zwingend erforderlich auch die Ziegelsteine von der Farbe zu befreien um die Wände wieder "atmen" zu lassen?

Wir würden dann nur die Farbe aus den Fugen entfernen, einen Teil der Fugen herausnehmen (2-3 cm) und diese neu mit Luftkalkmörtel (Solubel) verfugen.

Das Aussehen der Kellerwände ist uns weitestgehend egal, wir wollen aber die Funktionalität wie sie einmal beim Bau des Gebäudes gedacht, war nicht negativ beeinflussen. Bzw. die negativen Beeinflussungen weitestgehend wieder beheben.

Danke im Voraus für Ihr Hilfe, Kritik o.ä.

Mit freundlichen Grüßen
Timm Behnke



Kellermauerwerk



Lassen Sie die Wand so wie sie ist, also die Farbe drauf.
2. Vergessen Sie das mit dem Atman.
3. Salzränder immer mal abfegen ist gut.

Wichtig ist der Sockelbereich außen (ca. 30 cm unter- und oberhalb des Erdbodens), hier kann flüssiges Wasser in die Wand eindringen.
Wenn das Sockelmauerwerk etwas vorspringt, die Kante mit einer Mörtelkehle aus Dichtmörtel anfasen, bei breiteren Vorsprüngen vom Klempner abdecken lassen.





Ich sehe das genauso.

Die dünne Farbe wird den Wasserhaushalt der Wand, was man umgangssprachlich auch als "atmen" bezeichnet, nicht nennenswert beinträchtig. Was ja auch die ausblühenden Salze beweisen. Wenn die Fugen noch fest sind würde ich die auch in Ruhe lassen.

Für Ausbesserungen musst du auch nicht unbedingt gleich zum Solubel greifen, da reicht der der "einfache" Kalkhydratmörtel allemal.





Hallo,

sollten die Salze auch aus dem Stein austreten, dann werte ich dies als Hinweis auf eine Farbe, die von Wasser passiert werden kann. Dann wäre die Welt im Keller ja in Ordnung.
Ich würde nichts machen, auch mir wäre Solubel zu teuer.

Grüße von "umme Ecke"



Fugen Keller & Sockelbereich aussen


Fugen Keller & Sockelbereich aussen

Hallo Zusammen,

danke schonmal für die Kommentare. Auf der einen Seite sehr beruhigend, auf der anderen Seite dachte ich, dass es das dümmste war was der Vorbesitzer machen konnten (Anstrich mit DIspersionsfarbe.)

Hallo Herr Beckmann,

Grüße zurück in meine alte Heimat Hochfeld.

Zu der Farbe:
Wie geschrieben, hatte ich bereits bei ca. 2 m2 Keller, die Farbe aus den Fugen entfernt (siehe Foto). Die Fugen waren dahinter sehr nass, wie frisch verfugt. ich beobachte die Sache jetzt seit ca. 1 Woche und meine das diese langsam aber sicher trockener werden. Nicht überall aus den Wänden tritt das Salz deutlich aus, dies war nur in dem Bereich den ich freigelegt habe der Fall. Andere Bereiche der Wand halten die Salze zurück, bzw die Farbe scheint diese zurück zu halten. Hier scheint die Farbe doch zu "versiegeln" oder sehe ich das als Laie falsch?

Hallo Herr Böttcher,

zum Sockelbereich:
An den Aussenbereich wollte ich mich in der frostfreien Zeit machen (Fugen sanden an mehrere Stellen aus. Hier hatte ich mich auch nach eingehender Recherche für Solubel Luftkalkmörtel entschieden (noch nicht gekauft und aufgrund der vorhergehenden Kommentare bin ich mir auch nicht mehr sicher ob dieser zu empfehlen ist.....).

Wie sie Schreiben müsste ich für den Sockelbereich Dichtmörtel benutzen, können Sie Einen für den ober- und unterirdischen Bereich des Sockels empfehlen?

Ich würde gerne noch mehr Fotos von den Kellerwänden und Fotos vom Sockelbereich senden, aber kann es sein, dass nur eine Datei angehängt werden kann?

Lieben Dank im Voraus und Grüße
Timm



Sockelputz



Für den Sockelbereich(ca. 30 cm ober- und unterhalb der Erdoberfläche) genügt ein zweilagiger mineralischer Putz. PIII bzw. PII CS III W 2 als Unterputz, PII CS II bzw. III W 1 als Oberputz.
Ich übersetze: Zementputz als erste Lage, Kalkzementputz bzw. hydraulischer Kalkputz als zweite Lage. Das W definiert die kapillare Wasseraufnahme.
Solubel Sockelputz ist verwendbar, aber sehr teuer. Andere Produkte funktionieren genausogut bzw. besser.
Nach dem Austrocknen bzw. nach dem Einschwingen eines stabilen Feuchtegleichgewichtes können Sie die Wand mit einer einfachen Schlämmverfugung reparieren.
Dünnflüssigen Kalkmörtel auf die Wand auftragen, Überstände abnehmen, danach Fugen mit einer Malerbürste verwaschen.



Sockel


Sockel

Hallo Herr Böttcher,

eigentlich wollten wir den oberen Bereich des Sockels nicht komplett verputzen, sondern Ihn optisch lassen wie er ist. Nur die Fugen erneuern (wenn machbar). Im unterirdischen Bereich wäre Ihr Vorschlag umsetzbar.
Oder meinten Sie eine zweilagige Verfugung?

Oder ich habe ich sie falsch verstanden? So wie ich es verstehe, müsste ich erst Verputzen und dann verfugen, was natürlich nicht möglich ist. Daher denke ich, ich konnte Ihren Ausführungen leider nicht folgen.

Danke & Grüße
Timm



Sockelbereich



Das passiert wenn man Informationen selektiv und tröpfchenweise verabreicht ("Sockelbereich Dichtmörtel").
Vorsichtig ausgedrückt:
An dem Mauerwerk auf dem Foto brauchen Sie nichts machen.
Wie es einen halben Meter rechts oder links oder hinter der nächsten Ecke aussieht weiß ich nicht, genauso wie unterhalb des Kiesstreifens.



Sockelbereich


Sockelbereich

Hallo Herr Böttcher,

selektiv wahrscheinlich, weil ich eigentlich nur im Keller die Sache angehen wollte. Durch Ihren Tipp werde ich aber nun wohl auch aussen Hand anlegen. Zudem war es nicht zuträglich, dass ich nur jeweils ein Bild anhängen kann. Daher versuche ich einmal zusammen zu fassen:

Der überirdische Sockelbereich sieht nicht überall so gut aus wie auf dem Bild. Einige Stellen muss ich ausbessern. Genauso wie an weiteren Stellen der Aussenfassade. Die 30 cm des unterirdischen Sockelbereiches würde ich dann, egal wie die Beschaffenheit der Fugen ist, nach Ihren Vorgaben verputzen. Ich muss sowieso den Kiesstreifen ums Haus entfernen, weil der Vorgänger Malerfolie anstelle von Unkrautvlies unter dem Kies hat. Die Ameisen fühlen sich von Frühling bis Herbst sehr wohl unter der Folie und besuchen uns hin und wieder durch die schadhaften Fugen auch im Haus.

Wenn ich noch fragen darf, ob ich die Vorgehensweise wie folgt korrekt verstanden habe:

Schritt 1 (in den nächsten Wochen):
- Im Keller die Farbe aus den Fugen entfernen (ich habe festgestellt, dass die Fugen doch relativ gut ohne Farbe abtrocknen, nicht mehr nass, bleiben aber natürlich feucht). Ich würde mit der Fugenfräse 1,5-2,0 cm tief die alte Fuge mit Farbe rausnehmen. Oder lediglich die Farbe von den Fugen entfernen, was aber aufwendiger ist, als die Fugenfräse zu nutzen.

Schritt 2 (in den nächsten Wochen):
- Im Keller die Ziegelsteine lediglich mit einem Spachtel von den Ausblühungen befreien (anbei ein Foto, die anderen füge ich später kommentarlos an). Die Farbe an sich bekomme ich so ja leider nicht komplett von den Ziegelsteinen.

Schritt 3 (frostfreie Zeit):
- Freilegung der unterirdischen 30 cm des Sockelbereiches

Schritt 4:
- Erstellung Unterputz auf dem unteririschen Bereich des Sockels.

Schritt 5:
- Erstellung Oberputz auf dem unteridischen Bereich des Sockels.

Schritt 6:
- Schadhafte Fugen am oberirdischen teil des Sockels und am Rest der Aussenfassade entfernen und neu verfugen

Schritt 7:
- Ausgeschachteten Bereich des Sockels wieder verfüllen

Schritt 8: (Herbst, bzw nach hoffentlich erfolgter Abtrocknung/Regulierung):
- Im Keller:
-Wenn nur Farbe von den Fugen entfernt: Schlämmverfugung mit dünnflüssigem Kalkmörtel,
-Wenn 1,5-2,0 cm der Fuge entfernt wurden: Neuverfugung mit Kalkmörtel

FERTIG

Ich hoffe ich habe Ihre Tipps richtig verstanden und diese sinnvoll für diese Projekt zusammengefügt?

Zu den Materialien:
Ich hatte mich fast Wochen lang mit der Frage nach dem richtigen Material für die Neuverfugung im Aussenbereich rumgeschlagen. Ich war bei Solubel als einzige richtige Wahl angelangt. Nun lese ich, dass dies eine teure und gar nicht so gute Lösung ist. Daher meine Frage an den Experten zu den Materialien:

Ich denke im unterirdischen Sockelbereich (30 cm) kann ich nicht viel falsch machen, ich würde nutzen, weil Hornbach hier direkt um die Ecke ist und das Material einfach günstig ist:

Unterputz: Baumit Zementmörtel, Gruppe PIII, Festigkeit CS iV, Wasseraufnahme W2
Oberputz: Baumit Putzmörtel, Gruppe PII, Festigkeit CS II, Wasseraufnahme W1

Jeweils Schichtdicke 1-2 cm würden reichen?

Fugenmörtel für Sockelbereich und Aussenfassade: Leider keine Idee als gute Alternative zu Solubel. Haben sie einen Tipp?

Luftkalkmörtel/Kalkmörtel für die Schlämmverfugung im Keller: haben sie einen Tipp?

Ich danke Ihnen schonmal für die Zeit die sie aufgewendet haben und die Tipps, welche mich hoffentlich schon in die richtige Richtung gelenkt haben.

Viele Grüße
Timm Behnke



Sockelbereich von oben


Sockelbereich von oben

Sockelbereich von oben



Ausblühungen und grafitähnlicher Belag im Keller


Ausblühungen und grafitähnlicher Belag im Keller

Ausblühungen und grafitähnlicher Belag im Keller



Ausblühungen Keller Nr. 2


Ausblühungen Keller Nr. 2

Ausblühungen Keller Nr. 2



Kellersanierung



Der vorspringende Klinkersockel sollte eine Mörtelkehle bzw. -fase erhalten.
Der Lichtschacht bedarf sicher einer Reinigung.
Ich kann auf den Fotos vom Keller nichts ungewöhnliches erkennen das einen Handlungsbedarf erfordert, wenn man von einem einfachen Kalk- bzw. Kalkkaseinanstrich absieht.





Das sieht wirklich alles nicht besonders wild aus.

Das Graphit wird in der Tat Kohlenstaub sein.

Was ist den nun für eine Farbe drauf?

Probiere mal mit einer verkupferten Münze auf der Oberfläche zu "kratzen", wenn du damit "zeichnen" kannst spricht das für organische Bestandteile.

Bei reinen Kalkfarben tut sich da nicht viel.

Poröse Anstriche kann man auch vorsichtig mit dem Feuerzeug beflammen, da riecht man es oft schon wenn es Kunststoffdispersion ist, oder es färbt sich gelblich und schmilzt.

Bindemittelreiche Kunstharzfarben können mit Aceton, Nagellackentferner oder gar Spiritus abgelöst werden.

Es könnte sich auch um einen "Kalkanstrich" handeln, so richtig erkennen kann man das auf den Lichtbildern nicht.



Farbe im Keller


Farbe im Keller

Hallo Zusammen,

die beiden letzten Nachrichten sind erstmal beruhigend. Ich dachte schon der Keller wäre kaum noch zu retten. Ich kann auch nur schwer manche Ausblühungen von Schimmel unterscheiden. Wegen unserer kleinen Tochter, wäre Schimmel für uns ein echter Graus. Ich sende nochmal ein paar Fotos von den Ausblühungen.

Zu den Farben:

- Weisse Farbe auf den Wänden Richtung Aussenbereich:
-> Man kann mit einer Kupfermünze zeichnen, siehe die drei XXX auf dem Bild
-> Die Farbe schmilzt nicht und riecht auch nicht nach Gummi oder Öl wenn man diese anflämmt

-Gelb/Grüne Farbe auf einer Wand Richtung Garten (nur ca. 2 m2 im oberen Bereich):
-> Hier besonders viele Ausblühungen
-> Zeichnen mit Kupfermünze geht nicht

-Dunkle/Graue Farbe auf der Zwischenwand der beiden Keller:
-> blättert fast komplett von selber ab
-> Beim anflämmen riecht es nach verbranntem Gummi/Plastik/Öl
-> Farbe glimmt kurz nach dem abflammen, schmilzt aber nicht wirklich
-> Unter der dunklen/ grauen Farbe befindet sich ein anderer Anstrich. Dieser sieht nach Gips oder Kalk aus. Ich vermute Kalk, kein Zeichnen möglich

Das Einfachste wäre es, wenn ich lediglich die Ausblühungen und Abplatzungen mit einem Spachtel entfernen könnte und dann einfach mit einer Kalkfarbe darauf Streichen könnten. Aber wenn diese Variante dem Keller nicht zuträglich ist, dann nehme ich natürlich gerne auch umständliche Wege au fmich um die Bausubstanz zu erhalten. Das Haus soll ja noch einige Jahrzehnte stehen.

Danke im Voraus!

Grüße
Timm



gelbe/grüne Farbe auf ca. 2 m2


gelbe/grüne Farbe auf ca. 2 m2

Hier die gelbe /grüne Farbe mit besonders vielen Ausblühungen.



dunkle/graue Farbe auf der Zwischenwand


dunkle/graue Farbe auf der Zwischenwand

Hier die dunkle/graue Farbe. Dahinter Farbe / Putz aus Gips oder Kalk



Ausstülpungen oder Schimmel


Ausstülpungen oder Schimmel

Ein Beispiel wo ich mir nicht sicher bin ob es Schimmel oder Ausblühungen sind. Können Ausstülpungen auch grüne/dunkle Färbung verursachen?



Ausblühungen / Mauersalze ?


Ausblühungen / Mauersalze ?

bei diesen"Knospen" die aus der Wand schiesse, handelt es sich auch um Mauersalze?





Auch auf den neuerlichen Bildern ist kaum ernsthaftes zu entdecken, dass sind typischen Erscheinungsbilder. Alles im Schwierigkeitsbereich von gering bis mäßig. Nur einen Schönheitspreis wirst du halt nicht gewinnen, dass ist mehr auch das einzige weswegen man Tätigkeit entfalten könnte.

Schimmel kann man nirgends erkennen. Vielmehr sollte man den riechen können, soweit er vorhanden ist.

Da haben die Vorbesitzer wohl viel Freude daran gehabt allerlei "Farbreste" im Keller auszustreichen.

In dem Fall der sich mit der Münze zeichnen lässt, wird es sich wie angenommen um eine "gewöhnliche" Wandfarbe mit einem Bindemittel aus Kunststoffdispersion handeln.

Die "graue" Farbe ist auch ein filmbildender Anstrich, der darunter die ursprüngliche Fassung der Kellerwände aus Kalksandputz und Kalkschlämme verbirgt.

Die "gelb grüne" Applikation wird auch ein "Kalkanstrich" sein, die Verfärbungen sind typisch für solche besonders "kapillaroffenen" Beschichtungen und kommen von den Salzen die da meist schon bei der Erstellung aus dem Untergrund einwandern. Die "grüne" Pigmentierung hatte wohl an anderer Stelle im Haus das Klo oder die Waschküche verzieren sollen.

An dieser Wand ist oberhalb wohl eine "Horizontalsperre" angelegt worden. So ab 1900 war das einlegen einer Bitumenpappe eigentlich obligatorisch, im günstigen Fall erfüllt diese auch noch ihren Zweck zureichend.



Farbe Keller



Dank für die Infos!

Den einen Keller habe ich nun sowieso schon freigeräumt. Wenn ich den Keller Streichen wollen würde, könnte ich einfach über die alten Anstriche streichen? Zuvor würde ich lediglich alle losen Farbreste und Ausblühungen mit einem Spachtel entfernen.

Der günstigste Kalkanstrich wäre Baufan Streichkalk. Spricht etwas dagegen diesen zu benutzen?

Grüße





Gegen den "Streichkalk" für den Keller, spricht nichts. Das Kalken der Kellerwände ist ein tradiertes Konzept um die Keller und Lageräume in einem gepflegten und hygienischen Zustand zu versetzen.

Je nach Umfang der Feuchte- und Salzbelastung ist das ganze mehr oder weniger haltbar (ggf. Verfärbungen und Abplatzungen durch Salzdruck). So weit man die Bilder betrachtet liegen solche Zonen aber mehr nur partiell vor. Das würde ich geduldig beobachten.

Bezüglich der Salzbelastung wird "sachverständig" zumeist gründliche Reinigung der Wände durch Sandstrahlen empfohlen. Dadurch kann in den meisten Fällen eine ausreichende "Entsalzung" stattfinden.

(Für den Hausgebrauch gibt es im Baumarkt "Handfeger" mit Drahtbesatz, die sind recht praktisch und die Hände bleiben länger unverletzt.)

Die Fugen sollen dann mit einem groben Kalkmörtel oberflächenbündig verschlossen werden. Die Wände können dann zum "Abtrocknen" unverputzt bleiben. Während der Trocknung werden immer wieder partiell Ausblühungen auftreten. Diese sollten zur Vermeidung von "hygroskopischer Feuchte" regelmäßig vom Mauerwerk abgefegt und gründlich entsorgt werden.

Bezüglich der durch Luft eingetragenen Feuchte sei auf den Zusammenhang von Wassergehalt und Temperatur der Luft hingewiesen. Hier ist insbesondere bei warmer Witterung darauf zu achten, dass nicht falsch gelüftet wird.

http://www.pb-schilling.de/baubiologie/luftfeuchte-rechner/