Wanddämmung ohne Gefacheausmauerung

29.10.2018



Erst einmal ein freundliches Hallo in die Runde.

In einem Raum meines Fachwerkhauses habe ich den vom Vorbesitzer einbrachten Wandaufbau der Giebelwand entfernt. Hinter einer Lage Rigipsplatten hatte dieser die Gefache mit PU-Schaum ausgespritzt. Momentan stehen hier also nur noch die Eichenbalken.

Von außen ist diese Giebelwand vollflächig mit Schallbretten verkleidet, auf welchen sich dann Schieferplatten (Eternitschiefer) befindet. Eine Folie oder ein Vlies ist nicht vorhanden.

Ich möchte nun diese Wand wieder schließen. Dabei habe ich mir fogenden Aufbau vorgestellt
1. ein Vlies von innen auf die Schalbretter tackern von wegen dem Wind
2. die Gefache mit Holzfaserdämmplatten z.B. Steicoflex WLS 38 auffüllen
3. über die Balken zum Ausgleich von Unebenheiten eine Lattung aufbringen
4. zwischen diese Lattung noch einmal Holzfaserdämmplatten
5. Lehmbauplatten auf der Lattung verschrauben

Ist dieser Aufbau so möglich, auch ohne eine Dampfsperre? Ist doch an sich diffusionsoffen und homogen.

Ich käme dabei wohl auf eine Dämmstärke von 16 cm (Balken 12 cm und Lattung 4 cm) - ist dies ggf. ein Problem? Habe da mal was im Forum gelesen, aber unter dieses Maß komme ich aufgrund der Gegebenheiten nicht.

Oder muss ich die Gefache erst mit Leichtlehmsteinen (werden ja nicht bewittert) ausmauern?

Gruss in die Runde
Volker



Masse zu Dämmstoff



Die Gefachausmauerung sollte schon mit einem Leichtlehmstein erfolgen.
Homogen gegen die Scalung mit etwas Lehmmörtel verklebend eingebaut.
Dann nach innen betrachtet können sie eine Dämmebene kozepieren, um eine Winddichtung zu erreichen und einen besseren Dämmwert.
Darüber dann Verputz oder Verkleidung.
Vermeiden sie Lufträume in der Konstruktion!!
Tauwasserausfall!!

Gern können wir uns auch mal darüber unterhalten.

FG Udo



Wanddämmung ohne Gefacheausmauerung



Hallo Volker! :-)

Da hast Du ja zwei sehr abenteuerliche Aufbauten beschrieben (den deines Vorgängers und deine eigene Idee). Holzfaserplatten gehören genauso wenig in ein Gefach wie PU-Schaum.

Halte den Aufbau so einfach und überschaubar wie möglich. Das von Udo beschriebene Vorgehen wird dir wahrscheinlich nicht nur viel Zeit und Geld sparen, sondern auch weniger anfällig für Schäden sein. Natürlich vorausgesetzt, dass alles korrekt und ordentlich eingebaut wird.

Viele Grüße

Lehmbauer Marc

PS: A propos PU-Schaum-Dämmung, schaut mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=PMPXXBitxn8
Die tiefsten Abgründe der deutschen Bauwirtschaft sind zumindest nicht ganz so tief wie in manch anderen Teilen der Welt.



Gefacheausmauerung



Hallo,

erst einmal meinen herzlichen Dank für die Antworten. Habe ich schon vermutet, dass ich erst ausmauern muss.

Ist es ein Problem, wenn ich nicht bündig gegen die Schalung mauere. Diese ist ja nicht Windlicht und vollständig geschlossen (Trocknungsfugen). Hätte dann Platz für eine Putzschicht falls man das Fachwerk mal sichtbar machen will.

Die Gefächert in voller Tiefe (12 - 14 cm) ausmauern Odessa, dass man die Fläche als solche ausgleicht. Fehlstellen mit Lehm ausputzen?

Welche Stärke dürfen die holzfaserdämmplatten dann haben? Hab da mal was von Taupunktverschiebung gelesen. Wandheizung ist technisch nicht realisierbar - gibt kein entsprechendes Heizsystem.

Gruß Volker



Leichtlehm



Hallo zusammen,

Ich habe momentan eine ähnliche Situation an meinen Giebeln, nur habe ich als äußere Hülle 8cm Holzweichfaser unter einer hinterlüfteten Stülp-Schalung anstatt Schalbretter und Schindeln.
Mein angedachter Aufbau von innen wäre:
eine ausgerichtete Senkrechte Lattung auf die Holzbalken zu setzen und mit Holzleichtlehm o.ä. in einer Spar-Schalung direkt die Gefache zu füllen. Danach die Wand nur noch mit Lehm zu verputzen.
Das ist meines Erachtens eine relativ einfache und Kostengünstige Variante.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Viele Grüße
Wolle