Außenwand zum Nachbargebäude

20.10.2011



Hallo,

ich gestalte gerade einen ehemaligen großen Scheunenraum zu Wohnraum um. Die Innenwände sollen nicht verputzt werden, ich möchte den ursprünglichen Charakter des Raumes erhalten und das Fachwerk soll innen sichtbar bleiben. Eine Wand grenzt direkt an den unbeheizten Garagenanbau meines Nachbarn. Dieser hat vor die Fachwerkwand eine 5 cm Gasbetonwand gesetzt und garagenseitig verfliest. Zwischen Gasbetonwand und Fachwerk sind etwa 5 cm Abstand (Luft). DAchanschluss ist dicht ausgeführt.

Frage:
Wie kritisch ist die geflieste Gasbetonwand hinsichtlich zukünftig möglicher Feuchteschäden am Fachwerk? Die Fliese sperrt ja komplett...

Um einen homogenen Wandaufbau zu erreichen, würde ich gern den Hohlraum verfüllen. Ist das sinnvoll? Wenn ja, womit verfüllen?

Vielen Dank für die Antworten im Voraus!



Scheunenausbau



Zuerst schauen sie bitte in ihre Landesbauordnung, was da zu Umfassungswänden, Garagen und Brandschutz steht.
Dann empfehle ich ihnen sich einen Planer mit Vorlageberechtigung zu suchen. Sie werden ihn noch brauchen.

Viele Grüße



Das Baurechtliche...



...ist sicherlich die eine Sache und das Risiko was dahinter steckt ebenfalls, auch das gilt es zu klären...

Mich würde aber schon gern nochmal die rein bauphysikalisch/bauttechnisch fachliche Meinung interessieren.



Wandaufbau



Wenn Sie Details zum Wandaufbau wissen wollen geht das nicht ohne Kenntnis der Gesamtsituation und der Zielfunktion.
Was steht auf dem EG der Scheune, gibt es ein EG, soll oben ein OG drauf, ist das nur eine Teilnutzung bzw. eine Erweiterung eines angebauten Wohnhauses, ein Komplettausbau inklusive Umnutzung des Grundstückes, wie ist die bestehende Gründung der Scheunenwand, wo ist das Dach der Garage aufgelagert, wie hoch ist die Garage, welche Nutzung ist für den angrenzenden Raum vorgesehen, Fotos, Fotos, Fotos... Selbst das wird wohl nicht ausreichen, eine aus dem Zusammenhang des Planungsablaufes gerissene Detailfrage aus der Ferne befriedigend zu klären.
Wenn sie die Anforderungen aus bauphysikalisch technischer Sicht wissen wollen, die stehen genau in Ihrer Landesbauordnung. Wie sie umgesetzt werden kann man eben nur nach genauer Kenntnis der Lage vor Ort entscheiden.
Sie können natürlich auch die verschiedenen Bauforen abklappern und sich aus den 5 oder 6 genannten Wandaufbauten die Variante raussuchen die Ihnen am besten gefällt und die am häufigsten genannt wird. Basisdemokratie gewissermaßen.
Oder sie gehen zu einem Planer und klären ZUERST die grundsätzlichen und wirklich wichtigen Fragen ab. Die Frage nach dem Wandaufbau wird sich im Zusammenhang mit vielen anderen zu lösenden technischen Problemen während der Planungsphase ergeben. Die Lösung ist dann Routine.

Viele Grüße

p.s. Es gibt in der Altbausanierung und -modernisierung kein großes goldenes Buch, in dem man blättert, links steht jedes denkbare Problemchen für jedes denkbare Haus oder Scheune und rechts die Lösung. Jeder Fall ist anders.