Fachwerkwände nach der neuen EnEV

30.10.2002



Können Sie uns einen Wandaufbau für Fachwerkwände nach der neuen EnEv empfehlen?



Wie ist der jetztige Zustand?



Sehr geehrte Frau Göttling,

darf ich fragen, wie der jetztige Zustand Ihres Fachwerks aussieht? Danach könnte man einen optimalen Aufbau konzepieren.

Mit freundlichen Grüßen.

Stefan I. Akkulak





Es handelt sich nicht um eine Sanierung von Fachwerkwänden, sondern um einen Neubau.
Wir benötigen daher eine Empfehlung für einen Wandaufbau welcher der neuen EnEV gerecht wird.



hängt auch von der optik ab



hallo frau göttling,
der wandaufbau, auch bei einem Neubau hängt vor allem auch von der optik ab;
wenn aussen- und innenwände verkleidet werden (unabhängig von der oberflächenausführung), würden wir ihnen empfehlen, mal unter www.pavatex.de nachzuschauen;
hoffe ihnen etwas weitergeholfen zu haben;
grüsse aus unterfranken



Ansprüche & Wohnklima



Hallo Fr. Göttling, ich gehe da mit der Meinung von Hr. Greb mit, doch sollte man verschiedenste Möglichkeiten in Betracht ziehen. Ich glaube man sollte erst einmal eine Selbstfindung machen, um sich für einen selbst geeignet Baumaterialien zu entscheiden. Erst danach sollte man über Wärmeschutzverordnung nachdenken. Energieeinsparung in aller höchster Ehren, doch auch mit dem riesigen Sektor an Naturbaustoffen ist ein energetisch vernünftiges Gebäude zu bauen. Sehr viel Lehm und Wandheizung, geblasene Dämmung oder als Plattenware,m alles ist da möglich. Kann Ihnen da auch schöne Referenzen benennen, wo gerade diese Aspekte eine Rolle spielten. Kontaktieren Sie zu diesem Thema auch mal die Hr. Garkisch, Reisinger oder Nothhelfer, welche Sie alle in dieser Plattform wiederfinden. MfG aus der Oberlausitz



Ansprüche & Wohnklima



Hallo Fr. Göttling, ich gehe da mit der Meinung von Hr. Greb mit, doch sollte man verschiedenste Möglichkeiten in Betracht ziehen. Ich glaube man sollte erst einmal eine Selbstfindung machen, um sich für einen selbst geeignet Baumaterialien zu entscheiden. Erst danach sollte man über Wärmeschutzverordnung nachdenken. Energieeinsparung in aller höchster Ehren, doch auch mit dem riesigen Sektor an Naturbaustoffen ist ein energetisch vernünftiges Gebäude zu bauen. Sehr viel Lehm und Wandheizung, geblasene Dämmung oder als Plattenware,m alles ist da möglich. Kann Ihnen da auch schöne Referenzen benennen, wo gerade diese Aspekte eine Rolle spielten. Kontaktieren Sie zu diesem Thema auch mal die Hr. Garkisch, Reisinger oder Nothhelfer, welche Sie alle in dieser Plattform wiederfinden. MfG aus der Oberlausitz



... gibt es nicht.



Auch nach der neuen EnEV können Sie Bauteil bezogen bauen, d. h. Ihre Wand muss nicht einen extremen Wärmedurchlasswiderstand aufweisen, die anderen Bauteile können ausgleichen. Wie auch bei anderen intensiv zu bearbeitenden Fachfragen mit Gewährleistungsanspruch sollten Sie einen Planer Ihres Vertrauens damit beauftragen.



Antwort



Hallo,
sehen Sie doch einmal bei uns vorbei:
www.BiBer-Fachwerkhaus.degern senden wir Ihnen auch Info-Material über unsere Bauweise.
Tel. 05337 - 9481 335



Antwort: BiBer



Habe über die gute Vernetzung dieser Plattform über die weitere Wortmeldung eines neuen Mitgliedes in unserer gemeinsamen Plattform an Sie Mittteilung erhalten. Ich habe mir danach erlaubt, dessen Homepage zu besichtigen und da kamen mir eine Unmenge an Fragen hoch! Aber auch dies müssen wir mit akzeptieren, denn wir sind für alle Seiten offen und sollten niemals "Nie" sagen. Antworten auf Fragen des Baustoffeinsatzes hinsichtlich auf angepriesene Ökologie, fand ich z.B. nirgens! Ich denke, Baufolien, Mineralwolle etc. sind hier großspurig im Einsatz. Und da sind wir eben wieder am Anfang vom Ende! Warum gibt es dort kein festes Unterdach aus Holzweichfaserplatten, denn bei der Erstellung auf der Hompage wird von Folie gesprochen. Ich verbleibe mit besten Grüßen und denke Sie können sich vernünftig entscheiden! Die Welt ist offen für Vieles.



Antwort: Lehmbude



Immer langsam mit den Pferden! Unabhängig von persönlichen Vorlieben mancher Community-Mitglieder, entscheidet letztlich der Bauherr. Fachwerk.de ist offen für alle - vor allem für Diskussionen. Du, lieber Udo, eröffnest aber keine Diskussion, sondern urteilst und das kannst Du gern in Deinem Namen, aber nicht im Namen der Community und schon gar nicht im Namen von Fachwerk.de tun.



wandaufbau



Sehr geehrte Frau Göttling,
unser bevorzugter Wandaufbau ist folgender:
verzapftes Außenfachwerk 16x16 aus Leimholz, deutscher Lammelle der Fa. Hüttemann,
in eine hinterfräste Nut kommt der Warmedämmkern
in Form von PUR (polyurethan-hartschaum), dem Dämmstoff der Zukunft!!!
von innen wird in die hinterfräste nut eine
f0 - Spanplatte eingebaut. dann kommen von innen
Knauff-gips-platten auf die Innenseite der außenwand.
von außen werden auf den PUR-dämmkern natürsteinriemchen aufgebracht und verfugt.
im bereich holz/stein haben wir eine äußerst aufwendige "labyrinthabdichtung" eingebracht.
mit dieser bauweise haben wir seit über 15 jahren
beste erfahrungen. die wand ist diffusionsoffen,
bietet ein exellentes raumklima, ist bezahlbar
und baubiologisch absolut unbedenklich.
DIESES IST UNSERE ÜBERZEUGUNG!!!
BiBer-Fachwerkhaus GmbH
Michael Ronge



sichtfachwerk? - feuchteschutz



hallo frau göttling, hier sind nochmal wir aus unterfranken;
wie ich sehe, haben sie bereits eine menge tipps bekommen; wir möchten jedoch noch eine ergänzung zu unserer stellungnahme vom 30-10-02 einbringen:
wir hatten damals schon gesagt, daß es stark von der opitk abhängt, und hier stellt sich eigendlich auch eine der wichtigsten fragen für die weitere wandkonzeption -sichtfachwerk oder nicht-; denn beim Sichtfachwerk ist der feuchteschutz, insbesondere der schlagregen- und tauwasserschutz ist von entscheidender bedeutung für die dauerhaftigkeit von fachwerkgebäuden -wichtiger als ein wandaufbau nach enev-; im unterschied zu normalen gebäuden, wo der Feuchteschutz erst im anschluß an die wärmeschutztechnische auslegung erfolgt, muss er bei fachwerkgebäuden mit sichtfachwerk von anfang an berücksichtigt und richtig konstruiert werden, da er erheblichen einfluß auf die Wärmedämmung hat -was nützt die beste und hochwertigste dämmung, wenn sie "naß" ist = nichts-; sichtfachwerk darf eigendlich nur der geringsten schlagregenbeanspruchungsgruppe I mit jahresniederschlägen unter 600 mm ausgesetzt werden, in geschützten lagen gerade noch gruppe II; normaler Außenputz kann wasserhemmend bzw. wasserabweisend eingestellt werden; bei fachwerkfassaden führt dies dazu, daß wasser vom Putz abläuft und in die Fuge -schwindfuge- zwischen Ausfachung und Holz läuft; da es sinnlos ist, diese fugen abzudichten, muss die feuchte, um schäden zu vermeiden schnell austrocknen können; die Gewährleistung einer raschen austrocknung ist der einzige konstruktive schlagregenschutz bei sichtfachwerk; wir denken, dass dies einer der ersten punkte bei ihren überlegungen bezgl. der Fachwerkwand sein soll; auf dieser basis kann man sich dann über materialien, ausführung, etc. weiterunterhalten; hoffe sie nun nicht zu sehr verunsichert zu haben, grüsse aus dem frankenland