Typische Dämmung eines energieoptimierten Fachwerkhauses...

14.10.2007



mich würde sehr interessieren, wie ein typischer Wandaufbau bei einem Fachwerkhaus gestaltet wird, wenn ein hoher Wert auf einen sehr niedrigen Energiebedarf gelegt wird.
Grundsätzlich denke ich, daß der Einsatz von Mineralfaserdämmung aus baubiologischer Sicht nicht akzeptabel ist. Holzfaserdämmung ist da sicherlich mehr angesagt?! Wie ist in der Regel ein "typischer" energieoptimierter Wandaufbau gestalltet?
Im welchen Bereich an primär Energiebedarf könnte man da liegen (kWh/Jahr und m²)?
Sowohl an Angaben zu Berechnung als auch praktischen Erfahrungen wäre ich interessiert.

Gruß,
Michael



Fachwerkhaus :historisch alt od. biologisch neu?



Hi,
beim historischen Fachwerk ist einiges anders.
wie wärs mit Cellco-Dämmung(Füllgut) oder Tektalan-Dämmung
(Heraklith- für Fachwerk die diffusionsoffene variante HDX od. SD-FW)?!da geht aber optisch das Fachwerk drauf-als Fachwerkidylle pfusch von innen
weiterer nachteil :wärmebrücken , denn die genannten varianten müssen die ganze Innenwand überdecken.
ein komplexes Thema- rate zur fachberatung durch unabhängige experten vor ort.



Energieoptimierte Wandaufbauten



Auf unserer Internetseiten finden Sie Fachwerk Wandaufbauten nach EnEv mit berechnetem U-Wert, die mit Schilf gedämmt wurden:

http://www.hiss-reet.de/bauen-mit-reet/naturbau/architektur.html

MfG

Kullmann



Es gibtg



keinen typisch energieoptimierten Wandaufbau im Fachwerk.

Wie sieht den der typisch energieoptimierte Wandaufbau im Neubaubereich aus?

Nicht nur hier gehen die Meinungen starkt auseinander.

Die Varianten mit Cello-Dämmung oder Heraklith sind es auf jeden Fall nicht!

Am besten lässt sich, wie schon selbst angedacht eine Weichholzfaserplatte einsetzen.

Grüße



Erst einmal Danke...



für die Antworten- die Interntseite von Herrn Kullmann ist auf den ersten Blick sehr informativ, so daß ich da sicherlich noch etwas hängen bleiben werde.
Vielleicht als Hintergrund: Bin zwar von den verwendeten Materialen und Techniken, die insbesondere im Fachwerkbau verwendet werden fasziniert, doch als großen Schwachpunkt empfinde ich die Funktion in energiesparender Funktion, Deshalb bin ich an einer zeitgemässen Gestaltung interessiert- habe zwar noch kein konkretes Objekt vor Augen, doch da das Thema Dämmung nicht ganz so trivial ist, bin ich jetzt schon auf der Suche nach groben Gestalltungsmöglichkeiten bzw. nach Leuten, die insbesondere unter baubiologischen und energetischen Kriterien an die Sache gegangen sind.
Da der Aspekt der Energieoptimierung erst in jüngster Vergangenheit an Bedeutung gewonnen hat, gibt es natürlich nicht den historisch "typischen" Fachwerk-Wandaufbau. Unter "typisch" verstehe ich einen modernen, aber dennoch aus baubiologischer Sicht akzeptablen Wandaufbau. Die reine Nostalgie hat bei mir nicht zwangsläufig die übergeordnete Priorität- Fortschritt ist zulässig.
Ich hoffe, mein Anliegen ist etwas klarer rübergekommen?!

Gruß,

Michael



Vieles wurde bereits gesagt,...



...doch die Lösungen hängen stets von den eigenen Ansprüchen ab.
Und ob die neue EnEV wirklich das ist, was Sie verspricht, wird sich erst nach dem "Zusammenbruch" vielfältigster Bausubstanz im Denkmalbereich zeigen.
Wichtig wäre doch einen vernünftigen Konsens zwischen Dämmsystemen, Winddichtung und Heizvarianten zu finden. Die Alternativen sind doch in den Berechnungsprogrammen kaum gängig und liefern damit inakzeptable Ergebnisse.
Industriegesteuert!!!!

Blockheiztechnik auf Pflanzenölbasis, nachwachsender Rohstoffe udgl. sind eine wirkliche Alternative.
Man produziert Strom und hat Abwärme kostenlos.
Somit machen sich enorme Dämmarbeiten kaum erforderlich.
Gerade für historische Bausubstanz mit Fassadenschutz eine wahre Möglichkeit zur Sanierungslösung.
Hier einfach einmal bei ERRSA im Profil klicken.

Grüße Udo Mühle