Wandaufbau ?

21.01.2014 flod



Hallo,

wir haben eine dünne 14cm Fachwerkwand.
Aussen mit Bieberschwänze verkleidet.

Langfristig wollen wir die Biberschwänze abnehmen und das ganze Haus von Aussen Dämmen.

Da wir momentan den Raum eh Sanieren überlegen wir, ob und wie wir die Wand von innen verkleiden, dämmen ?
Hintergrund: Alle anderen Räume, Etagen sind entweder doppelt Backstein, oder Fachwerk mit Innenwand aus Ütonstein.

Aufbau der Wand:

Lehmfachwerk, Verputzt mit Gips.

Was schlagt ihr vor?



Außendämmung



Gedämmt werden sollte immer auf der kalten Seite, sofern das gestalterisch, konstruktiv, vom Bau- und Planungsrecht oder von den Vorgaben der Denkmalbehörde her erlaubt ist.

Die Außendämmung sollte hinterlüftet ausgeführt werden. Sie ist gleichzeitig ein verbesserter Wind- und Schlagregenschutz fürd die Fachwerkfassade.

Eine Innendämmung ist nicht wesentlich preisgünstiger als eine Außendämmung, hat aber bauphysiklaisch bedingt nur etwa max. 1/3 der Dämmstärke und eine entsprechend geringere Dämmwirkung. Außerdem verkleinert sie die nutzbare Grundfläche der Räume.





Die Vor und Nachteile sind mir bekannt.

Der Raum ist gross genung.
Denkmalschutz hat das Mischgebäude eh nicht mehr.
Da ich noch nicht abschätzen kann wann eine Aussendämmung erfolgt (1,5 oder 10 jahre) würde ich gern die Räume mit den dünnsten Wänden auf das gleiche dicke wie die schon sanierten Aussenwände bringen.

Die Frage ist, ob ich den Putz abmachen soll? oder Ständerwand wie ich bereits angefangen habe einfach davor setzen und wenn ja was mache ich dann dazwischen`?

Aussendwand ist nicht ganz grade daher die Ständerwand.



Innendämmung



Mein Vorschlag:
Demontieren Sie die Vorsatzwand wieder.
An die krummen und wabbeligen Dachlatten eine gerade Fläche zu bringen wäre ohnehin problematisch geworden.
Wenn Sie unbedingt eine Innendämmung bauen wollen gibt es einfachere und bessere Möglichkeiten. Lesen Sie sich am besten zum Thema Innendämmung im Fachwerk hier über den Schlagwortindex ein.





Die Ständerwand habe ich auch angebracht um eine Installationsebene zu haben für elektroleitungen etc.
Sie ist auch schon ausgerichtet und in Waage.

Die vorhanden Steckdosen in der Aussendwand sind schon abgeklemmt und werden verschlossen.
Die neuen Kabel würde ich dann in der Installationsebene unterbringen.



Die Ständerwand



führt zur Kondensatbildung auf der Innenseite der kalten Außenwand, wenn Sie sie als Trockenbaukonstruktion mit MiWo-Dämmun oder als Hohlraum ausführen. Auch der sog. "hinterlüftete" Hohlraum ist ein Ausbaumärchen, das zu nichts gut ist , außer zur Pilzzucht.

Sie können höchstens zwischen den Ständern lückenlos und hohlraumfrei mit Leichtlehm aufputzen, nachdem Sie Ihre (Elektro-)Leitungen verlegt haben. Das hat allerdings nichts mit Dämmung zu tun.