Zwinge für Wand

06.04.2010


Guten Tag,
ich habe folgendes Bauprojekt vor.
Unser Haus, zweischaliges Ziegemauerwerk aus den 40er, soll von außen gedämmt werden. Dies soll jedoch auf eine vielleicht merkwürdige Art geschehen.

Folgender Aufbau ist geplant:

- vor dem alten Fundament wird ein neues aus Beton gegossen, darauf
- aus „sogenannten Legosteinen“ (Styroporformstein, der mit Beton befüllt wird) wird ein Sockel ca. 60 cm gemauert darauf
- ein Holzständerwerk 16 cm dick, zwischen den Balken wird gedämmt, darüber
- eine Lattung, dann
- eine Holztäfelung

Auf der Innenseite wird der Aufbau so ähnlich:

- Bodenplatte aus Beton ca. 20 cm dick darauf
- Kleine Sockel aus Kalksandstein, darauf
- Ein Holzständerwerk ca.10 cm dick, dazwischen mit Lehm verfühlt


Grund dieser Bauaktion ist es, dass wir dem Mauerwerk nicht wirklich trauen und im Zuge der Fassadendämmung, mit Hilfe der Zwingenverbindung des Holzständerwerkes, einen zusätzlichen Halt herstellen wollen.

Über viele Meinungen würde ich mich freuen. Vielen Dank im voraus.
Dati



ich



halte das für die Idee eines Bauunkundigen, abegsehen von den techn. Problemen ist der Aufwand fast so groß wie ein Neubau oder Austausch der Wände.



Zwinge für Wand



Hallo,

ich stimme meinem Vorschreiber zu.
Holen Sie sich einen Bauingenieur !

Grüße vom Niederrhein



Kompromisslösung



Vielen Dank für die Antworten,
selbstverständlich sind wir Bauunkundige und was wir noch sind „Chronisch Pleite“. Oder um es mal besser auszudrücken, wir müssen alles selbst machen – was wir oder Freunde nicht können, kann nicht gemacht werden bzw. dafür muss ein aufführbarer Kompromiss hinhalten. Zusätzlich können wir nur dann weiterbauen, wenn mal ein paar Euro übrig sind.
Das der Austausch der Wände die beste Variante wäre, ist selbst uns Unkundigen klar, aber an so eine Baumaßnahme trauen wir uns einfach nicht ran. Wenn da was schief läuft, dann fällt uns das ganze Haus zusammen. Ein Bauingenieur kostet Geld und muss mir zu einer fachgerechten Ausführung des Bauvorhabens raten. Schon allein aus rechtlichen Gründen. Wie oben bereits geschrieben, die können wir aber nicht selbst realisieren, daher muss eine Kompromisslösung herhalten.
Vielleicht könnte mir jemand schreiben, wie groß z.B. die Abstände beim Ausschachten des Fundamentes sein müssen bzw. auf was ich achten muss. Das Haus hat eine Fläche von 13 x 8 m. Oder vielleicht hat jemand eine Idee, was ich alternativ machen könnte.
Das wäre ganz toll – vielen Dank.



Na



dann lieber noch mal rechnen, ob Eure billigere Variante wirklich weniger kostet!
Den m3 Mauerwerk kann man in Eigenleistung durchaus mit 150 Euro, das sind etwa 50 Euro /m2 36er Wand, hinbekommen. (Putz muß ja bei beiden Möglichkeiten drauf, die Dämmung könntet Ihr Euch dann aber sparen bei richtiger Materialauswahl!)
Da Euer Haus ja auch nicht sehr groß ist, müsst Ihr bei Eurer Rechnung auch den Wohnraumverlust für die Innendämmung einrechnen. Und wer sich den Austausch von Wänden nicht zutraut, sollte sich fachkundige Hilfe holen. Das geht durchaus im gegenseitigen Helfen, muß also nicht unbedingt was kosten.
Also rechnen und prüfen. Mich tät es wundern, wenn da noch viele Alternativen kommen....
.. oder ihr traut Euren Wänden auch weiterhin - würde auch keinen Sinn machen, nichttragendes "einzumauern".

PS. laufen nach meiner Erfahrung schnell Gefahr, dass aus Spargründen am Ende alles doppelt so teuer werden kann. Siehe öffentliche Bauvorhaben :-((