Entkopplung mit wedi auf bruchsteinwand

18.08.2012 Bene



Hallo,
Sind gerade dabei das haus meines bruders zu sanieren. Haben nun im bad eine bruchsteinaussenwand welche teilweise noch mit Bims angebaut wurde und zugemauerte Fenster enthaellt . Um diese Wand lotrecht , Plan und dem risswirrwar zu entgehen dachte ich daran die wand mit 20 mm wedi zu entkoppeln. Ist da grundsaetzlich etwas ein zuwenden zwecks taupunktverlagerung ? Mfg bene



Innendämmung



Soll die Platte hohlraumfrei als Trockenputz aufgeklebt oder als Vorsatzschale gestellt werden?
Im Falle der Vorsatzschale:
Hier ist eine Dampfsperre unumgänglich.
Ich meine damit eine die auch funktioniert!

Viele Grüße



@ Herr boettcher



Als vorsatzschale punktuell geklebt, verduebelt . Also wuerde ein abspachteln mit einer zementtaeren dichtschlaemme eck-anschluesse mit dichtbaendern bzw Anschluss an dampfsperre der Decke funktionieren?



Dampfdiffusionsberechnung



Prinzipiell dürfte die quasi Innendämmung mit der 20 mm Wedi-Platte unproblematisch sein, sofern der Dampfdiffusionswiderstand der Fliesen und des Fliesenklebers hoch genug ist. Anderenfalls muss eine Dampfbremse vor der Wedi-Platte eingebracht werden.
Vorsichtshalber würde ich deshalb Dampfdiffusionsberechnungen - und zwar für alle Materialkonstellationen eine eigenständige - durchführen lassen.
Dabei muss auf jeden Fall der gesamte jeweilige Wandaufbau zu Grunde gelegt werden (einschl. Fliesen, Fliesenkleber usw.).

Erst dann ist man schlauer bzw. auf der sicheren Seite. Der dafür zu treibende Aufwand bzw. die Kosten dürften sich in durchaus vertretbaren Grenzen halten.

Wenn man aber schon einmal dabei ist, eine Dämmung vorzusehen, bietet es sich m. E. geradezu an, diese so zu dimensionieren, dass auch die Anforderungen der EnEv erfüllt werden.
In einer ansatzweise vergleichbaren Situation haben wir eine alu-kaschierte PUR-Dämmung vor eine schräge und bucklige Natursteinwand gestellt und den Zwischenraum mit einer kalkgebundenen (hochhydraulischer Kalk) Blähtonschicht aufgefüllt. War von der Wärme- und Dampfdiffusionsberechnung her ok und hat sich problemlos realisieren lassen.
In unserem Fall ist vor die PUR-Platte zwar noch eine Poroton-Wand gestellt worden, aber einen Fliesenträger könnte man auch aufbauen. - Aber wie gesagt: Wärme- und dampfdiffusionstechnisch berechnen!