Wand, Wände, Mieter, meinen, Innen

04.10.2008



Hallo,

habe eine 60 cm dicke Außenmauer, Sandstein, 2-Schalig.
Sog. Kommunwand.Nachbar hat das Haus abgerissen und das Gelände 40 cm aufgefüllt. Wodurch mein EG jetzt teils KG ist. Weder Horizontal- noch Vertikalsperre ist vorhanden. Habe jetzt Feuchteschäden im KG und EG. Gutachter war wegen Beweissicherung vor kurzen da. Habe jetzt den Putz im EG von den Wänden abgeschlagen und die Wand mit Sulfatschlämme behandelt. Die Horizontalsperre wird auch noch gemacht ( von Außen ), aber wegen Gericht kann ich nur Innen jetzt etwas machen.Nun meine Frage an die Fachleute . Was meinen Sie zu einer Heizleiste vor der Wand ? Mit zusätzlicher Dämmung Ambio von Getifix oder Ca-Si-PLatten oder gar keine Däm- mung ? Selbstverständlich werde ich noch einen Kalkputz aufbringen.



Kapillarwassersperre



Hallo Scottib,

hier im Forum kann es mal schnell zu diesem Thema sehr unangenehm werden. Klicke in diesen Link, hier beschreiben wir die Möglichkeiten die Du auch selber hast den Schaden Preiswert zu beseitigen:

http://www.porofin.de/POROFIN_INFOMAPPE_PMD.PDF

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg.

Porofin Fachbetrieb Rupnow





Frage zum Wandaufbau.
Ist die Wand zweischalig mit Luftschicht oder mit Schüttung oder wie muß ich mir den "Kommunwand" -Aufbau vorstellen?

Eine Heizleiste ist eine Alternative zu Kondensationsfeuchte an Bauteilecken aufgrund von Kältebrücken.
Ihre Feuchteprobleme haben jedoch andere Ursachen.
Eine Heizleiste macht hier keinen Sinn.


gruß jens



Wandaufbau



Hallo Jens Schröters,

der Hohlraum ist meines Wissens mit Sand oder was ausgefüllt worden.Das Haus ist über 110 Jahre alt. Mit der Heizleiste versuche ich ja Kostengünstig , präventiv zu Handeln, da ich ja erst das Urteil des Gerichts abwarten muß. Wer letztendlich für die Kosten der Horizontal- und Vertikalsperrre aufkommt.
Ich versuche ja nur meinen Mieter wieder in die Räume zu bekommen, damit die Miete wieder kommt.Der zahlt nämlich nicht mehr wegen der feuchten Wände und ist wo anders jetzt untergekommen und wegen des Mietausfalls jetzt auch noch einen Anwalt einzuschalten kann und will ich mir nicht antun.Deswegen habe ich mich an das Forum gewandt.

L.G. Scottib
PS. Für jede Antwort bin ich dankbar
auch Herrn Rupnow, aber der hat scheinbar meinen Text nicht richtig verstanden.





Wenn es so ist würde ich hier ne 25mm Ca-Si.Platte als Provisorium anbringen oder einen Sanierputz aufbringen lassen. Sorgt zunächst für eine trockene Wandoberfläche. Wobei der Sanierputz noch den Vorteil bietet Schadsalze zu speichern. So das diese bei der späteren Abnahme des Putzes entsorgt werden würden.
Der Mieter muß verstärkt auf Lüftung achten.
Sollte genügen bis klar ist wer für die Abdichtung des Gebäudes aufkommen muß.

gruß jens



Feuchtigkeit



Hallo Scottib, mit dem angebotenen Link wollte ich Dir was zum lesen geben wie Du das Problem auch selbst lösen kannst.

Nun gut, Ca-Si Platten empfiehlt der Hersteller (Redstone z.B.)nur an trockene Wände anzubringen. Ich warne jedem davor diese Platten überhaupt in Betracht zu bringen da auf Grund der behinderten Aufwärmung der Innenwand der Taupunkt nach innen wandert und diese noch feuchter macht so das eine Wärmedämmung der Wand nicht mehr möglich ist. Da die Aufheizfläche in Ecken besonders gering ist und die Taupunktlinie hier eine "Abkürzung" nimmt beginnt hier meist das Schimmeldrama.

In Deinem Fall gibt es -nach meiner Meinung- nur eine vernüftige Lösung, AUSTROCKNEN der Wände. In der Infomappe Seite 5 siehst Du wie man auch von innen eine Vertikalsperre -natürlich auch Horizontalsperre- per Injektion machen kann. Auf die herkömmliche Bitumenbeschichtung kannst Du dann verzichten. Der Sperrbereich trocknet dauerhaft aus, die Baustoffporen füllen sich wieder mit schlecht wärmeleitfähiger Luft wodurch die Wand ihre natürliche Wärmedämmfähigkeit zurückerhält. Das kann sicher bei einer zweischaligen Wand etwas schwierig werden, geht aber mit etwas Kreativität bei der Verarbeitung.

Wenn die Fassade ungeschützt von Regenwasser benetzt wird hilft eine Imprägnierung mit Lotupor (ab Seite 16), sogar Sturmböen von 120 - 140 km/h läßt das Regenwasser nicht mehr eindringen. Die Wärmedämmfähigkeit Deiner Wände verbessert sich um 100 %, im Extremfall sogar bis 400 %.

Ich möchte Dich dann noch bitten wenn Du Dich für meinen Lösungsvorschlag entschieden hast die nötigen Materialien nicht bei mir zu bestellen. Warum wirst Du sicher bald merken.

Viel Erfolg



Feuchtigkeit



Sehr geehrter Herr Rupnow,

schön das Sie sich meiner Sache so annehmen aber scheinbar haben Sie meine Situation nicht verstanden.
1. habe ich von Präventivmaßnahme ( auch wegen den Geldbeutel )gesprochen.
2. Die Hauswand ist "20 Meter lang"
3. Horizontalsperre wird von Außen ausgeführt werden, da bin ich mir 100 % sicher.Weil ich mir sicher bin, daß der Nachbar dies zu vertreten hat und die Räumlichkeiten z.Z.nicht vom Mieter genutzt werden.Dann würde es zweimal Mietausfall geben.
4. Vor dem Hausabriß hat es auch keine Probleme gegeben.
5. Sei noch gesagt : Die Außenwand wurde bis ok Aufschüttung
mit Kalkleichtputz verputzt.Auch wurde ein diffusions- offener Anstrich aufgebraucht.
6. Ihr Material mag ja gut sein ,ob dies aber alleine meine Situation löst, mag ich zu bezweifeln.
7. Ich habe Innen ja schon eine Sulfatexschlämme bis 1,0 Meter ( insgesamt 1,4 Meter ) über Bodennivea aufgebracht.Die auch mittlerweile fast ausgetrocknet ist.
Anschließend wird noch Kalkputz aufgebracht + geeigneter Anstrich. Auch werden keine Löcher in die Wand gebohrt werden.
8. In diesen Räumen halten sich Mieter auf ( Büro ).
bei denen ich mir auch nicht sicher bin ob Sie das mit dem Lüften so ernst nehmen ! Gibt da, glaube ich eine Bröschüre vom Ministerium für Wohnen und Bauen, oder so. Diese werde ich denen dann als Lektüre zur Hausordning beilegen.
9. Aus diesem Grund dachte ich an eine Heizleistenheizung zusätzlich. Ist auch kein besonders großer Akt diese in diesem Bereich herzustellen.
10. Ist es dann noch notwendig eine Innendämmung aufzubringen? Natürlich vollflächig verklebt mit geeignetem Material!

LG
Scottib



@Scottib



ich denke Ihr Problem schon richtg verstanden zu haben. Wie Sie schreiben haben Sie eine tolle Dichtschlämme aufgetragen, dass hätten Sie bei einer Austrocknung der Wände vermeiden können. Alles was die Diffusion einer Wand behindert muss vermieden werden. Jetzt sperren Sie das Wasser in der Wand ein die dadurch immer mehr auskühlt da Wasser wie Stein oder Metall ein guter Wärmeleiter ist. Ich sage es nocheinmal, AUSTROCKNEN. Bitte schauen Sie noch einmal in die Infomappe oder schicken Sie mir Ihre Emailadresse damit ich noch etwas speziellere Merkblätter zusenden kann. porofin.bb@online.de



@Scottib



Hallo Herr Rupnow,
unter dem Forumsbeitrag Nr. 101218 bin ich auch näher auf meine Situation eingegangen.Dort haben Sie mir ja auch schon geantwortet. Leider gehen Sie aber auf die verschiedenen Punkte garnicht ein und schreiben nur das ich das Wundermittel Porofin einbringen soll.
Wenn dies das Wundermittel ist, dann verstehe ich nicht warum Sie noch nicht den Nobelpreis bekommen haben. Sorry, es liegt mir einfach auf der Zunge. Ich möchte ihr Produkt auch nicht schlecht reden aber leider gehen Sie kein bischen ins Detail.Sondern verweisen auf Ihre Infomappe. Die ich auch schon gelesen habe und leider keine vorher , nachher Bilder sehen konnte.Ich verschließe mich sicherlicht Ihren Produkt nicht aber Sie scheinen meine Lage nicht zu verstehen. Ich verweise nochmals auf den Forumsbeitrag Nr. 101218. Ich werde Ihnen meine e-mail zukommen lassen.Bin sehr gespannt was an Info noch kommt.

LG

Scottib





Also, wenn ich es richtig verstanden habe:

- 2 Sandsteinwände, dicht nebeneinander
- geringer Abstand, dieser verfüllt mit Sand
- Nachbarhaus wurde abgerissen,
- die zweite Wandscheibe blieb aber stehen?
oder nur deren Fundamente ?
- Wenn die 2. Wand komplett stehen geblieben ist,
wie endet die mit Sand gefüllte Schicht nach oben?
- Wo ist es denn in der schönen Pfalz?

Vorübergehend kann das mit den Ca-Si-Platten und den Heizleisten so funktionieren wie beschrieben, dauerhaft muss jedoch eine vertikale Abdichtung an die Außenwand.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer