Fußbodenaufbau eines Raumes - nicht unterkellert

15.10.2008



Zur Situation: Unser altes Bauernhaus im Markgräflerland ist teilweise unterkellert und teilweise nicht - eben die typische Bauweise (Mittelteil nicht unterkellert usw). Wir wollen jetzt ein neben dem Eingang liegendes Zimmer "öffnen" (Innenwand teilweise rausnehmen). Wir haben den Estrich (8 cm) rausgenommen und sind jetzt auf einem Betonplatte gelandet. Wir hatten auch Probleme mit Feuchtigkeit in der Wand. Das haben wir geregelt bekommen durch Entlüftungsrohre nach aussen. Ich habe jetzt 9 cm für den Bodenaufbau zur Verfügung. Über der bestehenden Betonplatte brauche ich auf jeden Fall ein "System", das garantiert, dass Feuchtigkeit nicht nach oben steigt, sondern über die Entlüftung abgeleitet wird. Da habe ich jetzt das System NOPHADRAIN (25 mm) entdeckt, das funktionieren könnte. Als begehbarer Boden könnte ich mir einen Lehmboden vorstellen (habe ich schon gesehen, Lehmschicht 1- 1,5 cm) Wenn das alles so funktioniert, hat jemand eine Idee, was da als optimale Wärmedämmung in Frage kommt?





Hallo Herr Löwe,

das mit den Röhrchen in der Wand und der Entlüftung hätte ich gerne mal erläutert wie das funktioniert (Wandaufbau).
Gehen die Röhrchen durch die Wand und hieran soll der belüftete Bereich unter der DachNoppenbahn angeschlossen werden?

- Wie hoch liegt die Oberkante der Betondecke über dem Erdboden?
- Gibt es eine Horizontalsperre in Form einer Bitumenbahn etwa 2 bis 4 Steinreihen über dem Erdboden?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Hallo Herr Kornmayer,

es ist etwas kompliziert zu beschreiben, aber ich versuche es.Der Hauseingang wird über eine Treppe mit ca. zehn Stufen erreicht. Insofern sind quasi die Bereiche, die nicht unterkellert sind, mit Erdreich "aufgeschüttet". Sie hatten mich aber nach den Entlüftungsröhrchen gefragt. 2 Seiten des Zimmers sind im Innenbereich (Flur, Küche). Eine Seite geht in den Aussenbereich und eine Seite Richtung Scheune. Unter dieser Scheune ist ein Weinkeller, d,h. Die Wand des Weinkellers ist quasi die "Grundmauer" für das besagte Zimmer. Es handelt sich um eine Bruchsteinmauer. Der Vorbesitzer hat diese vermutlich verputzt, so dass der darauf liegende Eichenbalken (ohne Bitumenbahn nach unten) feucht war und diese in den Raum abgegeben hat. Wir haben jetzt über dem Betonboden Öffnungen in die Bruchsteinwand gemacht - insgesamt 4 Stck (3 in den Weinkeller und 1 nach aussen), Durchmesser ca. 4 cm. Wir haben auch versucht - so gut es ging - eine Bitumenbahn unter den Eichenbalken anzubringen. Die Belüftung scheint jetzt zu funktionieren. Aber natürlich ist jetzt auch eine Kältebrücke entstanden durch die Öffnungen. Wir haben die Feuchtigkeit gemessen. Wand und Balken sind jetzt ok und der Betonboden hat halt einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad, der etwa bei 60 - 65% liegt und diese gilt es heraus zu führen.



Es gab schon Leute,



die haben mit unbedachter Lochbohrerei mehr Kondensat in's Haus geholt, als Wasser nach draußen geschafft.

Einen Lehmboden im Wohnbereich(?) halte ich für unsinnig. Wenn schon "Back to the roots", dann richtig : Erdhöhle.

Kopfschüttelnde Grüße

Thomas





Hallo Herr Löwe,

bei 10 Stufen liegen Sie ja gut 170 cm über Erdboden, mit Bodenfeuchte wird das nicht mehr zu tun haben. Steht möglicherweise Ihr Sockel etwas hervor, ist dieser verputzt usw... ich denke da eher in diese Richtung. stellen Sie doch mal ein Bild ein. Wie alt ist das Haus, aus welchem Material?
Wenn Sie schon eine Betonplatte haben – und Ihr Erdgeschoss gemauert ist – würde ich zu einem normalen Zementestrich greifen.
Die hergestellten Entlüftungsrohre bringen Ihnen im Winter nur Kälte und im Sommer/Herbst nur Feuchtigkeit ins Haus. Das bringt nichts.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Fußbodenaufbau



Hallo Herr Kornmayer,

nochmals vielen Dank für Ihre Nachricht. Habe mich zwischenzeitlich auch mit einem befreundeten Architekten ausgetauscht. Mir ist jetzt auch klar, dass die Öffnungen nichts bringen. Deshalb werden diese auch wieder "geschlossen". Wir sind auch so verblieben, dass die eventuelle Feuchtigkeit von der Betonplatte über den Raum abgeleitet wird. Mit freundlichem Gruß Philipp Löwe