Mauertrockenlegung / Horizontalsperre / Verkieselung ?




Hallo !
Der "neuere" Teil unseres Hauses (ca. 150 Jahre alt)besteht aus Feldbrand-Ziegelsteinen ohne Horizontalsperre und die Wände sind bis in ca. 2 m Höhe gut feucht, außen haftet kein Putz und innen schimmelt regelmäßig die Tapete weg ! (Wird aber nicht als Wohnraum verwendet). Jetzt sind wir auf der Suche nach der besten und (auf Dauer)günstigsten Methode, die Wände trockenzulegen. Ursprünglich hatten wir vor, die Wand Stück für Stück aufzustemmen und Bitumenpappe einzuziehen. Verlockender erscheint uns die Methode, mittels Druckinjektion absperrende Flüssigkeiten (z.B. Aquapren) einspritzen zu lassen. Hat jemand Erfahrung oder kann uns jemand Tipps geben ?



Welches Verfahren ist das richtige und beste?



Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit
Zusammenfassung
Unterschiedliche Verfahren zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk werden beschrieben. Auch ungeeignete Verfahren werden in diesem Zusammenhang genannt. Auf einige Risiken wird hingewiesen. Schließlich wird auf die Schwierigkeit, das jeweils optimale Verfahren für ein Objekt auszuwählen, aufmerksam gemacht.
1 Einleitung
Viele Hausbesitzer, Architekten und Behördenvertreter stehen vor der Frage, welches Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit für welches Gebäude geeignet ist. Dabei gibt es grundsätzliche Un-terschiede: z.B. mechanische Trennungen; Injektionen oder sogenannte elektrophysikalische Ver-fahren.
Diese Techniken können, sofern für das jeweilige Gebäude geeignet, selbstverständlich auch mit-einander kombiniert werden. Stets aber muß von Fall zu Fall sorgfältig geprüft werden, welche Me-thode für welches Objekt sinnvoll ist. Eine fachkundige Beratung ist deshalb vorab sehr zu empfeh-len.
In diesem Beitrag werden die wichtigsten Verfahren kurz beschrieben. Dabei werden der Vollstän-digkeit halber auch unwirksame Verfahren genannt. Danach werden einige Risiken vergleichend behandelt und schließlich wird die Schwierigkeit angesprochen, geeignete Verfahren und Fachfir-men auszuwählen.
2 Geeignete und ungeeignete Verfahren
2.1 Mauerwerksaustausch und Unterfangung
Gemeint ist damit das traditionelle Verfahren, das von allen Bauunternehmen und sehr oft auch mehr oder minder erfolgreich in "Eigenleistung" durchgeführt werden kann. Dabei entfernt man Stück für Stück des Grundmauerwerkes und ergänzt es entweder durch Beton oder durch Mauer-werk (einschl. einer Abdichtung)..
Bei einer Variante wird der Mauerwerksquerschnitt über dem Fundament oder über dem Gelände ausgebrochen und anschließend eine Dichtungsunterlage (als Sauberkeitsschicht) hergestellt. Dar-auf kommt eine Abdichtung, und der Rest wird entweder ausbetoniert oder ausgemauert.
2.2 Das Mauersägeverfahren
Mit einer Schwert-, Seil- oder Kreissäge wird ein Schnitt im Mauerwerk hergestellt. Dabei ist es möglich, trocken oder naß zu schneiden.
Diese Schnittfuge ist je nach Sägeverfahren 4 bis 15 mm dick. Anschließend wird die Abdichtung -¬ meistens aus glasfaserverstärktem Polyester, aus Polypropylen oder auch aus Edelstahlplatten ein-gebaut. Die Schnitte werden nach Einlegung der Abdichtung in der Regel verkeilt. Die Keile sollen während der Arbeit die Lastenübertragung sichern. Anschließend werden die Schnittfugen an der Innen- und Außenseite provisorisch abgedichtet und der Hohlraum mit Quellmörtel verpresst.
2.3 Das Einschlagen von nichtrostenden Chromstahlplatten
Ohne Öffnung der Mauer wird eine 1,5 mm dicke gewellte Platte eingeschlagen. Dabei braucht man eine mehr oder weniger durchgehende Mörtelfuge.
Der Baustoff selbst ist bei dieser Methode nicht entscheidend. Setzungen können nicht auftreten, weil die Platten ohne vorheriges Öffnen in die Mörtelfuge eingeschlagen werden. Der Mörtel wird auf diese Weise nach oben oder unten verdrängt bzw. verdichtet.
Um den Verdrängungs- und Verdichtungswiderstand zu verringern, werden seit einiger Zeit Chrom-stahlplatten verwendet, die keil-bzw. pfeilförmig verformt bzw. angespitzt sind. Dadurch wird die Durchdringungsgeschwindigkeit erhöht und die Oberflächenreibung vermindert. Dieses seit mehr als zwanzig Jahren bewährte Verfahren hat sich als eines der preisgünstigsten und sichersten Ver-fahren erwiesen.
2.4 Bohrverfahren mit Überlappung ( aneinander gereihte Kernbohrungen).
Hierbei werden Löcher gebohrt (meistens mit einem Durchmesser von 8-12 cm) und so angeordnet, dass ihre Überlappungen eine durchgehende Mauertrennung erfolgt. Diese Bohrlöcher werden an-schließend mit einem dichtenden und quellfähigen Mörtel wieder ausgefüllt und somit eine sichere Abdichtung erzielt.
2.5 Injektionsverfahren
Eine andere Form der Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt wird mit Injektionsverfahren erreicht. Sie werden oft, weil das Injektagemittel über Bohrlöcher eingebracht wird als „Bohrlochverfahren“ bezeichnet. Dabei bohrt man Löcher in die Wand und füllt sie mit sehr unterschiedlichen Injekti-onsmitteln unterschiedlicher Konsistenz.
Die Wirksamkeit einer solchen Sperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit hängt nicht nur von der Wahl des Injektionsmittels und dessen Wirkungsweise (kapillarverstopfend, kaplillarveren-gend), sondern auch der Ausführungsart ab. So sind z.B. Abstand, Tiefe und Durchmesser der Bohr-löcher von entscheidender Bedeutung, und außerdem, ob der jeweilige Stoff mit oder ohne Druck und in der ausreichenden Menge eingebracht wird. Der zeitliche Aspekt ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, denn die Injektionsmittel eine gewisse Zeit, um sich zu verteilen. Die Viskosität der Injekti-onsmittel ist ebenfalls zu berücksichtigen. Soll eine Kapillarverstopfung oder eine Hydrophobie-rung, erzielt werden? Sehr oft ist beides erwünscht.
Eine vorherige fachkompetente Prüfung, sowohl des Feuchte- als auch des Salzgehaltes ist genauso wichtig wie die „Verträglichkeit“ der Injektionsmittel mit dem Baustoff.
2.6 „Entfeuchtungsputze"
Der Name dieses Verfahrens ist zwar vielversprechend, aber sachlich falsch. Kein Patent konnte bisher für die Trockenlegung einer Mauer garantieren! Ähnlich dem Effekt der Röhrchen (aus den 50er und 60er Jahren bekanntes Verfahren) soll dieser Verputz durch eine bessere Verdunstung die Mauer trocknen. Es wird jedoch nur der Kreislauf angeregt - denn: was schneller verdunstet, kommt von unten um so schneller nach. Ob diese Putze also der Weisheit letzter Schluß ist, wage ich zu bezweifeln, denn es werden nicht nur Wasser, sondern auch bauschädliche Salze auf diese Weise nachtransportiert.
“ Entfeuchtungsputze“ entfeuchten nicht, sie wirken bestenfalls ähnlich wie ein Sanierputz.
Sehr oft ist eine solche „Sanierung" mit Entfeuchtungsputzen nur deswegen erfolgreich, weil es sich „nur“ Kondenswasserbildung aus Gründen einer falschen Nutzung handelte oder um techni-sche Schäden, wie beispielsweise eine undichte Regenrinne. Möglicherweise wurden auch Fugen abgedichtet, die Heizung an der richtigen Stelle angebracht, die Fassade gestrichen usw. - und somit ist der eigentliche Schaden beseitigt. Es ist dann sehr leicht zu suggerieren, dass die Pseudotrocken-legung den entsprechenden Erfolg gehabt hat. Bis man erkennt, was wirklich geschehen ist, verge-hen meist Jahre.
2.7 „Elektro-Osmose“
Eine weitere Verfahrensvariante, die immer wieder in mehr oder weniger modifizierter Weise auf-taucht, ist die "Trockenlegungsart" mittels „Elektro-Osmose“ (mittels elektrischer Energie soll das Wasser in das Erdreich zurückgedrängt werden) oder anderer elektrophysikalischer Methoden.
Dabei sind viele Parameter entschlüsselt, die "Saugfähigkeit" der meisten Baustoffe ist gut er-forscht. Diese ergibt sich aus den Parametern:
• Anzahl und Lage der Kapillaren
• Durchmesser, nach Größe und Häufigkeit eingeteilt
• Oberflächenbenetzung der Kapillaren
Mit Hilfe von Versuchen läßt sich ermitteln, in welcher Zeiteinheit, wieviel Liter Wasser "aufge-saugt" werden, und außerdem, wie hoch diese Feuchtigkeit, in welcher Zeit aufsteigen wird.
All das sind klassische physikalische Werte. Die Ergebnisse sind verbindlich und nachvollziehbar. Von Fachleuten durchgeführte Kontrolltests bestätigen diese Ergebnisse eindeutig.
Um es kurz zu machen: In der Praxis funktioniert dies alles nicht. Um so erstaunlicher ist es, wie-viel „Fachleute“ auf diesen Hokuspokus immer wieder hereinfallen. Das Verfahren ist nur deshalb so ausführlich beschrieben, damit auch der auf dem Gebiet der Elektrophysik weniger versierte Hausbesitzer versteht, das nicht jeder, der sich als Spezialist ausgibt , auch wirklich sein Handwerk versteht.
Für Spezialisten zum Weiterlesen!
Wird nun die Saugfähigkeit ermittelt, ergibt sich aus den vorgenannten Fakten rein rechnerisch eine Saugleistung von plus/minus 60 Volt. Jetzt kann man sich im Einzelfall darüber streiten, ob nun 30 oder besser 90 Volt richtig sind. Auch einem Laien wird klar, dass eine größere Kraft aufgewen-det werden muss als die der Saugfähigkeit. Es ist somit absoluter Nonsens, mit irgendeinem elekt-rophysikalischen Verfahren, dessen Leistung z.B. 5-10 Volt geringer ist als die der Saugfähigkeit, einen signifikanten Effekt erreichen zu wollen. In nahezu betrügerischer Weise wird auch verspro-chen, mit sogenannten Erdstrahlablenkgeräten zum Teil primitivster Bauart eine Trockenlegung zu erwirken.
So gibt es noch andere bekannte Größen, die eine Funktion verhindern. z.B. das Zetapotential, näm-lich der Effekt, der dadurch entsteht, dass eine Ladungstrennung an den Kapillaroberflächen statt-findet, sobald Flüssigkeit in einer Kapillare transportiert wird. Dabei stehen die Effekte des Saugens die bei Ziegel und Kalkmörtel in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen.
Eine weitere Problematik ergibt sich aus dem bekannten Effekt, dass Wasser bei Anlegen von Spannungen von über 1,3 Volt zersetzt wird. Dabei kommt es zu einer Aufspaltung: An der Anode entsteht nasszierender Sauerstoff (sehr aggressiv) deswegen kommt es sofort zu einer Korrosion der Elektroden und an der Kathode wird Wasserstoff ( ab 4% = Knallgas) erzeugt.
Nun gibt es einige Sicherheitsbestimmungen, die auch am Bau einzuhalten sind, weil bei der Zer-setzung von Wasser auch Wasserstoff entsteht. Dieses Gas ist leichter als Luft; es muss dafür ge-sorgt werden, dass diese Räume ausreichend be - und entlüftet werden. Diese Anlagen unterliegen auch den Bestimmungen der VDE-Vorschriften.
Aber all dies interessiert die Vertreiber solcher Anlagen offenbar nicht. Doch keine Patentanmel-dung, auch keine goldene Erfindermedaille von der Messegesellschaft „X“ und erst recht kein Refe-renzschreiben des Herrn Pfarrer „Y“ aus „Z“ kann Fakten aus der Welt schaffen. Ebensowenig hilft eine schöne Urkunde mit einer sehr langen Gewährleistungszeit.
Viele Firmen sind sich ihrer unlauteren Machenschaften sehr wohl bewußt - und profitieren von der mangelnden Sachkenntnis der meisten Hausbesitzer.
Überraschungen sind programmiert!
Ein namhafter Hersteller hat 1995 in einer Broschüre für ein neues Injektionsmittel darauf hinge-wiesen, dass die meisten der auf dem Markt bekannten Produkte, die bisher eingesetzt wurden, ent-weder feuergefährlich, geruchsbelästigend, überteuert oder sogar extrem gesundheitsschädlich wa-ren. Die erheblichen Preisunterschiede stören angesichts dieser beängstigenden Auflistung kaum.
Nicht alle Injektionsmittel sind jedoch für die Unterbrechung der kapillaren Saugfähigkeit geeignet. Die Produkte, die heute angeboten werden, sollten von unabhängigen Prüfinstituten auf einwand-freie Funktion und Unschädlichkeit genau geprüft sein.
Neben den Hinweisen der Materialhersteller gibt es noch weitere Möglichkeiten, sich zu informie-ren, welche Produkte, Firmen und Berater weiterhelfen können.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Während bei mechanischen Trennungen eine sofortige Kontrolle des Erfolges (Motto: „Was abge-schnitten ist, wird auch trocken“) nachvollziehbar ist, ist dies bei Injektionsverfahren nicht so ein-fach möglich.
Im Labor funktionieren diese Verfahren meistens gut. Am Objekt ist eine Überprüfung des Erfolges oft erst Jahren möglich, bei ungeeignetem Einsatz leider auch der Mißerfolg.
3. Zu den Risiken
3.1 Erschütterungen, Setzungen und Rissbildung
Ein Verfahren, das hundertprozentig gegen alles hilft, dazu noch und außerdem preisgünstig ist und keinen Eingriff in das Mauerwerk notwendig macht, gibt es auch bei der Mauerwerktrockenlegung nicht. Es werden immer Kompromisse zu schließen sein. Entscheidend dabei ist immer Aufwand und Ergebnis.
So ist es z.B. dringend notwendig, darüber zu diskutieren, ob es ein erschütterungsfreies Verfahren gibt. Auch das Bohren von Mauerwerk kann nicht ohne Erschütterung ausgeführt werden. Ähnlich dem Zertrümmern von Ziegelsteinen mittels eines Abbruchhammers werden dabei in etwa gleiche Kräfte freigesetzt und „erschüttern“ das Mauerwerk.
Nur bei Holz oder Metall werden die Löcher durch Spanen erzielt. Bei der Bohrung eines Lochs mit 3 cm Durchmesser schlägt der Bohrkopf jeweils eine Fläche von > 5 cm² auf den Stein, um diese Fläche zu zertrümmern. Dies kann einfach nicht erschütterungsfrei sein. Eine ähnliche Belastung wird auch durch das Einschlagen von Chromstahlplatten erzielt. Bei einer Plattenbreite von 30 cm und einer Materialdicke der Platten von 1,5 mm ergeben sich ebenfalls 4,5 cm² Einschlagfläche, und das muss eben überwunden werden. Wobei es sicher von Vorteil ist, wenn der Mörtel weicher ist.
Ein Nachteil beim Einschlagen der Chromstahlplatten ist die Lärmbelästigung. Da es sich ansons-ten aber um ein sehr sicheres Verfahren handelt, kann man diese kurzfristige Störung akzeptieren.
3.2 Bewertung der „Erschütterungen“
Wer heute einem Bauherren einzureden versucht, dass das Mauersägeverfahren völlig erschütte-rungsfrei ist, macht keine korrekten Angaben.
So ist beim Sägen weniger das Problem des direkten Angriffs der „Sägezähne“ entscheidend, son-dern vielmehr die Entlastung des Mauerwerks einerseits und die Schwingung des Sägeblattes ande-rerseits. Beim Durchschneiden von z. B. 60-70 cm dicken Mauern muss der Sägeblattdurchmesser schon mehr als 150 cm betragen. Dabei tritt eine doch ganz erhebliche „Erschütterung“ bereits bei sehr geringer Unwucht auf.
Bei manchen Baustoffen ist das Sägen nur mit Wasserkühlung bzw. Wasserspülung möglich und deswegen nicht überall problemlos einsetzbar.
Beim Trennen (Herstellen eines Hohlraumes) ist noch zu bemerken, dass durch die unterschiedli-chen Belastungen eines alten Gebäudes, durch Setzungen oder Nutzungsänderungen, unterschiedli-che Lasten eintreten können. Diese weichen oft erheblich von den rein rechnerisch ermittelten Las-ten ab. Nach einem Sägeschnitt kommt es an einigen Stellen im Gebäude zu einer Entlastung und an anderen Stellen zu einer Mehrbelastung.
Die Verteilung der Lasten wird, bedingt durch den Sägeschnitt, kurzfristig durch Auskeilen und Auspressen vom angrenzenden Mauerwerk aufgefangen. Andere Be- oder Entlastungen können je-doch nicht wieder aufgebaut werden.
Es wird sich ein neues "Gleichgewicht" einstellen. D.h. konkret: An Bereichen, wo gegenwärtig mehr Lasten sind, werden weniger und wo weniger waren, werden mehr. Durch diese neue Belas-tung kann es durchaus zu Entspannungen oder Rissen im Gebäude kommen. Diese Risse können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten.
3.3 Risse im Gebäude
Es soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass selbst kleine Risse an einem Gebäude sicherlich einen Schaden (Mangel) darstellen, jedoch wird dieser oft überbewertet. Wer alte Häuser genauer inspiziert, wird auf der Such nach kleinen Spalten und Rissen schnell fündig. Insbesondere in Sturzbe-reichen, an Türen und in Fensternähe sind Risse immer sichtbar.
Wenn Spundwände in unmittelbarer Umgebung des Gebäudes eingerammt werden, treten allerdings wesentlich mehr Erschütterungen und Rißgefahren auf.
Auch beim Verdichten von Baugruben oder im Straßen- und U-Bahnbau sind erhebliche Belastungen auch noch in der weiteren Umgebung festzustellen.
Wenn Sie mit Anbietern darüber diskutieren, welche Verfahren sicher sind, werden Sie schnell fest-stellen, dass die Argumente dieser Anbieter meistens darauf abzielen, nur ihre Verfahren seien gut, während sie alle anderen Verfahren und Firmen jedoch negativ bewerten. Diese seien zu teuer, sie beschädigten das Haus, es gäbe Risse usw.
Größte Vorsicht ist sicher gegenüber solchen Anbietern geboten, deren Argumentation nur auf langjährige Garantie aufgebaut sind und die mit eindrucksvollen Urkunden werben.
Die besten Referenzen nützen wenig, wenn Sie nicht mindestens einen Zeitraum von 5-10 Jahren abwarten, denn vorher ist eine Überprüfung nur in den seltensten Fällen möglich. Wer weiß schon, wie das Objekt vorher "belastet" war.
4 Die Wahl des geeignetsten Verfahrens und einer zuverlässigen Fachfirma
Wer hilft bei der Lösung der Probleme, nämlich einen feuchten Keller trockenzulegen oder eine Querschnittsabdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk herzustellen oder den Hausschwammschaden zu beseitigen?
Natürlich kann man sich an die Handwerkskammern, Bauinnungen, Verbraucherverbände oder an das eine oder andere Bauzentrum wenden. Sie sollten Ihre Erwartungen al-lerdings nicht zu hoch ansetzen . . .
Doch ist es sicher nicht ausreichend, sich drei oder vier Firmen aus dem Branchenbuch herauszusuchen. Eine sorgfältige Schadensuntersuchung tut not, als nächstes die Wahl eines geeigneten Verfahrens zur Abhilfe.
5 Eine neue Berufung: Fachingenieur für Altbau - Instandsetzung
In den Fachhochschulen wird erst seit wenigen Jahren auf die chemischen und physikalischen Aspekte der Altbausanierung eingegangen. Der Erfahrungsschatz ist also noch eher spärlich. Es bleibt Ihnen also nicht erspart, nach wie vor viel Zeit dafür aufzuwenden, die richtige Firma auszusuchen! Bedienen sich erfahrener freier Ingenieure oder Architekten, wobei Sie sich zuvor die von ihnen bereits sanierten Objekte genau an¬sehen sollten.
Erkundigen Sie sich auch bei Nachbarn und Bekannten, die bereits einschlägige Erfahrungen in Sachen Mauertrockenlegung gemacht haben, wie abgedichtet wurde und wie hoch die Kosten waren. Ob allerdings genau die gleichen Voraussetzungen wie an ihrem Objekt vorhanden sind, ist nicht so einfach zu ermitteln. Selbst wenn zwei Häuser in der gleichen Straße Feuchteschäden aufweisen, muss es nicht die gleiche Ursache haben.
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6 Literatur
WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.) Merkblatt (Nr. 4.4.96) Mauerwerksinjektion und 4-7-02/D
Nachträgliche Mechanische Horizontalsperren
diese sind zu beziehen bei der Geschäftsstelle: Edelsbergstr. 8, 80686 München, Tel.089 / 57869727; Fax. 089 / 57869729
Kurzfassungen aller Merkblätter sind im Internet abrufbar: http://www.wta.de.
e.mail wta@wta.de



Wand trockenlegen



Hallo Claudia,
zuerst interessierte mich, wo das Wasser in Ihrer Mauer herstammt, also von wo es in die Wand hineingelangt.
Um eine Wand von unten trockenzulegen, können sie auch einen traditionellen Weg nehmen.
Allerdings muss sichergestellt sein, dass es nicht an die Wand regnet und kein Wasser von oben hineingelangt.
Dann ist wichtig, ob eine wasserführende Schicht im Gefälle an die Wand stösst oder ähnliches.
Kommt das Wasser von aussen, legt man traditionell eine Drainage in Höhe der Fundamentunterkante an, ca. 30cm vor der Mauer entlang, leichtes Gefälle, damit das Drainagerohr das Wasser auch abführt, in einen Gully o.ä., oben auf das Rohr kommt Schotter (schön verdichten), den man gegen Regen mit Platten abdecken kann, muss aber nicht sein, nur luftoffen nach oben. Das Ganze lückenlos um das Haus herum, schon sollte es besser sein, haben schon Wände bis 2m nass getrocknet, allerdings mit Innendrainnage dabei.
Dazu wird im Haus direkt an der Mauer innen ein Kanal 30cm breit gebuddelt, flacher als aussen. Unten stellt man Ziegel schräg gegen die Mauer, oben Schottern, dann der Fussbodenaufbau.
In diesem Kanal zirkuliert die Luft, die einen Einlass an der einen Seite des Zimmerbodens hat, das andere Ende des Kanals führt man in den Schornstein, so hat es dort ständig Zug.
Extra nasse Wände (bei Erdhöhe an der Mauer o.ä.):
Wenn man hier innen eine dünne Innenwand (Ziegel, Kalkmörtel, Kalkputz, Kalkweiss) setzt und oben schliesst, kann man mit Schornsteinzug den ganzen Zwischenraum belüften, also Wände grossflächig trocknen und hat ein lustiges Wandbord.
Von Horizontalsperren und Einspritzungen weiss ich nur, dass es nichts umsonst gibt.
Drainagen können sie selber und einfach herstellen, Schaden tut es jedenfalls nicht.

Und Referenzen kann ich Ihnen für mindestens 15 Jahre tadellose Funktion bringen wenn nötig, wir haben viele Freunde und Verwandte, die Ihre Bauernhäuser so trockengelegt haben.

Alles Gute und viel Erfolg!
Jan



Vielen Dank schon mal



für die drei schnellen Antworten !
Herr Trzeczak ist demnach für die mechanische Abdichtung (Horizontal), aus Herrn Bromms Artikel lese ich auch eine Tendenz in diese Richtung heraus, Herr Schubert empfiehlt eine Drainage . Grundsätzlich habe ich auch eher Vertrauen in diese "mechanisch nachvollziehbaren" Methoden als in chemikalische.
Hier nochmal der genaue Aufbau :
Es handelt sich um einen Keller, der nur ca. 60-80cm im Erdreich liegt, es gibt offensichtlich keine Horizontalsperre, außerdem auch keine vertikale Abdichtung zum Erdreich. Der umgebende Hof ist mit "Hundeknochen"/Betonformsteinen) gepflastert. Eine Drainage gibt es dort nicht. Ansonsten gibt es eigentlich keine möglichen anderen Quellen für die Feuchtigkeit, diese Hausseite liegt eher geschützt, Schlagregen usw. fällt praktisch aus, defekte Fallrohre usw. ebenfalls.
Die Wand an sich macht schon einen festen und stabilen Eindruck, oberflächlich bröseln die Ziegel und der Mörtel allerdings schon. (Wobei die Ziegel von schlechter Qualität sind und der Mörtel fast nur aus Sand und Lehm besteht....)
Im Keller selber ist die Feuchtigkeit eigentlich auch kein Problem, aber eben im darüberliegenden Wohnraum (der als solcher gar nicht genutzt werden kann).Außerdem hält wie gesagt kein Außenputz....
Bin auf weitere Antworten gespannt !



Hof gepflastert



Wenn der Hof gepflastert ist, müsste man wissen, womit unter dem Pflaster ausgekoffert wurde.
Allgemein ist aber ein Pflaster bis an die Mauer schon ein guter Grund, misstrauisch zu sein, wenn ein Ziegelkeller drunter ist, auch ein halber...

Technisch ist nichts gegen den feuchten Ziegelkeller zu sagen, der steht bei uns auch schon 140 Jahre. Allerdings liegt unsere wasserführende Schicht tiefer, so dass der Keller erst 80cm unter Aussenniveau feucht wird.

Ich würde in Ihrem Fall unter das Pflaster gucken, Drainage aussen in Höhe Kellerunterkante legen und abwarten, ob sich was verändert. All die technischen Spezialitäten können Sie sich dann immer noch zulegen.
Alles Gute
Jan



Hallo Jan,



unter dem Pflaster kommt erst mal eine Schicht (ca. 10 cm) grober Splitt, darunter feiner Splitt und nach ca. 30-40 cm Erdreich. (Habe an mehreren Stellen Löcher gebuddelt, um Rosen zu pflanzen, daher weiß ich das)



Pflaster II



Ja, dann wie gesagt, Drainage und warten, und am Haus beobachten.
Alles Gute
Jan



Warum sollte eine Drainanlage nur gut sein?



Ich halte nichts davon in diesem Fall ein Haus von außen aufzugraben um eine Drainanlage einzubauen.
Drainanlagen bei einem Neubau können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn das Hangwasser dadurch abgeleitet wird.
Bei einem Altbau gibt es meist mehr Probleme als Vorteile.
Man soll bedenken, dass das Wasser durch eine Drainanlage auch überall verstärkt an die Wände geleitet wird. Weiter warum erst Wasser einleiten um sich dann Gedanken zu machen, dass es auch immer wegläuft. Kontrolle und Wartung – wer macht dies nach einigen Jahren?
Hat sich schon jemand Gedanken zu den Erschütterungen durch das Auffüllen und Verdichten gemacht?
Und was passiert, wenn das Mauerwerk freigelegt und somit von Erddruck entlastet wird?
Es gibt noch viel mehr Probleme die durch solche Arbeiten entstehen können.
Also ob so ein Vorschlag immer gut ist? Ich habe jedenfalls dafür kein Verständnis.



mmmmh, bin jetzt völlig verwirrt.....



klar,Erschütterungen wird es geben, aber die gibt es auch beim "Blecheinschlagen".
Ein Hanglage haben wir übrigens überhaupt nicht, unser Hof ist völlig eben.
Wenn wir den Hof abschnittsweise aufgraben und dann eine Vertikalsperre mit Bitumen usw. anbringen, ob das wohl schon was nützen würde ? Aber dann gibts ja immer noch keine Horizontalsperre....seufz!
Bei all dem sitzt uns halt auch immer der finanzielle Druck im Nacken. Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich mir die Fachleute reihenweise durchs Haus spazierenlassen. Aber wo nix ist.....
Der vordere Teil unseres Hauses (Fachwerk, um 1600 erbaut) ruht übrigens auf einem spätmittelalterlichen Bruchsteinsockel , der ist sowas von trocken ! Wieso mussten die auch den hinteren Teil durch diese blöden Ziegel ersetzen, die das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen....grummel!



Nachgedacht



Ideen und Machbarkeiten gibt es derer Viele.
Doch sollte man stets Aufwand zu Nutzen betrachten.
Hier einmal ein ganz anderer Lösungsgedanke.
belüftete Außenkellerkonstruktion mit Kokosmatten und Wellzementplatten

Grüße Udo



Kaum zu glauben auf welchen Unsinn man kommt, oder es waren die alten Aspestplatten die es zu entsorgen galt.



Was sollte mit diesen Platten abgehalten werden? Das Wasser von innen nach außen oder von außen nach innen?
Die Stöße sind nicht dicht und von unten kommt auch das Wasser durch.
Und wenn dann noch „umweltschonende“ Kokosfasern verwendet werden, dann ist der Fäulnisschaden vorprogrammiert.
...............
Zu den "Erschütterungen" es ist schon ein Unterschied ob eine Einwirkung waagerecht oder senkrecht auf ein Gebäude bzw. Bodenfläche einwirkt.
Wobei die Massenträgheit der Wände und die relativ kleinen Abschnitte beim Einschlagen von Chromstahlplatten zu bewerten ist.
Ich führe seit 1978 dieses Verfahren jedenfalls mit großen Erfolg aus.
Bei allen anderen Verfahren bin ich mir nicht immer so sicher.



Erschütternd



Hallo Claudia,
Sie sehen das ganz richtig, natürlich buddeln Sie nicht das ganze Haus aus und legen dann Drainagen; gerade diese Trocknung kann jemand mit einem Spaten leicht und allein Stück für Stück arbeiten.
Erschütterungen treten keine auf, es ist eine TRADITIONELLE Methode, verdichten tut man mit einem Handstampfer schichtweise und nicht mit mechanischen Verdichtern. Soll ja kein Fundament werden, sondern sickern.
Auch läuft kein Wasser an die Mauer, denn die Drainage wirkt ja auch nach innen und trocknet den Bereich zwischen Mauer und Drainage (aussen lassen Sie ja Platz zur Mauer).
Wie schon beschrieben, läuft das Ganze auch innen sehr ruhig ab, da diese Grabungen nie den Fundamentfuss erreichen, das Level soll eben deutlich höher liegen als aussen. Wichtig ist wirklich, dass Sie innen Zug haben.
Ich finde es sehr gut, wie Sie sich nicht verunsichern lassen - die Praktikerin denkt mit und sortiert Unbrauchbares aus...
Prima!
Alles Gute
Jan



Die Frage ist doch nicht ob mit der Hand gestampft wird...



Es geht doch darum, ob überhaupt eine Drainanlage Sinn macht!
Da ich mich dazu klar geäußert habe und in diesen Fall keine Verbesserung erkenne, rate ich ab.
Aus.
Mich wundert schon wo Jan seine Erfahrungen her hat und ob (wenn auch alles großgeschrieben) TRADITIONELLE Methoden immer gut sind.
Ich jedenfalls kann mit guten Gewissen auf sehr viele instandgesetzte bzw. trockengelegte Gebäude verweisen.
Richtig ist, der Aufwand sollte immer ein positives Ergebnis bringen, aber ob hier nicht falsche - nämlich überzogene Masnahmen empfohlen werden?





Mit einem Ignoranten disputieren wollen ist wie der Versuch, unter Wasser mit einer Hand ein Stück Seife zu fangen oder ein Nilpferd mit einem Schulterwurf flachzulegen.
Werner Friebel, (*1958), freiberuflicher Autor, Musiker und Lehrer



Eieiei,


Eieiei,

jetzt geht's aber ab hier....
Eine einheitliche, für alle gültige Meinung/Lösung wird es hier sicherlich nicht geben, habe ich aber auch nicht erwartet.
Aus den hier abgegebenen Beiträgen und dem nettem Telefonat, das mich gestern erreichte, kann ich aber immerhin FÜR MICH folgenden Schluss ziehen :

1.ist es vermutlich weder nötig noch sinnvoll , die Wand mit stark invasiven Methoden von jetzt auf gleich komplett trockenzulegen, sie ist immerhin seit 1847 nass. Jedoch wurde in den 70er Jahren unser Hof mit Betonsteinen gepflastert und vermutlich seit dieser Zeit steigt das Wasser höher und hat den über dem Keller liegenden Wohnraum erreicht und das muss auf jeden Fall unterbunden werden.

2. Die von Herrn Bromm favorisierte Methode mit dem Blecheinschlagen ist verlockend, weil nachvollziehbar und sicher, kommt vermutlich aber aus finanziellen Gründen leider nicht in Betracht :-( (Wobei mir doch gewisse Bedenken hinsichtlich der brachialen Arbeitsmethode bleiben)

3.Ich sehe uns im Sommer schon Gräben buddeln.....immer nur abschnittsweise. Wie wir dann weiter verfahren, ob wir "klassisch" mit Bitumen usw. abdichten oder ob wir den ungewöhnlichen aber für mich dennoch nachvollziehbaren "Öko-Weg" gehen und so für eine Belüftung des Sockelbereiches sorgen werden , weiß ich noch nicht. Die Drainanlage im Außenbereich hört sich einerseits logisch an, aber ich kann genausogut die Bedenken dagegen nachvollziehen. Im Inneren des Kellers kommt sie wegen des dort verlegten Betonbodens nicht in Frage.
Grundsätzlich werden wir aber wohl erst mal versuchen , dem Wasser den vertikalen Weg abzusperren und mal schauen, was passiert.

Jetzt hätte ich aber nochmal eine Frage: Wir haben vor einigen Jahren den Putz abgeschlagen, damit das Mauerwerk "trocknen" kann, was aber in keinster Weise passiert. (Klar, von unten saugt es ja weiter Wasser an).
Mittlerweile haben sich auf den untersten 3-4 Steinreihen sogar Algen angesiedelt, quasi ein Feuchtbiotop :-(

Selbst wenn wir jetzt eine Abdichtung in irgendeiner Form anbringen , dauert eine Trocknung vermutlich auch lange. Sollte das Mauerwerk freibleiben oder durch einen diffusionsoffenen Putz vor Regen usw. geschützt werden ?

Ich wünsche den Herren (gibt's hier auch Damen ?)ein friedliches Wochenende ;-)

Anbei mal ein Bildchen von der "Schokoladenseite" unseres Hauses:



Oft ist es besser ein Objekt mit Bild zu bewerten



Wenn ich dies auf dem Bild links richtig sehe, ist der Abstand zum Nachbargebäude nicht weit.
Ob hier das Aufgraben so ohne Probleme auszuführen ist?
Weiter was soll den der Ökotip mit dem ablüften bewirken.
Dies erinnert an die "Knappschen" Röhrchen die sehr viele alte Gebäude noch aufweisen. Dabei sollte Luft für eine Trocknung sorgen, aber alles was oben abgesaugt wird kommt doch um so schneller nach. Und das Hauptproblem ist doch nicht die Feuchte sondern das Salz was verstärkt mitgesaugt wird.
Dies sollte nicht das Ziel sein.



Der Ziegelsteinbereich



befindet sich nur im hinteren Teil des Gebäudes, hier im Bild nicht sichtbar.(Nach vorne ist ja der wundervolle trockene Bruchsteinsockel) Da ist kein Nachbar im Weg.
Die "Belüftung" hätte immerhin den Effekt, dass in der vertikalen Ebene das Erdreich nicht mehr direkt mit dem Sockel Kontakt hat, folglich könnte das Mauerwerk hier nicht mehr saugen. (So mein laienhafter Gedankengang).

Kann man den für die Methode des "Blecheinschlagens" in etwa einen Preis pro Meter angeben ? Ich habe überhaupt keine Vorstellung, was das kosten würde ?



Der Preis für das Einschlagen der Bleche ist pro qm...



ca. 230 €.
D. h. Länge der zu bearbeiteten Wände und Dicke ergibt qm.
Dazu evtl. noch Einrichtung bzw. Anfahrt = ca. 300 €.



Wenn ich ein Vöglein wär.....



Ja, Frau Junghans.

So viele Varianten werden Ihnen angeboten.

Wenn ich ich nicht zu weit weg wäre, hätte ich mir schon längst Ihr Haus angesehen, um vor Ort zu einer Erkenntnis zu kommen. Ihrem Bild nach könnte das Mauersägeverfahren mit einer Kettensäge die Lösung sein. Ich kann nicht nachvollziehen, dass dabei Risse entstehen sollen, wenn nur vorschriftsmäßig abschnittsweise gearbeitet wird. Wenn es es ein bedenkliches Verfahren wäre, würde es auch kein WTA-Merkblatt geben das zum Inhalt die vorschriftsmäßige Ausführung hat und man dürfte ja auch kein Fenster nachträglich mehr einbauen, wo so ohne weiteres mal 1,20 Meter Mauerwerk geöffnet werden. Diese Arbeiten müssen natürlich durch einen Fachbetrieb erfolgen, der über ausreichende Erfahrungen verfügt und diese Methode kommt ja auch Weltweit seit über 100 Jahren, wie mich wiederhole, erfolgreich zur Anwendung.



Mit Freundlichen Grüßen

Reinhold



Hallo Herr Trzeczak,



was kann man denn für das Mauersägeverfahren (in Etwa !) pro Meter oder m2 veranschlagen ?



Hier nochmal 2 Bilder


Hier nochmal 2 Bilder

Das erste zeigt besagtes "Feuchtbiotop"



und hier das zweite:



Der wunderschöne Bruchsteinsockel im vorderen Teil des Hauses, stammt zum Teil noch aus dem MITTELALTER und ist pupstrocken ! Bei feuchter Witterung zeigt sich direkt über dem Boden mal eine leichte "Wasserkante", die aber schnell wieder verschwindet. (Zur Zeit sichtbar, siehe linker unterer Bildrand)





Hallo Claudia,
Sie hatten weiter oben geschrieben,dass auf besagtem Stück Mauer kein Putz hält. Falls Sie es trotzdem Verputzen wollen, ist ein Kalkmörtel grob geworfen, mittel gezogen und fein abgerieben, dann einfach Kalkanstrich. Vom allseits bekannten Konrad Fischer "Kapillarpumpe" genannt, ist dies ein wirksamer Opferputz, der auch Schlagregen abhält. Wichtig ist, die Körnung der einzelnen Schichten zu beachten.
Nach Ihrem Foto des (leider zu kleinen) Auschnittes der hinteren Wand würde ich unbeding eine Aussendrainage empfehlen, nur an dieser Wand, im Zweifelsfall eben nur dreiviertelmetertief, dann mit einem Opferputz die Wand wetterfest machen und beobachten, wie sich das Ganze verhält. Gefälle beachten, denn auf den Bildern liegt Ihr Haus an einem leichten Hang?
Vertikalsperren wie das Kokoswolle-Foto oder auch Bitumen Isolieren das Problem - in der Mauer. Ausserdem graben Sie dafür direkt die Mauer an, und müssen auch erst mal wissen, wo das Wasser herkommt.

Alles Gute
Jan



@ Jan F. Schubert



Wenn Sie aussagen, daß die Variante mit der Kokosfasermatte den Baukörper Abdichten würden (verschließen!), mangelt es uns an Vorstellungskraft.
Kokosmatten sind verottungsfest und komplett atmungsaktiv (man kann mit dem Mund hindurchblasen!!).
Somit ergibt sich unweigerlich eine Atmungsebene, über die durch das entstehende Dampfdruckgefälle die Baukörperfeuchte entweichen kann.
Die davorgestellte Wellzementplatten sollen nur ein Zuschwemmen dieser Ebene verhindern!
Diese spezifische Lösung konnten wir schon mehrfach uns anschauen und mußten feststellen, daß in keinster Weise Feuchte Kellerwände vorzufinden waren.
Ob im Neubau, wo noch enorme Baufeuchte im Mauerwerk ist oder im Sanierungsbereich, wo es um Austrocknung von eingetretener Feuchte geht.
Einen ganz normalen Kalkputz auf die Außenwand aufgebracht und fertig.
Eine Bitumenbeschichtung macht zur voranbesagten Variante unweigerlich das Bauteil dicht.

Grüße Udo



Etwas das mich stutzig macht, woher weiß denn die Kokosmatte, dass sie atmen muss?



Wie soll denn eine Wasserdampfabgabe nur von der feuchten Wand erfolgen?
Ist es nicht auch so, dass die Feuchte auch eindringen kann, je offenporiger so ein Material ist?
Wieso sollte Kokosfaser verrottungsfest sein?
Mir ist bekannt, dass insbesondere im feuchten Milieu organische Materialien besonders schnell faulen.
Und auch wenn ich mich wiederhole, warum soll den das Wasser eingeleitet werden - egal ob durch eine Drainanlage oder die Kokosmatte?
Dann doch lieber den Naturstein aber auch den Ziegel feucht lassen, denn hier fault nichts. Weder Stein noch Mörtel.
Und die Wand atmet auch nicht! Braucht sie auch nicht, denn sie ist anorganisch und tot.
.
Und wenn der Keller innen feucht ist, dann kann von innen abgedichtet und notfalls auch gedämmt werden und dies kostet nur einen Bruchteil jeder Außenmaßnahme.



Für die Frauenquote



Muss jetzt doch mal meinen laienhaften Senf dazu geben.
Also, bei uns war es so: Das Haus, welches wir gerade renovieren, ist vor ca. 20 Jahren fachmännisch und denkmalgerecht saniert worden. Nun erzählte uns unser Mieter, der schon seit 40 Jahren hier wohnt und auch die Bauarbeiten hautnah erlebt hat, dass seine Außenwand immer feucht war. D.h. feucht, ab dem Zeitpunkt, als er um das Haus Betonplatten gelegt hatte. Nun sollten diese Beton-Gehwegplatten laut Aussage des damaligen Architekten weg, da sich das Regenwasser dort immer fleißig sammelte und die Mauersteine schön vollsaugten. Daraufhin wurde eine Drainage um das Haus gelegt und zusätzlich auf eine Breite von etwa 1/2 Meter Kieselsteine geschüttet. Jetzt kann das Wasser wunderbar langsam versickern und Überschüssiges über die Drainage weit weg vom Haus geführt werden.
Und Sie werden es kaum glauben. Das Haus ist absolut trocken- kein Schimmel - selbst in der anderen Wohnung, die mehr als ein Jahr nicht bewohnt wurde. (Wir lieben dieses Haus!!!)
Vielleicht hilft Ihnen meine kleine Geschichte. Hab mich sogar gerade in die Kälte gewagt, um ein Foto zur Veranschaulichung zu knippsen.

Schönen Gruß
Stefanie Labbow

Moment, muss Bild noch ins Profil laden



Bild



Hoffe es ist das richtige Bild, habe nämlich ausversehen erst ein falsches erwischt/geladen, sie aber dummerweise gleich benannt.



Grüß Gott Stefanie, wieso ist da Wasser am Sockel ?



Normalerweise ist da mehr Schnee oder Eis.
Auch wenn Sie hier einige Empfehlungen von Ihren Arbeiten an Ihrem Haus mitteilen, es ist immer problematisch, dies auch für ein anderes Haus zu übertragen.
Denn ist es tatsächlich das gleiche Problem?
Zum Einbau einer Drainanlage nur soviel: am Neubau wo angebracht ja - am Altbau aber eher nein.
Warum dies, habe ich weiter oben erläutert.



Wasser am Sockel



Vielen Dank an Stefanie,
die anschauliche Erläuterung sollte eigentlich reichen, die Sachlage zu verstehen und Fragesteller zu informieren.
Allen anderen kann wohl nicht mehr geholfen werden...
Das Betonplattenproblem illustriert die Frage zu Claudias Hinterwand passend.
Schönen Dank und alles Gute
Jan





..am Sockel ist getauter Schnee! Normalerweise ist da überhaupt nicht mehr Schnee, denn der Dachüberstand verhindert dies. Siehe Bilder. Eine Drainage ist für jedes Haus gut! Ist ja logisch. Unser Haus ist Baujahr 1832 und die Drainagelegung wurde von einem Architekten mit Absprache der Denkmalbehörde empfohlen und Ausgeführt.
Ich habe anhand der Bilder von Frau Junghans parallelen zu unserem Projekt gesehen und wollte dies hier nur äußern oder zählt nur Ihre Meinung?



Drainage



Kann mich meiner Vorrednerin nur wieder mal anschliessen, haben viele befreundete Architekten und Bauingenieure zu diesem Thema befragt, hauptsächlich die älteren bzw. mit der Altbausanierung befassten konnten damit etwas anfangen. Übereinstimmend wurde das Verfahren aber durchweg positiv aufgenommen, auch hinsichtlich der Schonung von Substanz, Geldbeutel und Wohnkultur.
Einfache Lösung - preiswert und effektiv.
J.F. Schubert



Warum sollte eine Drainanlage nur gut sein? [forum 48670]



Hallo,

mir geht das Ganze nicht aus dem Kopf!

Herr Edmund schreibt:
"Man soll bedenken, dass das Wasser durch eine Drainanlage auch überall verstärkt an die Wände geleitet wird."
Das stimmt so einfach nicht. Die Drainage soll eben dies verhindern. Das Wasser sickert viel schneller nach unten durch die Kieselsteine oder Kiesschicht, sammelt sich in dem Drainagerohr und kann so von der Wand weggeführt werden. Das wird durch Betonplatten oder auch einen zu dichten lehmigen Boden verhindert. Wenn es unbedingt ein gepflasterter Hof bleiben soll, dann müsste man ein Gefälle vom Haus weg einplanen, so dass auf diese weise das Wasser ablaufen kann.

Nochmal zu Herrn Edmund.
"Weiter warum erst Wasser einleiten um sich dann Gedanken zu machen, dass es auch immer wegläuft. Kontrolle und Wartung – wer macht dies nach einigen Jahren?"
Wie ich ja bereits erwähnt habe, fand die Sanierung und Drainagelegung vor 20 Jahren statt. Also sind schon ein paar Jährchen vergangen – das spricht doch für sich!

Alles Gute



Dem kann ich zwar zustimmen, aber



wo ist eine Ableitung von Wasser - immer und ausreichend möglich. Bei Hanglagen, ja, aber sonst?
Dies gilt auch nicht bei allen Bodenarten im flachen Gelände.
Wo kann das Wasser da abgeleitet werden?
Ich erlaube mir einmal nachzufragen, wer schaut schon einmal nach, wenn es stark regnet?
Diese Leistungen sind sicher nicht so aus der Ferne zu bewerten, deswegen gibt es auch Fachplaner und nicht umsonst - auch Normen und Regelwerke.
Und hierbei sind oft nur die Mindestangaben gemacht, d.h. eine Bewertung sollte - auch in solchen Fällen nur ein Fachmann/frau vornehmen.
Nicht mehr und nicht weniger. Nicht unnötigen Aufwand betreiben.
Und weiter, was an Einem Objekt gut ist, kann man nicht immer verallgemeinern.
Aber es würde mich schon interessieren warum am Sockel das Wasser schmilzt. Könnte hier eine zu hohe Temperatur dafür "verantwortlich" sein?
Was ist denn für eine Heizung an dieser Wand.
Hier frage ich deswegen nach, weil ich im Moment an einem Münchener Objekt die selben Erscheinungen habe.
Und dazu folgende Temperaturmessung: außen - 11° Wandoberfläche + 6° und hier frage ich mich, ob dies so richtig ist.



@ Herrn Bromm Eduard



Drainage (Bau) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:

Unter einer Drainage, auch Dränage oder Dränung versteht man im Bauwesen das unterirdische Abführen von Wasser mittels gelochter Rohre zum Feuchteschutz von Bauwerken bzw. bebauten Flächen.
Während noch in 1950er und 1960er Jahren nicht glasierte, poröse Tonrohre in den Boden eingelegt und mit Schlacke umhüllt wurden, finden heute bautechnisch leichter verlegbare und auch dauerhaftere, an der Oberseite perforierte Schläuche als Drän- oder Drainagerohre Verwendung. Um die Drainagerohre ist eine abgestufte Gesteinskörnung zu verlegen, damit ein Versanden vermieden und damit die Funktionsfähigkeit der Drainage erhalten bleibt.
Eine funktionsfähige Drainage besteht aus einer den gesamten erdreichberührten Bauteilbereich umgebenden wasserdurchlässigen Schicht (Flächendrainage) und einem Rohrleitungssystem zum Ableiten des dort anfallenden Wassers.
Die flächige Drainage kann zum Beispiel durch Kiesschichten mit definierter Kornverteilung oder spezielle Bauprodukte, wie Drainungsdämmplatten für Kelleraußenwände hergestellt werden. Bei Bauwerken, deren Grundfläche 200 m² unterschreitet, kann auf eine Flächendrainage unter dem Bauwerk verzichtet werden.
Dünnere Drainagerohre (bis 50 mm) bezeichnet man als Sauger, dickere Rohre als Sammler (in der Regel über 100 mm), geschlossene Rohre sind Ableiter. Das sich in der Flächendrainage ansammelnde Wasser wird in ein Rohrleitungssystem (Drainagerohre) eingeleitet, an einem Tiefpunkt gesammelt und von dort zum Beispiel mit Hilfe einer Pumpe (Hebeschacht) oder wenn möglich mit natürlichem Gefälle in die Vorflut eingeleitet.
In der Regel wird eine Drainage vom unteren Ende gespült. Am oberen Ende der Drainage ist häufig eine zusätzliche Spülmöglichkeit vorgesehen. Die Anforderungen an eine funktionsfähige Drainage sind in DIN 4095 festgelegt. Die landwirtschaftliche Dränung ist in der DIN 1185 Blatt 1-5 geregelt.
Funktion
Durch ein planmäßiges Abführen des am Bauwerk anstehenden Wassers wird insbesondere eine Druckwasserbeanspruchung (drückendes Wasser) auf die eigentliche Bauwerksabdichtung vermieden. Dadurch kann die Anforderung an die auszuführende Bauwerksabdichtung reduziert werden...

Alles Gute

Jan



Hallo Herr Schubert was wollen Sie damit sagen?



Glauben Sie denn im Ernst ich weiß dies nicht.
Ich bin zwar auch nicht allwissend, aber was gegen Feuchte Wände zu unternehmen ist, davon habe ich allerdings ein fundiertes Fachwissen.
Und mein Vorteil ist, dass ich nicht abschreiben muss.
Da ich im Moment keine Zeit habe, belasse ich es dabei.



So, meine Herren,



nochmals vielen Dank für die vielen Beiträge, und natürlich Danke auch an Stefanie!
Wie in vielen Bereichen des Lebens, so finden sich anscheinend auch hier 2 grundverschiedene Meinungen und durch noch so viele Diskussionen wird man den andersglaubenden nicht überzeugen können :-)
Belassen wir es doch jetzt einfach mal dabei.
FÜR MICH steht jedenfalls fest, dass ich einen Fachmann draufschauen lassen werde und dann wird es wahrscheinlich auf die "rabiate" Methode mit der Horizontalsperre hinauslaufen, denn dann sind wir auf der sicheren Seite. Wir haben an unserem Haus schon so einige Fehlschläge hinnehmen müssen, bei denen sich erst nach einiger Zeit herausstellte, dass mühsam geleistete Arbeiten quasi umsonst waren.
Vielleicht würde es auch mit einer Drainage alleine ausreichen, aber vielleicht auch nicht.....
Und ich wollte auch noch mal was anderes im Leben machen :-)



Noch mal aud diesem Wege...



Claudia, nichts für ungut – Du machst das schon.
Werde mich anschließend auch wieder den schönen Dingen im Leben zuwenden.

Aber ich muss doch Herrn Bromm Edmund oder Edmund Bromm noch mal Antworten.

Die nassen Außenwände kommen einfach von den aktuellen Tages-Temperaturen von 0 Grad, d. h. nachts schneit es und am Tag schmilzt es wieder, so ist das bei und im Norden. In den Innenräumen ist es nicht viel wärmer, da dort die Heizung nicht mehr funktioniert.

MfG
Labbow



Auch damit kann ich leben, dass andere Meinungen und auch Kritik gut ist..



Ich hatte ja nur darauf verweisen wollen, dass eine Drainanlage auch Probleme machen kann.
Ganz aktuell ist im Forum: http://www.bau.de/forum/keller/1946.htm jemand der auch mit seiner Drainanlage Schwierigkeiten hat.
Und damit auch ein schönes Wochenende.



Sickerschacht



Im oben genannten Beitrag wird über ein Drainageproblem mit Sickerschacht berichtet, diese Version stand allerdings hier nie zur Debatte, ist auch nicht risikofrei, da stark vom Bodenaufbau und den wasserführenden Schichten abhängig.

Alles Gute mit der Horizontaldurchdringung und den dann trockenen Wänden!

Jan



Vielleicht



bringt es was, den Hof zu "entpflastern"?

Unser Haus hatte auch mal Feuchte Wände (das sieht man an der 1-3. Schicht Tapete, die wir jetzt entfernt haben - Schimmel bis ca.60cm Höhe). Unser Bruchsteinfundament wurde damals vom Vorbesitzer "trockengelegt" durch nachträgliches Einziehen einer Betonfundamentplatte plus Bitumen-Anstrich von außen. Eine Seite wurde jedoch nicht mit Bitumen angestrichen, da wohnte ein Nachbar der sich weigerte seine Hofseite aufgraben zu lassen. Auf dieser Seite ist die Kellerwand immer noch etwas feucht, und der Innenputz bröselt ab (den machen wir aber sowieso runter). Für mich ist das ein Beweis, dass Außenabdichtung sehr wohl was bringt.
Diese komischen Röhrchen sind auch in den Steinen, aber da meint der Vorbesitzer selbst, es hätte nichts gebracht.

Vielleicht hilfts?
Gruß kate



Hallo Kate,



ich denke auch, dass das Pflaster mit eine Rolle spielt. Der Hof wurde in den 60er oder eher 70er Jahren mit Betonpflaster "dichtgemacht".
Es gibt zwar ein Gefälle in Richtung Kanalisation (klar), aber das Wasser läuft dabei parallel zum Haus.
Irgendwann werden wir den Hof sicherlich mal aufreißen und "versickerungs-"freundlicher gestalten. Aber vorher muss der Lottogewinn kommen ;-).
Außerdem sind unsere Kinder noch im Bobbycar- und Roller-Alter, die würden uns was erzählen, wenn wir jetzt Kopfsteinpflaster Verlegen :-)



Horizontalsperre mit Bitumenpappe?



Hallo, ich hätte auch mal eine Frage in die Runde -
was ist denn mit der guten alten Bitumenpappe als Horizontalsperre?
An unserem Bauernhaus von ca. 1820 aus 24er-Ziegelmauerwerk (innen noch Fachwerk) mit Feldsteinfundament müssen wir abschnittsweise die untersten 1-2 Steinlagen erneuern, da sie lose geworden sind bzw vollständig ausgebrochen sind. Es ist eine Nordseite (leichte Hanglage) und Westseite; kein großes Feuchteproblem, aber Regenwasserandrang. Raumseitig planen wir eine Korklehmdämmung und Wandheizung. Eine Dränage planen wir für später.
Wir wollen eine Selbermach-Lösung für vielleicht 30 Jahre, nicht für "ewig".
Also meine Frage, da wir eigentlich keine brachiale Mauersäge ansetzen wollen:
Macht man das noch, mit der Bitumenpappe horizontal, von außen oder ggfs. von innen stückweise eingeschoben?


Und eine Nachfrage zum Verfahren: Die Pappe wird ja auf den Feldstein gelegt. Nun ist der rundlich und höchst unregelmäßig. Wie höhe ich die Differenzen aus, mit Zwickelsteinchen und/oder Quellmörtel?

Danke für Eure Antworten

Jürg Schwarz



Dann doch bitte erst den 2ten Beitrag oben lesen



Alle Verfahren sind machbar, ob jedoch auch erfolgversprechend???



Ausführung Jürg Schwarz



Ich würde den Wandaustausch abschnittsweise jeweils 80-100cm auf die gesamte Wandbreite ausführen. Dann Mörtelglattstrich zum Ausgleich, Bitumenpappe (seitlich ca. 15cm aufkanten für spätere Überlappung) und dann neu Aufmauern mit kleinformatigen Steinen. Vorab sollten aber die Rahmenbedingungen geklärt werden, ob damit die Ursache der feuchten Wand behoben wird (Versalzung, etc.?).
Schöne Grüsse.