Bruchsteiwände trocken legen oder besser feucht lassen

25.09.2009



Hallo
hab einen alten Bruchsteinkeller von Außen kommt Wassser rein.Bei einer Betonwand wäre alles klar Affenscheiße drauf oder Schweißbahn dann Nppenbahn fertig.
Jetzt wollte ich den Keller von Außen Verputzen und den gleichen Aufbau machen.
Bis jetzt so gut ,dann kam ein alter Maurermeister vorbei und sagte wenn die Wand zu trockén ist hält meine Bruchstein Wand nicht mehr die Fugen bräuchten die Feuchtigkeit.
Jetzt meine frage hat er recht oder kann ich die Wand von Außen komplett trocken legen ohne bedenken das die alte Wand Schaden nimt.
mfg arno





nein





ja





vielleicht



Begründun



hallo kann auch einer eine Begründung nennen bzw. Erklären welche vor und nachteile.
mfg arno



Diese Frage beschäftigt mich auch ..



Hallo zusammen,

gibt es (wenn auch schon länger her)doch noch ausführlichere Antworten auf diese Frage. Ich bin gerade kurz davor, einen Dreiseit-Hof in der Nähe von Dresden zu kaufen. Das Problem mit nassem Bruchsteinmauerwerk/-fundament habe ich an allen drei Gebäuden. Zwei Maurermeister rieten mir zum Abbruch und Neubau.Da der Hof als Kulturdenkmal ausgewiesen ist,ich mich in das Ensemble verliebt habe kommt dieses nicht in Frage.
Würde mich über Antworten/Ideen/ Erfahrungen freuen.
Grüße aus Sachsen, Herbert.



Bruchsteinwände



Kommt drauf an.
Auf die konkrete Situation vor Ort.
Also Funktion der Wand, Aufbau, Material.
Manche Wände wurden z.B. mit Lehmmörtel zwischen den Schalen aufgeführt, manche nur mit einem Hauch Kalk im Mörtel, manche mit hydraulischem Mörtel.
Wichtig ist auch die Art des Verbandes.
Deshalb werden Sie ohne Fotos, besser ohne Vor-Ort-Besichtigung, keine klare Aussage erhalten.
Entweder Sie übertragen die Verantwortung über Nutzung oder Abbruch jemandem, den Sie dafür bezahlen (und der Ihnen dafür auch geradesteht) oder Sie fällen die Entscheidung selber.
Bezahlen heißt, Sie lassen sich eine schriftliche Sanierungskonzeption erstellen.
Damit sind Sie abgesichert.
Falls Sie wissen wollen, wie so was aussieht kann ich Ihnen mal ein oder zwei anonymisierte Exemplare zumailen, wenn Sie mich per Email kontaktieren.

Viele Grüße



Sehr geehrter Herr Böttcher,



vielen Dank für die promte Antwort.
Das Hauptproblem liegt momentan an der vorhandenen Scheune,welche ich gern zum Wohnhaus umbauen möchte.Die vorhandenen Grundmauern/Fundament bestehen aus Granit,sowohl in Lehm als auch Mörtel gesetzt.Die Giebel massiv,Vorder- und Rückfront ab 1. OG. Fachwerk. Beim Herantasten an die Problematik, war ich von der herkömmlichen Methode, Horizontal- und Vertikalsperre, ausgegangen. Beim Stöbern hier im Forum bin ich nun eines besseren belehrt (?).Da diese Problematik so speziell ist, zweifle ich langsam, ob ich meiner Wunsch-Architektin dies zutrauen kann.



Bruchsteinwände



Nur keine Angst Arno,
technisch gesehen gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, solche Wände statisch zu ertüchtigen. Das Problem mit der Feuchte erledigt sich dabei gleich mit.
Das hängt aber wie gesagt von den konkreten Bedingungen ab.
Der aktuelle Zustand, zukünftige Belastungen, Öffnungen, Decken, einbindende Querwände, Bezugshöhen usw. spielen da mit hinein.
Lassen Sie Ihre Architektin doch das machen, was Sie (hoffentlich) gut kann, mit Ihnen eine Nutzungskonzeption und einen Entwurf erarbeiten, auf dieser Basis die Baugenehmigung beantragen und Ihnen bei der Planung der Einrichtung helfen.
Für die Statik und die Bauphysik brauchen Sie ohnehin Fachplaner, auch für die Objektüberwachung.

Viele Grüße