Innenwand aus Ytong vor Fachwerkwand

25.01.2006



Hallo, wir möchten vor die bestehende Fachwerkwand (mit Ziegelsteinen ausgemauert) eine Y-Tong-Wand setzen. Die Y-Tong-Wand schließt nicht direkt an die Fachwerkmauer an, sondern läßt einen Spalt dazwischen, für die Durchlüftung. Die Y-Tong Wand besteht praktisch aus 2 Mauern , nämlich je einer Lage zu 7,5 cm (da Steine günstig zu besorgen..). Zwischen dieser Lage wollen wir dämmen mit z.B. Styroporkugeln. Geht das? Oder wenigstens die von der Wand entfernte Y-Tong Mauer ohne Dämmung dazwischen???



Nur zu...,



...dann wird es in einigen Jahren wiederum Arbeit geben!
Warum?
Die Tauwasserausfallebene liegt bei Eurer Ausführungsvariante zwischen den beiden Schalen und die Holzbalkenkonstruktion wird suggsesive überfeuchten und beginnen zu faulen.
Wenn eine massive Innenschale bei Fachwerkkonstruktionen erstellt werden soll, dann homogen mit der bestehenden Außenkonstruktion ausbilden und mit Lehmbaustoffen (Steinen, Platten etc.) und einer ca. 2cm Ausfüllung mit dem Lehmmauermörtel (gleich beim mauern mit fertigstellen und Schicht für Schicht mitnehmen).
Somit erreicht man eine gute Diffussionswirkung, Feuchtespeicherung und Klimabildung. Desweiteren wird ein natürlicher Holzschutz hergestellt, da Lehm dem Holz stetig Feuchte entzieht.
Auch wäre zu beachten, wo Ihr diese Wandschale aufstellen wollt, da dies statisch und auch konstruktiv eine entscheidende Rolle spielt. Ablastung!
Auch ist da in der Deckenkonstruktion zu beginnen, damit die unteren und oberen Querrähme mit in diese Dämmbereiche eingebunden werden.

Grüße



Tja...



Und wenn man nun die 2. Yton Mauer (also insofern die 3.) wegläßt? Es soll ansich nur so sein: Die innere Mauer soll den Durchzug und die sibrische Kälte begrenzen. Es handelt sich hierbei um die Außenmauern der Ställe, die in niedersächsischen Fachwerkhäusen an die große Diele angrenzen. Der Dachboden soll nicht bewohnt werden und wird lediglich mit Verlegeplatten versehen und eventuell später mal gedämmt. Die große Diele soll mit einem Kaminofen versehen werden, der die Wände sicher sehr gut trocken hält. (Hat 30 KW und wird in die Heizungsanlage eingebunden). Wie sieht es denn jetzt aus??? DANKE!



nicht viel anders



Für ytonsteine werdet Ihr hier im Forum nicht viele Freunde finden, denn die haben im Zusammenhang mit altem Fachwerk hauptsächlich schädliche Eigenschaften.

Warum soll es denn unbedingt yton sein, wo es doch viel besseres gibt

fragt
jh



Ytong-Wand mit Leichtlehmfüllung ist machbar



Hallo Sandra,
bauphysikalisch liegt der Taupunkt bei einer vorgemauerten Ytongwand mit Zwischenfüllung aus Leichtlehm (Kork-Hanf-oder Holzleichtlehm) in der Mitte der Leichtlehmfüllung.Dort nimmt der Lehm anfallende Feuchtigkeit auf und transportiert diese weiter.
Also gibts da bei richtiger Ausführungsweise auch keinen Tauwasserausfall und Schimmelprobleme.Vom Bauablauf her mauert(klebt) man/frau die 75mm Ytong lageweise hoch und verfüllt den Zwischenraum mit erdfeuchtem Leichtlehm,der mit Holzlatte leicht verdichtet wird.Wichtig! bei dieser Kälte keinesfalls nasse oder zu feuchte Leichtlehmmischungen verwenden!!
Die Ytongwand laßt sich innen auch mit Lehm verputzen.
Für weitere Infos schau mal rein bei www.texbis.de
viel Erfolg!





ich würde (so lasse ich es auch gerade machen) den Taupunkt vom Statiker oder Architekten berechnen lassen und dann entsprechend agieren - z.B. mit Hinterlüftung (nach Innen).

Und wenn eine Luftschicht zwischen der alten und neuen Mauer richtig abgedichtet wird nach Innen und Außen, wirkt sie isolierend und der Taupunkt bei einer 7,5cm Ytong-Wand, wird wieder mehr in die Außenwand wandern.

Bei einer Füllung mit Perlite, Lehm oder was auch immer, darf auf jeden Fall keine aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden kommen, da man sonst einen gegenteiliegn Effekt hat.

Angaben und Hinweise ohne Gewehr ;-) da ich KEIN Ing. bin


....upps der Beitrag ist ja schon fast drei Jahre alt...naja egal.