Innendämmung wieder entfernen?

29.11.2007



Guten Abend liebe Forenmitglieder,

mit Interesse verfolge ich die vielen Beiträge. Ich habe dadurch viel interessantes gefunden.
Nun zum Problem:
Haben Haus erst im August gekauft.
Außenwände (Erdgeschoss): ca. 45 cm Lehm, nach außen Klinker nicht glasiert, Innenputz (teilweise Kalk- u. / od. Zementputz), ca. 60 cm Gesamtstärke.
Obergeschoss: Klinker doppelt mit Innenputz, ca. 27 cm Gesamtstärke.
Spitzboden: einfache Klinkerlage, unverputzt, ca. 12 cm Gesamtstärke.
Das Dach wurde vom Vorgänger gedämmt.
Im Obergeschoss befindet sich (bis zur Hausmitte hin), giebelseitig, das Schlafzimmer und danach der Treppengang. Danach folgt über die restliche Länge des Hauses der Boden, welcher vom Treppengang durch eine einfache (zum Treppengang holzverkleidete) Wand mit Tür getrennt ist.
Die Decke des Schlafzimmers und des Treppengangs wurde noch einmal, auf dem Fußboden des Spitzbodens, mit ca. 140 mm Dämmwolle isoliert.

UND auch der "dünne" Giebel des Spitzbodens wurde mit Dämmwolle (direkt auf die Giebelwand gelegt und mit Leisten gehalten) gedämmt.

Nun habe ich gelesen, dass sich der Taupunkt bei Innenisolierung in die Wand verschiebt und somit die Steine von außen zerstört werden.

Sollte ich diese Dämmung von der Innenseite des Spitzbodengiebels besser entfernen?

In Erwartung Eurer Ratschläge
Paul



Erst einmal.....



einen Fachmann fragen, bevor alles wieder rausgerissen wird. Ein Architekt kann normalerweise ausrechnen wie es mit dem Taupunkt aussieht.



Nun ja, es sind ca. 3 qm...



... die man da entfernen müßte, denn es ist direkt giebelseitig in der Spitze.
Einen Architekten wollte ich mir wegen den paar qm eigentlich sparen.
Aber erst einmal schönen Dank für die Antwort. Ich hoffte, dass jemand auch so ein Problem hatte und darüber berichten kann.
Im Schlafzimmer ist auf ca. 2,5 qm nur die "dünne" Wand gesetzt. Dort möchte ich isolieren.
Hat auch dazu jemand einen Hinweis. Z.B. welches Material, Ausführung usw. ...



Belüftung



Ist der Spitzboden denn gut belüftet? Wenn ja, ist die zweite, obere Dämmung ziemlich sinnlos. Wenn nein, hätte ich Bedenken wegen Feuchte. Wie warm / kalt ist's denn da oben?

stt





innendämmung
ratsam ist ein Aufbau mit lehm. z.b. holzweichfaserplatten
und dann einen 2 lagigen lehmputz.dann gibt es keine probleme mit denm taupunkt und ihr habt einen homogenen wandaufbau.
unter der rubik lehm findet ihr hinweise
gruß thomas



Belüftung / Innendämmung



@stt: ... wenn ich "Belüftung" richtig verstanden habe, ist der Boden und Spitzboden nicht belüftet, da alle Ritzen nach innen zugeschäumt sind und sämtliche Winkel mit Isowolle ausgestopft sind. Zum Nachbarn gibt es eine Giebelwand die direkt an sein Haus anschließt. Ein Windzug kommt nur in ganz wenigen Ecken (z.B. aus noch offenen Bohrlöchern der Heizungsrohre) heraus. Die Temperatur hat sich so kurz unter 10 Grad eingepegelt. Wir haben natürlich von August bis jetzt noch keine richtige Beobachtungsmöglichkeit gehabt. Im August war es jedoch nicht sehr warm auf dem Boden. Wenn mit der 2. Isolation die Decke des Schlafzimmers gemeint war, warum sollte diese "ziemlich sinnlos" sein ?
@ thomas: für die "dünne" Ecke im Schlafzimmer nach Klinker den vorhandenen Putz, dann (ohne Zwischenraum?) Holzweichfaserplatten, dann 2lagig Lehmputz. Habe ich das richtig verstanden?

Schönen Samstag
Paul



Vorsicht



Also ist es so:

der Boden des Spitzbodens ist gedämmt. Dahinter, im Spitzboden, sind es nur 10 Grad und es ist unbelüftet. Die Giebel-(Aussen)wand des Spitzbodens ist auch gedämmt.

Halte ich für gefährlich: Üblicherweise kondensiert das Wasser auf der kalten Oberseite der Dämmung. 10 Grad ist schon unter dem Taupunkt der üblichen Zimmerwerte (20 Grad., 60 % rel. Feuchte).

Wohin kann dieses Wasser nun, wenn der Spitzboden nicht belüftet ist? Es mag nicht viel sein, wenn die Unterseite weitgehend dampfdicht ist, dann gibt es vielleicht keine Probleme. Ansonsten sind Probleme (Feuchte und die Folgen) schon möglich.

Wäre der Spitzboden belüftet, würde das Kondenswasser abgeführt. Dann wäre aber die zweite Dämmebene (Giebelwand Spitzboden) sinnlos (so war das gemeint).

Mein Vorschlag: Kritisch beobachten, Hygrometer aufstellen zum feuchtemessen. Bei Problemen handeln (entweder belüften oder Fachmann holen oder sonstwas)

Grüsse
stt



auf dem Spitxzx ist es 10 Grad kalt. Obergeschoss ist



"dünne" Wand im Schlafzimmer isolieren



... möchte ich auch noch.

@stt: danke, habe ich verstanden und werde die Feuchtigkeit beobachten, zumal wir noch den jetzigen Boden, welcher an den Treppenaufgang und den jetzt noch offenem Spitzboden anschließt, als Arbeitszimmer ausbauen wollen.

Wie -genau- ich die ca. 3 qm Wand des Schlafzimmers von innen Isolieren kann ( @thomas ), ist mir noch nicht 100% klar. Bitte helft mir mal auf die Sprünge.

schönen Sonntag
Paul