Erneuerung einer Aussenwand

23.11.2003



Hallo, alle zusammen. Ich hoffe mir kann wieder jemand helfen denn die Atworten zeigen mir immer wieder, das ich auf dem richtigen Weg bin. Mein PROBLEM aber vielleicht ist es gar keins. Ich möchte im Frühjahr eine Aussenwand aus Lehm wechseln da sie durch meinen „Vorgänger“ völlig falsch „vermauert“wurde. Meine Vorgehensweise ist folgende: 1. Abstützen der gesamten Last mit ausreichend Schwerlaststützen....2. Abtragen der Wand. 3 Neuaufbau der Wand. ...und da sagte mir ein „Kenner“ ich solle erst mal ein ca 40 cm hohes Fundament auf meinen Feldsteinsockel giessen, so richtig mit Eisen etc.. Das leuchtet mir aber garnicht ein, da dann ein Baufremder Stoff in das Haus eingefügt würde. Was meint denn die Baugemeinde dazu. Mein Haus ist 100 Jahre alt, bis auf diese Wand topp in Schuss und trocken. Das Haus besteht aus 2 ½ Feldsteinmauern und 1 ½ Lehmwänden! Was muss ich ausserdem zwecks Nässesperre beachten?

Danke Tom



sockel



Ihr "Kenner" hat recht....bis auf den Eisen! Ich würde mit Steine weiter mauern bis einer Höhe von 30 cm, gegen Spritzgefahr vom Regenwasser. Kalksteine oder Sandsteine nehmen, oder der Stein der in Ihrer Gegend üblich ist. Dann kommt noch das Problem der horizontale Sperre (die es früher nicht gab). Auf den Sockel eine Bitumemnpappe legen, darauf nochmals mit 10cm Stein aufmauern. D.h. der Sockel wird ca 40 cm hoch. Dies hängt von den Maße der Steinen ab, die Sie erhalten können. Sie könne auch z.B. erts 20 - 25 cm hochmauern, dann die Bitumenpappe dann nochmals 10 - 15 cm. Die Bitumenpappe nicht direkt unter den Lehm setzen hat zum Vorteil dass, wenn der Lehm feucht wird, die Staunässe sich in den oberen Stein sammelt und nicht unter den Lehm. Es ist eigentlich das gleiche Verfahren wie mit der Holzschwelle im Fachwerkhaus.
Vielleicht hat noch jemand im Forum eine bessere Idee.
m.f.g





Statt der Bitumenpappe kann ich Bitumenschlemme sehr empfehlen. Meines Wissens nach haften darauf gemauerte Schichten besser als auf Pappe und es können sich keine Falten oder Hohlräume bilden.



Betonsockel



Hallo Tom, ich habe dasselbe Problem mit einer Treppenhauswand im UG zur Scheune. Der Sockelö besteht aus Kalksteinen , die auf den Dreck gelegt sind und mit kleineren Steinchen ausgekeilt wurden. Die Schwelle darüber ist klatschnaß und verfault. Ebenso reicht die Feuchtigkeit bis in den 1. Stock durch die Ständer. Puristen werden jetzt wohl mit sämtlichen Naturprodukten aufwarten. Meine Lösung:
Wand abreißen, Sockel mit Beton, Dachpappe und dann mit HLZ bis zum 1. Stock neu aufmauern.
Ich möchte nicht alle 2 Jahre die Wand neu verputzen.
Grüße aus Stuttgart
Michael