Reihenhausdachseitenwand auch dämmen?

04.11.2007



Wenn ich mein Dach ( Zwischensparren mit Thermohanf 16cm und OSB-Platten) dämme, bleiben ja die Seitenwände zu den Nachbarn kalt, da diese das Dach nicht nutzen. Das wird doch schnell feucht...
1. Muss ich diese Wände auch dämmen, wenn ja, wie stark?
2. Dann wird die kälteste Stelle doch die Bodenplatte aus Beton. Muss ich beim Fussbodenbelag etwas beachten?
3. Welche Heizung empfiehlt sich bei 4 Fenstern, 2 grosse Westseite, 2 kleine Ostseite?

Vielen Dank für Informationen im Voraus



Was für eine Mauer ist das denn?



Wie dick ist sie? Ist die Betondecke zum Nachbar hin durchlaufend? Hat der Nachbar ein Unterdach aus Holz oder sind die Ziegel von unten sichtbar? Schöne Grüße. Jürgen Maier



Reihenhausdachseitenwand auch dämmen?



Hallo, ja hätte ich gleich genauer angeben können.
Wie dick ist sie? ein Ziegelstein breit mit einer dünnen Putzschicht
Ist die Betondecke zum Nachbar hin durchlaufend? Nein, auf Wohnebene gibt es pro Haus eine eigene Mauer, nur die Dach-Zwischenwand ist einfach ausgeführt.
Hat der Nachbar ein Unterdach aus Holz oder sind die Ziegel von unten sichtbar? ein Nachbar hat mit Glaswolle einfach gedämmt, der andere hat einen leeren Dachstuhl mit sichtbaren Ziegeln, aslo ungedämmt.



Eine Ziegeldicke-Einheit



nehme ich mal als 24 cm an. Dann ist eine zusätzliche Dämmung nicht notwendig.
Ist die Wand allerdings nur 11,5 cm, dann würde ich zumindest die Wand zum ungedämmten Dach hin mit einer Dämmung versehen. Allerdings nicht aus Feuchtigkeitsgründen, sondern weil die Wand zu hohe Energieverluste hätte und unangenehm kalt Strahlen könnte.
Ist die Decke nicht durchgehend, braucht man sich darüber auch keinen Kopf zu machen.
Als Heizungsart gibt es in diesem Forum genügend Anregungen. Eine Wandflächenheizung hat viele Vorteile, muß aber von vorneherien geplant sein. Auch Heizleisten haben ihre Vorteile. Warm genug wirds eh.
Schöne Grüße. Jürgen Maier



Reihenhausdachseitenwand auch dämmen?



Vielen Dank erstmal,

das beruhigt doch.
ich will halt nicht (wieder) eine Ecke haben, die durch Kälte zum Schimmeleck wird.
Werde erstmal die Wandstärke messen (Loch bohren?;) ).
Wenn ich nun die Seitenwand mit einer dünnen Dämmung versehen würde, muss hier die Dampfsperre weitergeführt werden? Wenn die Feuchtigkeit durch die Dämmung geht, kann sie doch hinten in der Wand weiterdiffundieren, ohne Schaden anzurichten.
Kleine Heizleisten reichen wohl aus. Bei den anderen Nachbarn ist es wohl ausreichend warm.



Zur Dämmung



nehmen sie am besten eine Holzweichfaseplatte zum Verputzen (gerne Lehm) und Schließen die Fläche mit einem entsprechenden Einputzband (z.B. proclima) an die Dampfbremse der Dachschräge an.
Schöne Grüße. Jürgen Maier



Lehmputzwand



Prima Idee, wollte sowieso Lehm haben, aber an der Schräge 22,5 Grad bei 70 qm etwas aufwendig, aber an den Seitenwänden Lehm ist doch auch schon gut für das Wohnklima. Vielen Dank für die guten Tipps



Lehmputzwand



Hallo,

nun ist mein Dach fast fertig mit OSBplatten und Thermohanf versehen. Ist doch schön, dem Sturm die letzten Eingänge zu verschliessen.
wie mache ich nun die Holzweichfaserplatten an der Mauer fest, Kleben oder dübeln?
Anschluss der Fläche an die Dampfsperre heisst in den Ecken ein breiter Streifen Proclima (also nicht die ganze Wandfläche)? Die Wand darf noch atmen ...



Es gibt sehr gute Herstellerangaben



bei proclima für das Anbringen von Dampfbremsen.
Schau dort mal rein. Grundsätzlich: Bei der OSB-Platte alle Stöße abkleben sowie alle Anschlüsse, wie Boden etc.
Es gibt ein speziellen Einputzband. Das wird auf - in diesem Fall - die OSB-Platten geklebt und hat ein Band, das eingeputzt wird.
Es gibt auch sehr gute Verarbeitungsrichtlinien für Holzweichfaserplatten und Lehm bei www.claytec.de.
Auch hier grundsätzlich: Lehmputz an die Wand, darauf Weichfaserplatten gedübelt, dann Putz mit Gewebe und Feinputz.