Wie die Wand vor Feuchtigkeit schützen?




Hallo Fachwerker,
Grenzbebauung macht's möglich: Das Nachbargebäude ist in einem konischen Winkel an unseren Schuppen angebaut. An der vorderen Seite beträgt der Abstand ca. 10 cm und wird nach hinten schmaler. Auf den hinter dem Schuppen liegenden Dächern wurden Bleche angebracht, wohl, um das Eindringen von Regenwasser in die darunter liegenden Gebäude zu verhindern. Nun läuft das Wasser genialerweise in Richtung der Schuppen-Außenwand und richtet dort Schaden an. In meinem Profil habe ich dazu zwei Fotos hinterlegt.

Da die Bleche nicht weggenommen werden (können, wollen, dürfen), frage ich mich, ob es sinnvoll ist, eine Dachrinne anzubringen, um das Regenwasser in geeignete Bahnen zu lenken. Ausserdem interessiert mich Eure Meinung, wie ich die Wand am sinnvollsten saniere - da kein Zugang von außen.

Allmählich müde Grüße
Karin



Hallo Karin,



das höher liegende Dach benötigt einen fachgerechten Ortgang aus z.B. Zink oder aus einer Ortgangpfanne. Das Wandstück könnte mit einer Zink-Stehpfalz abgedeckt werden, und das untere Dach benötigt eine neue Dacheindeckung mit einem fachgerechten Wandanschluß.
Da Ihr ja noch mehr Dachdeckerarbeiten zu erledigen habt, ist es sinnvoll all diese Arbeiten zusammenzufassen und von einem Dachdecker erledigen zu lassen. Blecharbeiten sind für den Selbstbauer meistens problematisch.
Die Fachwerkwand kann natürlich nur von innen saniert werden. Die Gefache sind ja größtenteils hinüber, und das Fachwerk ist auch nur Stückwerk. Ich denke mal schadhafte Hölzer austauschen und Gefache neu ausfüllen. In diesem Falle ist glaube ich eine Ausmauerung mit Lehmsteinen nicht verkehrt.
Ihr müßt nur darauf achten, dass von der Wand genügend stehen bleibt, da ihr im Bestand keine Brandschutzauflagen erfüllen müßt. Bei einer Umnutzung des Raums, oder einer Erneuerung der Grenzwand gelten dann die Vorgaben der Bauordnung (F90).

Grüß euch
Fred