Schimmelbeseitigung mit Jati?

26.04.2005


Hallo zusammen,
wir haben in unserem Fachwerkhaus, das der Voreigentümer mit "Baumarkt-Sünden" behandelt hat (Heratecta-Platten, zentimeterdick Mineralputz, jede Menge Fliesen und Bauschaum), u.a. an der Wand zum Nachbarhaus Schimmel zwischen zwei Putzschichten entdeckt. Die angrenzende Innenwand ist feucht (inklusive Balken). Der empfohlene Fachmann schwört auf Schimmelbehandlung mit "Jati".
Hat jemand mit diesem Mittel Erfahrung? Macht es überhaupt Sinn, den Schimmel zwischen zwei Putzschichtzen zu behandeln, oder ist es nicht besser (oder sowieso erforderlich), den gesamten Putz abzukloppen?

Wer wiß Rat?

Vilen Dank im Voraus

Jan Gericke



Jati: kenn wa nich. hamm wa nich.



Den Schimmel zwischen den Putzschichten halte ich mal in Bezug auf Schädigung der Konstruktion und Gesundheitsgefährdung für zweitrangig. Er ist aber ein eindeutiges Warnzeichen dafür, dass mit dem Konstruktionsaufbau an sich etwas nicht stimmt. Erklären Sie doch mal den Wandaufbau in seinen einzelnen Schichten, von innen nach außen oder andersrum.
Jati ist mir unbekannt, fest steht jedoch, dass die beste Schimmelbeseitigung nix nütze ist, wenn die Ursache nicht beseitigt wurde.
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri



Schimmelbeseitigung



Hallo Herr Malangeri,

Danke für die schnelle Antwort. Daß die Ursache(n) gefunden und behoben werden müssen, ist klar. Auch der Wandaufaufbau ist/war Sch...rott und zwar im Minus-Bereich:
Außenwand zum eigen Hof:
- 3m mit Ziegeln aufgemauertes Fachwerk und 3m doppelte Ziegelmauer
- darauf am Fachwerk-Teil Lehm-Stroh-Bewurf, ersetzt mit Rotband, Zement, etc. (möchte jemand die Fotos sehen?)
- über allem 2 Lagen Putz
- darauf wurden Heratecta(!)-Platten gesetzt,
- verputzt und wasserdicht gestrichen.

Die gegenüberliegende Wand (Außenwand zum Nachbarhof) ist vom Aufbau her ähnlich, nur das man die Heratecta-Platten weggelassen hat. Die ist nun Nass, und zwar auf fast ganzer Länge, da sind auch einige Balken hin bis nich mehr existent.

Zur Zeit der Besichtigungen konnte man , auch ein Sachverständiger, die jetzt feuchten Stellen nicht sehen. Das Haus stand leer, wurde aber noch beheizt. Erst als wir 2 Wochen später in das dann nicht mehr beheizte Haus kamen waren halt einige Stellen sichtbar feucht.

Es sollte halt schon weitergehen, da müssen ja noch ein paar Leute ran an's Werk und ich mag das Haus ohne Atemschutz schon gar nicht mehr betreten. Von daher muß da schnell was passieren.

Dankbar für Tips und Erfahrungen
Jan Gericke und Karla Gödde



Nur Mut!



Hallo,

auch wir hatten ein feuchtes Haus. Bei uns kamen Folie, Rigipsplatten und Vinyltapete zum Einsatz. Bei der Sanierung lief uns das Wasser in Strömen aus der Wand entgegen. Auch außen war alles dichtgeputzt mit Zement.

Mittlerweile sind die Wände von all dem unnützen/schädlichen Ballast befreit und schon viel trockener. Jetzt werden wir uns Maßnahmen zur endgültigen Trockenlegung widmen.

Der Rat lautet daher: Erstmal weg mit allem was nichts taugt und/oder feucht ist (kein Schimmelex etc.) und dann von Grund auf neu machen.

Und Mitglied hier werden - lesen, lesen, lesen und fragen!

Beste Grüße

Isabel Müskens



Da kommt einiges zusammen, um den Schimmel blühen zu lassen,



und die Link-Informationen sollten Sie erst mal durchchecken, um genauer zu blicken.

Ansonsten empfehle ich, den überfeuchten und trocknungsblockierenden Schichtenkrempel abzunehmen, dann sorptionsfähig in Kalktechnik wieder aufbauen, dann richtig und nicht falsch heizen und lüften. Die Links helfen weiter:


Rund um Schimmel, seine Ursachen und Beseitigung



Richtig und falsch heizen - Zur Hüllflächentemperierung



Rund um die Fensterprobleme und den Holzschutz