Schimmelschaden an Innenseite einer Aussenwand..

27.01.2009



Guten Tag,
ich bin seit dem 01.01.2009 Besitzer eines alten Hauses in einer mittelhessischen Stadt, welches komplett
vermietet ist; nun wurde ich von einer Mieterin informiert, dass sie innerhalb ihrer Wohnung
Schimmel festgestellt hat; der Hintergrund ist folgender : mein Haus befindet sich in Innenstadtlage
und steht sehr dicht an den Nachbarhäusern; ein Nachbarhaus wurde im vergangenen Jahr
renoviert wobei im Zuge der Renovierung auch zeitweise Teile der Dachbedeckung meines jetzigen Hauses
entfernt wurden; hierbei wurde es jedoch versäumt mein Dach abzudichten, so dass es wohl
zu einem Wasserschaden kam; die Wohnung meiner Mieterin war hiervon betroffen, es trat Wasser an der
Decke ein und teilweise an der (zum Nachbarhaus liegenden) Aussenwand.
Durch die Verursacher (Gerüstbauer) wurde der Schaden im Anschluss behoben, d.h. der Wasserschaden
wurde durch eine Innenausbaufirma renoviert, der Schaden am Dach wurde ebenso beseitigt.

An der zum Nachbarhaus hin liegenden Wand taucht nun der von der Mieterin festgestellte Schimmel auf,
wobei diese Wand eine Aussenwand (Innenseite mit Rauhfaser-Tapete) darstellt; die Aussenwand ist auf einer Länge von ca. 2,50 Metern verkleidet, die restliche Aussenwand ist unverputzter und seit Dezember mit einer Kunststoffvernetzung bedeckt; im August 2008, so die Mieterin, sei von Schimmel noch
nichts zu sehen gewesen. Ein Kleiderschrank verdeckte den Schimmel auch teilweise;
n den 3,5 Jahren vorangegangener Mietzeit hatte sie noch nie Probleme
damit gehabt (wie auch die übrigen Bewühner des Hauses bislang keinen Schimmel feststellen);
Frage ist nun wie ich weiter vorgehe, ich habe eine
Schemazeichnung zum Sachverhalt beigefügt und frage mich nun, ob die Schimmelbildung an diesen Stellen (grüne Linien) wohl von dem
Wasserschaden (an der doch anderen Stelle, blau) herrühren kann ?
Der Zwischenraum zischen meinem Haus und dem Nachbarhaus ist komplett überdacht, so dass die Wand
keinem Regen o.ä. ausgesetzt ist; der Vorbesitzer und auch die Mieterin mutmaßen dass die Schimmelbildung
aus dem v.g. Wasserschaden herrührt (und die Lehmwand noch nicht vollständig trocken ist); ich würde nun
auch allzu gerne glauben dass der Schimmelbefall auf dieses einmalige Ereignis zurückzuführen ist,
wobei es mich jedoch wundert dass der Befall erst jetzt, ca. ein halbes Jahr nach Schaden auftritt;
auch wundert mich dass der Befall nicht an der seinerzeit feuchten Schadensstelle auftritt sondern
entlang des Fußbodens.. ich überlege
nun ob ich zunächst einen Sachverständigen hinzuziehe um eine weitere Ursachen auszuschließen oder
ob ich die Wand renovieren lasse.. Ich bin für jede Beurteilung/Rat dankbar !

Viele Grüsse
Heiko Haus



Das ist aus der Ferne schwer zu beurteilen



Hallo Herr Haus,
ich empfehle, einen Sachverständigen zu befragen. Aus der Distanz traue ich mir nicht zu, das sicher zu beurteilen. Wahrscheinlich kommen hier mehrere Ursachen zusammen, die jede für sich nicht unbedingt zur Schimmelbildung führen würde. Der Kleiderschrank z.B. verhindert die Erwärmung (und Abtrocknung) der Wand zum Raum hin. Ohne den Wasserschaden war das vielleicht unproblematisch, aber jetzt ist einfach zu viel Wasser in der Wand. Dass der Schimmel erst jetzt auftritt, hängt möglicher Weise mit den kälteren Außen- (Wand-) temperaturen zusammen. Aber wie gesagt: nur Spekulation. Einfach renovieren zu lassen, könnte im Ergebnis teurer werden.

Viele Grüße