Feucht ( Nasse ) Waende im Ringfundament

17.11.2009



Hallo,

wir haben vor zwei Jahren ein 1968 gebautes Haus mit Ringfundament gekauft.

Im Rahmen der Renovierungsarbeiten haben wir die Aussenwaende mit Dickschichtbitumen gestrichen und anschliessend mit Styrodur Isoliert.

NAch ca. einem Jahr stellten wir fest, das im Ringfundament ( auch Kriechkeller genannt ) zwei Abflussrohre undicht waren. Beide wurden sofort ersetzt, allerdings ist doch reich lich Wasser in den Boden des Fundamentes gelangt.

Um die 'Raeume' des Fundamentes besser lueften zu können, haben wir bereits einige kleine Lueftungsschächte eingebaut. Ueber ein 100er Rohr soll die Luft in den Raumen umgewaelzt werden.

Im Sommer war auch alles soweit O.K., allerdings haben wir jetzt festgestellt, dass in einem Bereich in einer Ecke das Wasser schon wieder bis in die Wand des darueberligenden Raumes gewandert ist. Unter der Isolierten Decke haengen die Wassertropfen und die gesamten Raeume des Fundamentes riechen muffig.

Wie kann ich die Raeume des Fundamentes wieder trocken bekommen, bzw, was muss ich tuen um den Aufstieg der Feuchtigkeit zu vermeiden ?

Vielen Dank


Ingo



meiner meinung nach



ist das problem vll folgendes: im sommer kommt sehr warme, Feuchte luft durch belüftungsschächte in den doch sehr kühlen kriechkeller. die luft wird bis auf den taupkt. abgekühlt und es kondensiert. scheinbar über den gesamten sommer. dadurch ist das bodenmaterial sehr feucht. ich bezweifele, dass der Keller ausreichend belüftet ist. zumindest wird das bodenmaterial nur oberflächlich trocknen. durch die Mauer kann es nicht, durch die decke auch nicht und nach unten auch nicht. deswegen steigt auch das wasser in dem Mauerwerk auf. wasser sucht sich seinen weg

lösungen könnten vll sein:
1) neue sperre mithilfe einer mauerwerkssäge einbringen
2) hydrophobierung des mauerwerkes unterhalb der geschossdecke
3) Austausch des bodenmaterials durch eine kapillarbrechende schicht.

lg.



Feuchte Wand



Ich kann mir einige Bemerkungen zu dem vorangegangenen Beitrag nicht verkneifen:

1. Eine neue Sperre ist überflüssig, es gibt eine funktionierende waagerechte Abdichtung unter der obersten Schicht.
2. Hydrophobierung des Mauerwerkes ist völlig überflüssig.
Unterhalb der Abdichtung stört kein feuchtes Mauerwerk, oberhalb ist es trocken.
3. Das Bodenmaterial Sand ist bereits kapillarbrechend.
Außerdem ist es wie gesagt unterhab der Abdichtung schnurz, ob der Sand erdfeucht ist oder nicht.

Aber das mit der Lüftung ist richtig, im Sommer sollte der Raum nicht belüftet werden, da er auffeuchtet und im Winter nicht, da die Decke anscheinend nicht gedämmt ist.
Die Hauptfeuchtequelle sehe ich, soweit das mit dem Foto möglich ist, an der Wanddurchführung.
Hier ist nicht richtig eingedichtet worden, der Bauschaum ist Murks.
Über die vielen Bögen verbeiße ich mir jeden Kommentar.
Dann verwundert mich die Höhenlage des Rohres.
Normalerweise führen Entwässerungen aus dem Gebäude, dieses führt hinein, jedenfall sein Gefälle.
Entweder sind da die Grundleitung und die Fallrohre angeschlossen und werden unter dem Haus entlanggeführt oder die Leitung hat Kontergefälle.
Auf jeden Fall ist die Leitung und/oder die Durchführung vor, in oder unmittelbar hinter der Wand undicht.
Gegen Kondenswasser im Sommer hilft Leck Abdichten und gegen kalte Füße im Winter eine Dämmung der Decke.

Viele Grüße



sorry, ich hab die sperre nicht gesehen.... ;)



ich habe nicht gesehen, dass eine sperre vorhanden ist. deswegen dürften sich die nicht verkniffenen bemerkungen meines vorredners erübrigen. ich hab sie übersehen, aber danke für den hinweis. gerade als student bin ich über jede kritik erfreut, denn ich weis jetzt, beim nächsten bild sehe ich genauer hin.

herr böttcher hat natürlich recht in anbetracht der scheinbar bereits vorhandenen sperrschicht. aber die decke sah für mich gedämmt aus (hartschaumplatten), das bild kann aber auch täuschen. und ich verbessere mich, ich meinte eine gröbere, kapillarbrechende schicht.

lg





Hallo,

vielen Dank schonmal für die Antworten !

Also:

Die Decke ist gedämmt mit ca 30cm Styropor.

An dem Rohr ist das Fallrohr der Dachrinne angschlossen ( die vielen Boegen waren noetig um mit dem neuverlegten Rohr in die alte Rinne und somit in das alte Geföälle zu kommen ) .

Der Boden besteht nur zum teil aus Sand, der Rest ist aber eher lehmig.

Der Bauschaum ist trocken, vonm aussen ist die Durchfuehrung verputzt und mit Bitumen abgedichtet.

Ein Abtragen der Erde kommt nicht in Frage, da der Raum nur kriechend erreicht werden kann ( wenn ich auf allen vieren krieche kratzt mein Rücken schon fast an der Decke. )




Viele Grüße


Ingo



lehm .........



schönes ding, das heißt der boden ist auch noch feuchteregulierend. im sommer zieht er sich voll und gibt die feuchtigkeit die restliche frostfreie zeit ab. wahnsinn. das ist knifflig.......

kann es sein dass die sperre defekt ist????? offensichtlich funktioniert sie ja nicht sonst würde es nicht bis in den Wohnraum drüber steigen!!!!!

außerdem sieht man links ausblühungen was ein zeichen für aufsteigende feuchtigkeit ist. feuchtigkeit die aus dem boden nicht aber aus einem "eventuell defektem fallrohr" kommt (es scheint ja io zu sein laut aussage von ingo).



lüften...



Also, O.K. das mit dem Lüften ist soweit klar...


Im Sommer also am Besten die Lüftungsrohre verschliessen ( es sind noch die Lüftungsschlitze im Mauerwerk da. Und im Winter dann wieder alles auf, oder ?? ( Isoliert ist die Decke ja schliesslich. )

Habe schon einen ( zugegebenermassen kleinen ) Lüfter in das Rohr gehaengt ( bitte jetzt nicht nach Detail fragen habe mir halt so einen aus dem Baumarkt geholt ).

Dieser sollte dann also wohl auch bei denm Wetter wie es jetzt ist ( kalt und regnerisch ) immer mal wieder Tagsüber angestellt werden.

MAcht es evebntuell auch Sinn einen groesseren Lüfter mit mehr Durchsatz zu kaufen, damit die Luft mal richtig in Wallung gebracht wird ??


Viele Grüße

Ingo





das ist das gleiche prinzip wie beim föhn. probiere mal ne Badewanne mit der zirkulation des föhns leer zu bekommen. wenn der föhn heiße luft abgibt dann verdunstet das wasser aber bei kalter luft .............. oder ist es ein heizlüfter den du da hast?? --> prinzip ist ähnlich aber ich glaube nicht an den erfolg. zumindest bekämpft es nicht die ursache. dazu kommt dass dein kriechkeller bestimmt nicht nur die vier aussenwände hat, es gibt bestimmt noch eine tragende wand die bis in die fundamentebene reicht oder? das würde diese lüftersache noch mehr beeinflussen

ist schon ganz schön bescheiden, also ich meine dass dir nur ein austausch des bodens hilft, zumindest im bereich der wände. denn wenn es wirklich ein mix aus erdfeuchtem sand und Lehm ist dann hast du ein "unerschöpfliches reservoir". und dann solltest du den direkten kontakt zw. boden und wand vermeiden, denn wie gesagt deine sperre scheint nicht zu funktionieren an manchen stellen



Feuchte Wand



Anscheinend habe ich mich nicht klar ausgedrückt, ich bitte mir das nachzusehen.
Hier etwas präziser:
Zuerst beseitigen Sie die Leckagen.
Dann hören Sie mit der sch.... Lüfterei auf!

Dann sehen Sie sich bitte mal Ihr Foto etwas genauer an:
Auf dem Rohrscheitel sind Spuren von eingedrungenem Wasser inkl. Schmutz zu sehen, unter dem Rohr Ablaufspuren von Wasser an der Wand und davor.
NUR DER Bereich unmittelbar um die Rohrdurchführung sieht feucht aus, also entweder hat da jemand die Wand von innen nass gemacht oder das Rohr ist undicht.
Das die Rohrdurchführung mit dem Bauschaum nicht dicht sein kann, ist mit dem Bild und der Ausführung klar.


Nun möchte ich dem Fragesteller nicht zu nahe treten, aber nach meinen Erfahrungen sind KMB, die von Laien ausgeführt werden, in hohem Maße fehlerhaft. Ohne spezielle Fachkenntnisse und Schulungen kriegt man das als Laie eben nicht hin.
Deshalb sollten Sie nicht blind auf die Dichtheit Ihrer Rohrdurchführung vertrauen.
Und fixieren Sie bitte die Grundleitung, ein paar Ziegel darunter reichen schon.
Zum Thema Decke: Wo liegen diese 20 cm Dämmung, auf oder unter der Decke?

Viele Grüße





Hallo Herr Böttcher,

habe leider Ihren Beitrag erst heute gelesen.

Wir haben in den letzten Tagen wiederr etwas mehr 'gelüftet' m.E. ist es wieder etwas trockener geworden.

Zum Schmutz auf dem Rohr, dieser Schmutz kommt noch vom Einbau des Rohres, ist also nicht nachträglich dorthin gekommen. Der Bauschaum Rund um die Azstrittstelle des Rohres ist komplett trocken ebenso der Boden unter dem Rohr.

Das Styropor ist auf diem Bild oben, also unter der Decke. Die obere Seite der Decke also quasi der Fussboden des Erdgeschosses ist zusätzlich mit ca. 13cm gedämmt.

Zum Thema lüften. Uns wurde von einem Bauunternehmer den wir zu eben dieser Feuchtigkeit begfragt haben geraten mehrere Lüftungsschächte zu installieren, damit der Kriechkeller entsprechend durchlüftet werden kann.
Zu dem Zeitpunkt schien mir das plausibel, wenn ich aber nun Ihre Ausführungen lese.... .

Noch sind nicht alle Schächte, die uns der Bauunternehmer vorgeschlagen hat installiert, sollen wir nun die weiteren Schächte einbauen oder nicht.


Viele Grüße


Ingo Abel




Anscheinend habe ich mich nicht klar ausgedrückt, ich bitte mir das nachzusehen.
Hier etwas präziser:
Zuerst beseitigen Sie die Leckagen.
Dann hören Sie mit der sch.... Lüfterei auf!

Dann sehen Sie sich bitte mal Ihr Foto etwas genauer an:
Auf dem Rohrscheitel sind Spuren von eingedrungenem Wasser inkl. Schmutz zu sehen, unter dem Rohr Ablaufspuren von Wasser an der Wand und davor.
NUR DER Bereich unmittelbar um die Rohrdurchführung sieht feucht aus, also entweder hat da jemand die Wand von innen nass gemacht oder das Rohr ist undicht.
Das die Rohrdurchführung mit dem Bauschaum nicht dicht sein kann, ist mit dem Bild und der Ausführung klar.


Nun möchte ich dem Fragesteller nicht zu nahe treten, aber nach meinen Erfahrungen sind KMB, die von Laien ausgeführt werden, in hohem Maße fehlerhaft. Ohne spezielle Fachkenntnisse und Schulungen kriegt man das als Laie eben nicht hin.
Deshalb sollten Sie nicht blind auf die Dichtheit Ihrer Rohrdurchführung vertrauen.
Und fixieren Sie bitte die Grundleitung, ein paar Ziegel darunter reichen schon.
Zum Thema Decke: Wo liegen diese 20 cm Dämmung, auf oder unter der Decke?

Viele Grüße



Feuchte Wand



Haben Sie mal daran gedacht, das Wasser von außen, sei es aus dem Rohr oder dem Erdreich, in die Wand eindringt und sich dann über die große Steinoberfläche der Lochwandung im Mauerwerk verteilt?
Haben Sie schon mal daran gedacht, das Ihr nicht gestütztes Abflußrohr hin und herwackelt, wenn Wasser durchflißt und es beschwert?
Was meinen Sie, was dann mit Ihrer Eindichtung am Durchbruch passiert?

Viele Grüße