Backsteinwand nicht verzahnt und gerissen

04.08.2012 Rookie am Haus



Ich habe in einem Nebengebäude eine Backsteinwand die nicht mit der anderen Wand verzahnt ist. Da das Gebäude etliche Jahre auf dem Buckel hat und die Fugen auch schon bessere Zeiten gesehen haben hat sich dort ein langer Riss gebildet.
Im weiteren Mauerwerk sind Lüftungsgitter eingelassen. Ehemalige Räucherkammer. Desweiteren sind noch einige Querrisse vorhanden. Auch die Fugen wurden mal mit Zement oder so ausgebessert.
Meine Fragen?
Kann ich den Riss und die Wände mit Spiralankern wieder auf Kurs bringen?
Wee verfülle ich die Risse? (Querrisse im mm Bereich! Bei dem großen Längsriss kann man die Sonne sehen. Und an manchen Stellen die nicht verzahnten Steine bewegen)



Erstmal genug Fragen bis hierher. Danke



Weiteres Bild der Wand



Habe aber noch einen weiteren großen Riss entdeckt.
Ich sollte mal anfangen die Fugen auszukratzen.
Sollte man die extrem harten Fugen belassen? Es wurde an manchen Stellen irgendwie geputz und verfugt. Zementartig hart.



Verzahnung



Was bedeutet Ihr Forumsname: SchallschutzBeton?

Viele Grüße



Letztes Bild eines QUerrisses



Querriss. Daneben ein mit Quellmörtel und Backstein verfülltes ehemaliges Lüftungsgitter.



Schallschutzbeton



In den Raum soll mal ein Tonstudio.
Und bei der Suche nach geeigneten Schallschutzmaßnahmen kam die Idee auf am besten wäre es eine Betonwand vor die Backsteinwand gießen. Alle empfahlen immer nur Trockenbau und ich hätte gerne etwas massives einfaches. Da Mauern aufgrund der fehlenden Kenntnis nicht in Frage kommt kam mir Beton in den Sinn. Und von Prinzip frisst ja so eine Betonwand ganz andere Frequenz Kaliber als eine Rigipswand. Oder liege ich da so falsch? Etwas übertrieben aber ich bin kein Fan von Trockenbau.



Hast Du...



... schon mal über die Ursachen der Rissbildung nachgedacht? Wenn das nicht abgestellt wird, kannst Du flicken soviel Du willst, es kommt wieder...

Genauso kann mal mal überlegen, warum da mal irgendwie mit einer Anschlussfuge weitergemauert worden ist, möglicherweise war das ja mal ein offener Schuppen oder Unterstand, der dann halbherzig zur Räucherkammer umgebaut worden ist...

Für mich sieht das ganze fast schon einsturzgefährdet aus, da kann man ja 'nen Scheuerlappen durchschmeißen...

Ich habe das Gefühl, dass Dich das Projekt in Eigenregie über Deine Grenzen bringen wird, jedenfalls wenn es vernünftig werden soll...

Das mit der Betonwand wirste vergessen können, die muss ja auch auf irgendwas stehen...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Hallo,

für eine Beurteilung sind die Angaben noch zu dürftig.
Können Sie Gesamtansichten einstellen ?

Grüße





Wenn ich jetzt mal die Bildinformationen aus Deinem anderen Beitrag mit den von hier zusammenbastle scheint es mir so, als ob da mal ursprünglich ein Durchgang oder so war, der nächträglich mit einer gegenüber der ursprünglichen "Außen"-wand nach außen vorstehenden Wand zu einem Raum umgewandelt wurde. Frage wäre nun bei dem vorgefundenen Zustand wie improvisiert das Ganze ursprünglich angedacht war, und wie lange diese Wand die ursprünglich geplante Nutzung schon überdauert. Wurde die Räuscherkammer professionell oder eher zu Hobbyzwecken genutzt?


Mach mal bitte ein paar Angaben über Wandstärken und Fundamenttiefen. In Deinem anderen Beitrag hast Du davon geschrieben, daß Du da Außen schon rumgebuddelt hast. Hoffe Du weißt daß dies nur mit nem gewissen Maß an Vorsicht erfolgen sollte!

Bei einer dünnen Wand mit unzureichend ausgeführtem Fundament lassen sich die Risse im Bereich der Wandöffnungen (auf dem Bild hier wohl schon zugeschwiert) relativ einfach erklären. Ehrlichgesagt, wenn Du da mal ein professionelles Tonstudio reinbauen willst, würd ich das bissle Wand wegreißen und vernünftig aufbauen! Sofern da keine Statischen Gründe dagegen sprechen, was ich aber von den hier verfügbaren Infos her erstmal nicht vermute.

Wegen Deiner Frage zum Schallschutz ... Wenn Du die Wände mit einer Betonvorsatzschale vergießen willst Hast Du zwar Masse in die Wand gebracht, aber erstmal eine Schallharte Oberfläche. Klar kann man das dann mit Irgendwelchen Schalldämmatten bekleben. Ich denke aber, daß es so recht schwierig wird die Übertragung per Körperschall in den Griff zu bekommen - bin da aber auch kein Experte. Du hast nicht geschrieben, was genau Du mit dem Tonstudio vorhast, welche Nutzung des Gebäudes rund herum aussieht und welche Anforderungen an den Schallschutz bestehen. Wenn es professioneller werden soll, geh auf den Rat von Sebastian ein und lass Dir bei der Planung von einem Fachmann vor Ort helfen. Alles andere wird Deine teure Technik nicht wett machen können.


Gruß aus Berlin,



Fundament



Das Fundament welches ich an einer kleinen Stelle etwas aufgebuddelt habe hat min.50cm. Weiter und größer habe ich vorerst nicht gegraben.
Den Riss in der Wand wollte ich mich Spiralankersystemen verbinden und mit Quellmörtel auffüllen.



Beton Spielerei



Das mit dem Beton war nur so eine fixe Idee.

Wandstärke ist 24cm.

Normalerweise sollte man Trockenbau und Dämmung einbringen.
Das Problem ist dass hinter der Wand tatsächlich die Nachbarn ihre Terrasse haben. Somit dachte ich an etwas massives. Ich benötige keinen Aufnahmeraum aber zum arbeiten benötigt man schon eine gewisse Grundlautstärke. Der Raum ist akustisch schon recht günstig geschnitten da er nicht Rechtwinklig ist. Das Studio steht zur Zeit als Arbeitsplatz Rechner im Vorraum und sollte dann temporär in das kleine Gebäude ziehen bis das große Gebäude nebenan fertig ist. Halt eine Budget Frage. Also wenn ich die Wände undBoden so hinbekomme dass es 10-15 Jahre hält würde dass erstmal ausreichen. Neu Mauern kann ich slebst nicht leisten und sprengt somit das Budget. Auch das Dach welches jetzt nciht für die Ewigkeit gebaut ist müsste ja dann erneuert werden. Aber ein 24 BacksteinMauerwerk ist doch eine relativ gute Basis.

Habe die Lüftungsgitter mit Steinen versehen. Habe zwei mit Quellmörtel und zwei mit Zement eingesetzt. Gut oder eher schlecht?



Umsicht



Wände Bilder



Lüftungsgitter



Außen Gitter die ins Mauerwerk eingelassen sind.



Noch ein Riss



Was tun?



Außenansicht



zweite außenansicht



Risse



Das mit dem Hinweis von Sebastian sollten sie ernst nehmen. Ohne Ursachenforschung ist es müßig über eine Risssanierung nachzudenken.
Was haben Sie sich von dem Quellmörtel versprochen?

Viele Grüße



Es müsste...



... auch die Tür und das Fenster erneuert werden, um Deine Geräte zu schützen sollte auch eine Heizung installiert werden...

Ich kenne Deinen Etat nicht, aber es wird nicht mit ein paar hundert Euro getan sein, den Raum auf Tonstudio zu trimmen...

Schredder die Butze und Mauer auf oder nutze sie als Schuppen oder stell Dir für 15 Jahre ein halbwegs vernünftiges Holzhaus in den Garten... manmanman... was soll das denn werden?...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





... wenn der Etat so schmal ist, mal ein Vorschlag für die nächsten 15 Jahre ...

Verschaff Dir zunächst mal ein vernünftiges Fundament (Bodenplatte gießen mit entsprechender Abdichtung). Stell Dir darauf entsprechend entkoppelt mit Abstand von etwa 4 besser 6cm zur Mauer (wenn Du Platz hast gern auch begehbar) eine min. 14er Vorsatzschale in Rahmenbauweise (ohne Kontakt zur Außenmauer). Schau Dir dafür mal als Idee die Steico Joist Träger an ... Kann man sich mit leichten Anpassungen auch aus Dachlatten und MDF selber machen. Für Deine Zwecke reichts allemal, da keine tragende Konstruktion erforderlich.

Darein vernünftige (schwere) Dämmung (z.B. flex Holzfaser). Innenseitig beplanken mit min. 10er OSB3 (besser stärker mit Nut und Feder) Fugen ordentlich verleimt und mit geeignetem Klebeband abgedichtet (OSB fungiert als Dampfbremse). Darauf kannst Du dann nach Belieben auch nochmal Akustikschaum kleben, malern oder Tapezieren. Fensteröffnungen würd ich mir sparen sofern Belüftung über angrenzende Räume möglich. Sorg für eine vernünftige Belüftung des Hohlraums zwischen Ziegelmauer und Holzrahmenwand mit Außenluft. Vor stellen der Holzrahmenwand zuvor Sanierung der sichtbaren Risse im Gemäuer nach Regeln der Kunst (auskratzen und neu verfugen mit Artgleichen Mörtel). Auf Spiralanker im Wandanschluss würde ich verzichten. Anderenfalls riskierst Du damit vermutlich neue Schäden an anderen Bauteilen. Die Vermutung liegt nahe, daß dein Fundament des Anbaus zumindest Abschnittsweise geschädigt ist.

Überleg Dir wirklich ob eine soliede Sanierung oder ein Neubau am Ende nicht die Bessere Alternative ist. Du must dafür nicht mauern können, sondern kanst Dir das wie gesagt auch in Holzrahmen oder Holzständerbauweise erstellen. Zwischen 6...10Tausend darfst Du dann aber sicher bei der geschätzten Größe von 3x4m inklusieve Dach rechnen.

Bevor Du aber den Abrisshammer schwingst solltest DU auch nochmal klären ob das Baugenehmigungstechnisch überhaupt realsitisch ist. Mir scheint da recht wenig Platz zum Nachbarn zu sein. Könnte daher Schwierigkeiten geben, weil weg ist weg, und Bestandsschutz greift dann nicht mehr!

Gruß aus Berlin,



Hinterbelüftet



ALso werde erstmal die fehlenden Steine einsetzen.
Danach den Schornstein abtragen und abdichten. Dann das Fundament untersuchen lassen.
Wenn dass okay ist ist der Plan folgender:
Putz komplett runter an der Risstelle ,Spiralanker setzen. Mörtelspritze Quellmörtel und Riss schließen.
Für die feinen treppenförmigen Risse hab ich noch keinen Rat.
Wenn das Problem beseitigt ist kommt erstmal ne Schicht Beton rein.
Dann die Wände Verputzen und mit Armierungsgewebe versehen. Danach den Boden fertig machen. Folie oder Bitumen rein und hoch ziehen. Beton oder Estrich mit Dämmung fertig.
Dann werden Lehmbau oder Akustikplatten vor die Backsteinwand gestellt und mit Hanf gedämmt.
Aber eben gesehen dass an der Rissstelle mal eine Trennwand stand. Jeden Tag ein neues Problem.
Auf jeden Fall sind die ersten Backsteine in der Wand.
Zuerst mit teurem Quellmörtel jetzt mit einem Zement Sand Gemisch.



Ursache



Ursache gefunden. Marodes Fundament.

Erst Zement und dann Spiralanker?

Selber machen oder fachman zu rate ziehen?



Auswirkung



Mhhh...



Fundament



Fundament erneuert. Spiralanker bestellt und Risse werden im Anschluss beseitigt.



Neues Fundament



Zement etwas Quellmörtel. Ein wenig Dachpappe Wasser und Steine... Fertig...



Wand



Ja, so einfach ging das.
Oder doch nicht?
Immer noch geistert dieser ominöse Quellmörtel herum.
Ohne den scheint es nicht zu gehen.

Viele Grüße



Rookie ... NickName oder Motto?



"Neues Fundament:
Zement etwas Quellmörtel. Ein wenig Dachpappe Wasser und Steine... Fertig..."

Klingt wie ein Kochrezept aus dem Backbuch, nur ohne Mengenangaben in Gramm! ... Glaube nicht das das von Dauer sein wird. Trotzdem weiter viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!

Gruß aus Berlin,