Feuchte Wand vor Regen schützen

20.08.2006


Hallo Fachwerker,

Ich habe auf meinem Grundstück ein altes Gebäude, was mal eine Schmiede war. Die Mauer wetterseitig ist recht feucht. Die Regenrinne oben drauf ist auch undicht.

Das Gebäude soll ein Funktionsgebäude bleiben, da es sowieso nicht schön ist, kann ich es ja einfach nur wirksam behandeln und auf Optik verzichten.

Folgende Idee:
1. Dachrinne reparieren.
2. Dränung der Mauer entlang legen.
3. Damit keine weitere Feuchtigkeit mehr ins Gemäuer ziehen kann, würde ich eine Bitumendickschicht an der Wand auftragen. Das ist zwar potthässlich, aber ich will mein Werkzeug da drin irgendwann trocken lagern.

Muss der Putz vom Gemäuer aussen abgeschlagen werden?
Wenn der alte Putz runter ist, sollte man dann einen Sanierungsputz auftragen und die Wand glatt machen?
Wäre dann ein Sperrputz eine Lösung wo dann Bitumenschicht aufgetragen wird?

Wenn das Unsinn ist, bitte direkt sagen. Wie gesagt, das Teil ist ca 50 Jahre alt, hat keinen historischen Wert und soll einfach nur trocken sein.



Fragen/Antworten



1. Aus was besteht denn die Mauer?
2. Wenn man sein Werkzeug trocken legen will, auf Dauer, muss man das Gebäude heizen, sonst ist es immer leicht feucht...
3. Tja, also Bitumen... Wenn ich die Bude von außen "dicht" mache, kann auch keine Feuchtigkeit mehr raus... das muss man dabei bedenken... könnt ja sein, man will in der Werkstatt mal was arbeiten... und schwitzt... und atmet aus...
4. Was ist denn ne Dränung?

1. Ursachen für die Feuchtigkeit suchen (Dachrinne, Spritzwasser vom Regen an die Wand...) und beseitigen.
2. Einen dampfdurchlässigen Putz auftragen! - also der atmet. Sonst gibts irgendwann Schimmel innen (siehe die heutigen Bäder, die bis zur Decke gefliest sind - da ist es meistens irgendwo schimmelig, und sei es an den Fugen oder im Silikon, weil man die Feuchtigkeit nie raus kriegt, egal, wie viel man lüftet). Beispielsweise Kalk (hat man früher schon gemacht, bei Viehställen).
3. Fäddisch.
Bloß nix "abdichten". Abdichten ist nämlich immer so - irgendwann bilden sich mal Haarrisse, und sei es in 10 Jahren und dann kann die Feuchtigkeit da rein aber NICHT mehr raus...

Grüße Annette



stimmt!



Hallo, die Aussagen von Annette kann ich unterstreichen.
Eine Dränung macht nur dann Sinn, wenn man sie um das gesamte Gebäude herum verlegt, außerdem muß diese ordentlich entwässert werden, sonst bewässert man das Haus.
Nicht alle Gemeinden lassen es zu, dieses Wasser in den Kanal einzuleiten. Eine weitere Möglichkeit wäre nach Dachrinnenreparatur eine gut hinterlüftete Holzverbretterung anzubringen. Kann man gut in Eigenleistung machen und kostet weniger als ein komplett neuer Verputz. Viele Grüße, Johannes Prickarz




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