Ziegelaussenwand im ehemaligen Stall. Putzaufbau

28.05.2006


Hallo,

ich habe mich zwar schon enige Stunden durchs Forum gewühlt, jedoch bin ich nun genauso schlau wie vorher. Ich bin gerade dabei das kleine Bad, was im ehemaligen Stall untergebracht war komplett zu sanieren. Die Aussenwand besteht aus 30 cm Zieglmauerwerk und ist mit sehr breiten und undefinierbaren schwarzen Mörtel vermauert. An dieser Aussenwand efanden sich bis auf ca. 1.20m Fliesen auf ca 3cm dicken Zementputz. Die Fliesen waren alelrdings gerade an der Aussenwand durch die Feuchtigkeit im Putz schon ziemlich leicht abzuschlagen.
Auch fand ich eine Grosse Kreisförmige Auskristallisierung unter den Wandfliesen.

Jetzt möchte ich das Badezimmer dort wo möglich gerne nur verputzen, teilweise aber auch neu Fliesen.

Der Zemntputz ist oberhalb von ca. einem Meter troken und gut, aber darunter eben feucht. Welchen Putz verwende ch nun am besten? Vorallem, welchen verwende ich dann für die Bereiche die gefliest werden sollten.





Wenn Sie im Bereich eines ehemaligen Stalls ein Bad einbauen möchten, so haben Sie möglicherweise schlechte Randbedingungen gewählt, denn in diesen Bereichen ist nicht selten die Salzbelastung (Stichwort: (ehemalige) Fäkalien) sehr hoch. Diese Salzbelastung könnte (Haupt-)Ursache der Feuchte sein. Das würde ich überprüfen lassen. Es gibt dazu verschiedene Methoden. Über die anfallenden Kosten kann ich keine Auskunft geben, würde diese Investition aber ins Auge fassen.
Der Mörtel war mit Sicherheit nicht schon immer schwarz. Ich würde auf Schmutz, verottete Beschichtungsreste, möglicherweise auch Überbleibsel eines Brandes, oder auch auf Pilzbefall schließen. Sollten Sie auch mal überprüfen lassen.
Da die Wand oberhalb der ehemaligen Fliesen nach ihrer Beschreibung nun ausgetrocknet zu sein scheint, lässt das zwar auf aufsteigende Feuchtigkeit schließen, welche sich vormals den Weg nach oben suchte, da sie im Bereich des Zementputzes und der Fliesen nicht austreten konnte, aber diese Diagnose sollte doch umfassender untermauert werden.
Zumal hygroskopisch bedingte Durchfeuchtung im Schadensbild häufig aufsteigende Feuchte vortäuscht.
Was könnte auf Sie zukommen? Die Wände richtig freilegen, Mörtelfugen auskratzen, neu verfugen. Keine hydraulischen-oder wenigstens keine hochhydraulischen Kalkzuschläge, keine Zementzuschläge verwenden, statt dessen diffusisionsoffene Baustoffe (Luftkalke), sowie Beschichtungen. d.h. also auch Fliesenflächen minimieren.

Aber, das sind alles Spekulationen.

Daher ist mein Tip (leider der ungeliebteste Tip aller ungeliebten Tips): Holen Sie sich doch mal einen Fachmann vor Ort. Bspsw. einen Baubiologen, oder einen auf Sanierung alter Mauerwerke spezialisierten Architekten.

MfG





hallo Nils,
ich stimme meinem Vorredner zu, denn ich habe auch so einen Stall. Wir gehen dabei so vor (egal ob das nun für andere richtig ist :-):

- Putz innen und außen runter, Fugen auskratzen
- abtrocknen lassen, während dessen nach weiteren Feuchtequellen suchen und bekämpfen
- nach mindestens 6 Mon. neuer Putz (außen vielleicht eher wegen Wetterschutz)

Wir verwenden dabei keine Dämmung, da die nasse Mauer trocknen muß und die Salze weiter Wasser ziehen. Dies bedeutet dass man eigentlich keinen Wohnraum daraus machen kann. Wir nutzen dies als Heizraum (Holzofen) und Werkstatt und sonstiges.

Das Problem ist das Salz in der Wand, vermutlich wirds nie richtig trocken. Auf keinen Fall die 0815 Sanierung machen, nach den Motto: Zemnent und alles mit Platten zu kleben, da kann man darauf putzen und fertig, nur reinen offenen Kalkputz verwenden.

Viel Erfolg und Mut zum eigenen Weg
Andreas



Danke euch beiden



Dann heisst es jetzt in jedem Fall ersteinmal Putz kloppen, wie ich das liebe (und meine Handgelenke erst).

Gut gut, jetzt habe ich im Prinzip nur noch diese eine alte Stallmauer, nämlich die Aussenwand, diese werde ich dann keinesfalls Fliesen sondern nur mit Kalkputz verputzen.

Der rest des Badezimmers besteht aus Bimssteinen bzw. muss ich noch 2 Wände abmauern. Dazu auch gleich noch eine Frage, wie ich ja nun gelernt habe wird diese Wand ja immer ein wenig feucht bleiben, Ok, aber wie gestalte ich dann den Wandanschluss der Neuen bims, mit der alten Ziegelsteinwand? Normaler Wörtel oder doch irgendwie absperren?




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