Wand und Decke renovieren/sanieren bei Materialmix und Unebenheiten

18.11.2009



Hallo,

in unserem rund 200 Jahre alten Fachwerkhaus steht noch die Renovierung des Büros an.

Es handelt sich im einen schmalen, etwa 13qm großen Raum mit zwei verschiedenen Raumhöhen, entstanden durch das Entfernen einer Mauer.

Die Wände bestehen aus verschiedenen Materialien.
Die eine Seite besteht aus Mauer-Putz (vermutl. Kalk-Zement)-Rauhfaser / Fliesen.
Die andere Seite besteht aus Fachwerk-Lehm-Anstrich (für mich nicht sicher definierbar). Letztere sind noch mit ein paar Brettern verschandelt, die einmal eine dünne Presspanplatte gehalten haben... Zudem ziert der Raum zwei "Ecken" die durch eine verschlossene Tür und ein ehemaliges Fenster entstanden sind.

Die mit Rauhfaser tapezierte Strohdecke ist schief, der andere Teil der Decke besteht aus Fachwerkbalken, mit Stroh&Lehm ummantelt und mit einem Zeug verputzt.
Elektrik ist vorbereitet, aber noch nicht verlegt.

Die Balken und Lehmgefache sollen nicht freigelegt werden. Damit kenne ich mich nicht aus. Zudem sind die sichtbaren Balken unschön.

Der Raum soll nun wohnlich werden. Möglichst mit wenig Dreck, Kosten und Aufwand ;)
Erste Erfahrungen mit Lehmfeinputz sind vorhanden, was aber beim Grundaufbau nicht weiterhilft.

Welchen Wandaufbau würdet ihr bevorzugen?
1) Lehm? Dann müsste der komplette Putz inkl. Fliesen und Tapete runter. Viel Dreck. Dann eine Menge Putz drauf - Feinputz reicht da ja nicht... Hab noch nie eine Wand verputzt. Gern würde ich anschließend eine dünne Schicht Feinputz aufbringen...
2) Anhänger der Nicht-Biologischen-Bauweise tendieren da wohl zu Lattung plus Fermacell. Dazu noch eine Dämmung der Außenwand (doppeltes Mauerwerk, Wand zur Garage) inkl. Mineralwolle und Dampfsperre. Dann kann ich aber keinen Feinputz mehr auftragen.
3) Was bleibt? Lehmbauplatten? Hmm... alles eine Preisfrage... Oder Lattung und Profilholz? Optisch könnte ich mir auch Holz statt Lehm vorstellen...

Und was machen mit der Decke?

Wäre für ein paar Anregungen dankbar.



Ich denke,



wenn man an einen solchen Kram nicht konsequent heran geht, verschiebt man die Dinge letztendlich nur auf später und ärgert sich dann, dass man nicht von Anfang an konsequent gearbeitet hat. Und ohne Staub und Schmutz wird nichts zu machen sein.



Da



kann ich nur empfehlen, einen erfahrenen Handwerker hinzuzuziehen, mit dem Ihr das gemeinsam durchführt.
Der Beschreibung nach ist da nix wirklich problematisches dran, ausser das die handwerklichen Fähigkeiten nicht vorhanden sind. Allerdings gibts auch ein hohes Fehlerpotential, siehe Mineralwolle und Dampfsperre.
MfG
dasMaurer



Rat befolgt



Danke für euren Rat. Ja, ihr habt / hattet Recht...

Wir waren fleißig und haben Dreck gemacht... Also der Schund ist fast vollständig runter. Wie das so bei einem alten Haus nun einmal ist, sind wir jetzt nicht wirklich glücklicher... Zwei/drei Balken sind morsch... Nun, wenigstens sehen wir das jetzt und pappen nicht einfach was vor...
Die morsche Ecke ist genau im Übergang Wohnraum-Garage-Außen. Die Wand daneben (wo das Fenster ist) wurde scheinmal mal saniert und das Fachwerk entfernt.

Die Wände wollten wir mit Lehm verputzen. Jedoch ist es nach dem Putzabschlagen merklich kälter im Raum - reicht der Lehmputz als Dämmung? Wie gesagt, die Außenwand besteht aus Fachwerk. Dahinter ist die Mauer der Garage. Den Lehmputz wollten wir selbst machen - ist auch schon bestellt. Hält das? Muss ich bei dickeren Schichten noch einen Putzträger einbauen?

In den nächsten Tagen schaut sich ein Handwerker das Fachwerk an.
Natürlich kann ich nicht ruhig schlafen und frage euch... Mit welchem Aufwand müssen wir rechnen? Sprich mit welchen Kosten?

http://img109.imageshack.us/img109/9067/wandm.jpg



An den Aussenwänden



sollte die Gunst der Stunde genutzt werden und eine Dämmung, zum Beispiel Holzweichfaser, installiert werden.
Ein Putzträger ist nicht erforderlich, aber eine Gewebeeinlage ist auf jeden Fall sinnvoll.
MfG
dasMaurer