Nasse Wand in der ersten Etage (Mauer im Berg)

21.09.2005


Ich habe ein Haus erworben, das schon lange nicht bewohnt war. Die hintere Wand ist im Berg .Von außen kann es nicht ausgeschachtet werden. Mauer aus Naturstein. Die Wand ist nicht gerade nass, aber feucht. Es soll bzw. muß dort ein Bad entstehen. Welche Möglichkeiten gibt es dafür ? Sind Getifix Feutraumplatten geeignet ?



Wenn die Feuchtigkeit



von außen kommt ist es in keinem Falle ratsam irgendwelche Platten an die Wand zu kleben. Vielmehr ist zu klären, wo die Feuchte herkommt und wenn sie von außen kommt, wie sie zu beseitigen ist.
Schön wäre es ja, wenn die Feuchtigkeit eine Folge des Leerstands ist. Wenn dem so ist können Sie Calciumsilkatplatten wie sie auch von Getifix oder Calsitherm oder, oder... angeboten werden, verwenden. Lassen Sie sich am besten von einem Fachberater von Calsitherm oder einem anderen Hersteller beraten.



Was ist wenn...??? Warum ist eine Wand feucht?



Ich beschäftige mich seit mehr 35 Jahren mit den Problemen der Feuchte.
Woher kommt denn die Behauptung: nur nicht mit irgendwelchen Platten dicht machen?
Es ist doch logisch, wenn Wasser außen ansteht und sagen wir einmal 50cm hoch, dann ist doch die nächste logische Folgerung, dass dieses über kurz oder lang in den Kellerräumen auch 50 cm hoch stehen sollte.
Oder sollte das Wasser Angst haben von oben runter zu fallen?
Wenn jedoch die Wände "nur" feucht sind, dann ist dies ausschließlich Kondenswasser!
Und dies sollte nur von innen mit z. B. den von mir entwickelten I-Bausystem beseitigt werden.
Dabei werden dampfdichte Platten mit einem Putzträger dicht an die Wand angedübelt und wieder Verputzt. (siehe auch unter Schriften bei: www.denkmal-pflege.de )insbesondere Nr. 12 + 14.
Das mit den Kalziumsilikatplatten versteckt auch nur einiges über eine gewisse Zeit.
Genau wie bei den Sanierputzen ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese voll gesogen sind. Und auch je besser diese das Wasser aus der Oberfläche absaugen umso mehr reichert sich die Feuchte im Raum an. Ob dies das Ziel sein sollte?
Ich bin überzeugt das Gegenteil sollte erreicht werden.





Hallo,

hat jemand einen Tip ?

Im Erdgeschoß ist ein Teil einer Wohnung nicht unterkellert. Der Boden wurde mit Estrichbeton früher (ca. 1986- 1995) schon erneuert, die Wände sind aus dickem, masivven Bruchstein- Granit etc. und mit einem Kalkmörtel gemauert und verpuzt. BJ. 1853.
Eine Außenmauer grenzt an den Garten. Dort wurde als Gehweg direkt an die Hauswand verbindend ein ca. 1m breiter Betonstreifen gegossen. Ach so und beim alten Bruchsteingemäuer gibt es nat. keine Mauersperre nach unten.
Dieser Raum soll als Schlafzimmer genutzt werden und vorher neu ausgebaut werden. Direkt feucht sind die Wände nicht, die Tapeten sind manchmal leicht klamm.
Evt. lüftet der Mieter nicht richtig bzw. zu selten- aber vermutlich spielt auch der Betonstreifen im Garten und die fehlende Mauersperre eine Rolle oder alles zusammen. Was kann man tun, um hier sinnvoll Abhilfe zu schaffen. (Rockefeller bin ich nicht)? Vielen Dank !



Tip



Der definitive Tip lautet: Nehmen Sie sich eine Person mit Scahverstand zur Hilfe. Es könnte eine der von Ihnen beschriebenen Ursachen sein. Vielleicht ist es aber auch etwas anderes. Das lässt sich nur am Objekt selber klären.



Dampfdichte Noppenbahn



Luftdichte Noppenbahn mit Verputz.
Dieses Verfahren erinnert an die zur Gründerzeit oft eingesetzte Falzbaupappentechnik. Dort wurde eine teer- oder bitumenhaltige gefalzte Pappe auf die Wand genagelt und anschließend verputzt. Das heutige Ergebnis dieser "Sanierung" sieht normalerweise so aus, dass oberhalb dieses verkleideten Bereiches die Feuchtigkeit massiv austritt und wenn's ganz schlimm kommt, zwischen Mauerwerk und Falzbaupappe der echte Hausschwamm sein Unwesen treibt!!!
Dort wo's hinpasst kann man's auch anbringen - aber nicht verallgemeinern, schon gar nicht wenn's um wohnraumähnliche Nutzung geht!!



Herr Hoppensack, da haben Sie nicht Unrecht. Dieses System kenne ich natürlich.



Glauben Sie jedoch nicht, dass das Patentamt so ohne weiteres ein gleiches (längst bekanntes) Verfahren zulässt.
Es gibt schon erhebliche Unterschiede.
Bei mir funktioniert es halt.
Da ich einige Fehler dieser alten Methode "ausgemerzt" habe.
Sonst wäre nicht die gute Erfolgsqote möglich.
Nur was Sie immer behaupten aber nicht beweisen können (z.B Hausschwamm wächst usw.) dient nur dazu den Menschen Angst zu machen, um dann die schleierhafte Injektion anzubieten.
Das Bild zeigt z.B. einen patschnassen Keller (aus 1620 Innenstadt München) der in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde bearbeitet wurde.
Dazu auch das Bild wie es jetzt aussieht.
Ohne irgendeine Injektion hochwertig nutzbar. Und dies auch dauerhaft.



Die Schwächen des Kaschiersystems



Beim Kaschiersystem bleibt die Wand hinter der dampfdichten Noppenbahn nass bzw. feucht. Temperatur, Sauerstoff, Feuchte und organisches Material (z.B: Kellerasseln) sind ein hervorragender Nährstoff für Pilzkulturen.



So, jetzt versuche ich mal was.



Hallo Eddi, hallo Jürgen,
bevor jetzt wieder das Aneinandervorbeireden losgeht, mische ich mich mal ein, wenn Ihr das gestattet.

Frage wieviel hat Falzbaupappentechnik mit dem I-Bausystem zu tun?

Jürgen, Du schreibst:
Das heutige Ergebnis dieser "Sanierung" sieht normalerweise so aus, dass oberhalb dieses verkleideten Bereiches die Feuchtigkeit massiv austritt und wenn's ganz schlimm kommt, zwischen Mauerwerk und Falzbaupappe der echte Hausschwamm sein Unwesen treibt!!!

Was heißt normalerweise, was ist dann unnormalerweise und wo sind die jeweiligen Ursachen?

Eddi,
ich habe nicht lesen können, daß da irgendwo von Schleierinjektionen die Rede war.

Zitat Jürgen:
Dort wo's hinpasst kann man's auch anbringen - aber nicht verallgemeinern!

Das wäre doch mal ein Anfang.:-)

friedliche Grüße
Lukas





Hallo,

an einer Seite habe ich bereits aufgeschachtet, alle Fugen vom Erdreich befreit und ausgekratzt und ausgespült und verfugt, verputzt und mit einem Bitumen Kaltanstrich versehen. Zumindest besser als nichts...

Aber gibt es Möglichkeiten, wie man- und sei es partitiell- eine Sperre von unten legen kann, ohne tausend Probleme?

Welchen Putz sollte man eigentlich im Erdgeschoß verwenden- zudem, wenn nicht unterkellert ist?

Kann dieser ans Mauerwerk angeschlossene Gehweg Probleme bereiten- eben weil das Haus am Hang liegt, (Granitberg) und
evt. Wasser, welches im Erdreich geführt wird, am Fassadenbereich nicht abtrocknen kann, weil darüber eben dieser Weg liegt... ?
Vielen Dank

MfG

AndreasB.



Herr Hoppensack, Ihre Beschreibung zeigt deutlich, dass Sie zu diesem Thema noch dazu lernen müssen !



Es ist doch nicht Ihr Ernst, jemanden zu erklären, dass aus Kellerasseln Hausschwamm entstehen. Und wie sollen diese hinter das I-Bausystem gelangen?
Weiter sollten Sie darüber Nachdenken - was den überhaupt feucht ist und ob diese Feuchte überhaupt einen Baustoff schädigt.
Ab welchen Feuchtegehalt ist denn überhaupt ein Schaden?
Hier werden oft nur Ängste geschürt, dabei gibt es in der Praxis überhaupt keinen trockenen Baustoff.
Und außer in Bezug zur Wärmeleitung hat es keine Auswirkung.
Aber genau diese Problematik wollte Herr Herklotz mit seiner Frage gelöst bekommen.
Herr Herklotz Eingangs war Ihre Frage, welche Feuchtraumplatte oder jetzt welcher Putz geeignet ist.
Wenn eine Wand durch Feuchte geschädigt ist, sollten Sie einen Sanierputz nach WTA geprüft verwenden.
Siehe: http://www.wta.de/Taetigkeitszentren/Merkblaetter/merkblaetter.html E-2-9-04/D Sanierputzsysteme (überarbeitete Fassung von 10/04)ab Mitte November 2004 erhältlich für 10 €.
Aber wenn tatsächlich Granit vorhanden ist, brauchen Sie auch keine Sperre einbauen.
Die Wasseraufnahme von Granit ist unbedeutend. Eine Sperre welcher Art auch immer ist somit Nonsens.
Anders sieht es aus welche Heizung an der Stelle eingebaut wird. Es muss darauf geachtet werden, dass diese Sockelzonen (innen) nicht zu kalt werden können, sonst entsteht Tauwasser.
Weiter fragen Sie, ob die Gehwegplatten negativ sein können.
Ich rate dazu alles zu tun um das Wasser vom Haus abzuleiten.
Ansonsten dicht zu machen.
Keine Drainanlage und keinen Kiesstreifen, weil sonst das Wasser eingeleitet wird.





Hallo Herr Bromm,

vielen Dank für Ihre Antwort- ich gehe davon aus, daß zumindest der letzte Teil Ihrer Antwort sich auf meine Frage bezog (der erste Teil auf Herrn Herklotz)

Aber ich habe da etwas nicht verstanden, Sie schrieben:

"....Ich rate dazu alles zu tun um das Wasser vom Haus abzuleiten. Ansonsten dicht zu machen. Keine Drainanlage und keinen Kiesstreifen, weil sonst das Wasser eingeleitet wird......"

Wenn ich also den Betonstreifen weghacke und somit für Luft und Besonnung sorge und meinetwegen auch hier an der Giebelseite zum Garten die Fugen verfuge, verputze und mit Bitumen isoliere- wie aber kann man das Wasser ableiten, ohne Drainage, sofern Wasser nennenswert anliegt...?

MfG

AndreasB.



Hallo Andreas, es ist für mich logisch, dass wenn ich erst kein Wasser einleite,...



dann brauche ich auch nicht dafür zu sorgen, dass es abläuft.
Es ist sicher besser - oben den Belag dicht zu machen d.h. den Beton zu belassen.
Und auch bedenken, wenn Luft an eine Wand kommt, dass diese auch nicht trocken ist und bei niedrigen Temperaturen auch Feuchte durch Kondenswasser an die Wand kommt.



Bitte um Nachhilfe



Da ich einige Fehler dieser alten Methode "ausgemerzt" habe.
Sonst wäre nicht die gute Erfolgsqote möglich.(Zitat aus Beitrag von Herrn Bromm)

Herr Bromm, es wäre sicher für viele Leser interessant, zu wissen um welche Fehler es sich handelt und wie Sie diese "ausgemerzt" haben. Das könnte evtl. auch die Bedenken gegen das I-Bausystem ausräumen.
mfg.




Hauswand

Hallo,
Ja, jetzt will ich mich nun auch noch mal melden. Zum besseren Verständniss, versuche ich ein Bild einzusetzen und mache heute auch noch eins von der Innenmauer.

Durch einige Nachfragen, weiß ich jetzt, das die hintere Hausmauer nicht immer ganz im Berg war sondern ein Teil mit Steine gefüllt wurde. Da es aber schon lange her ist, weiß niemand mehr wie es gemacht wurde.
Morgen folgt noch eine Beschreibung vom Innenraum.

Danke für die Antworten
Andreas Herklotz





Hallo Herr Bromm,

wieso eigentlich Wasser einleiten? Bei Hanglage führt doch das Erdreich von ganz allein Wasser mit sich, welches dann
auch- schon auf Grund von Gravitation- von oben nach unten
sickert und dann auch evt. an der Gibelwand staut. Links ist ne Mauer, rechts ist ein Pfeiler und eine Betontreppe und am Mauerwerk der olle Betonweg.... deswegen- auch auf die Gefahr hin, für blöd erklärt zu werden, verstehe ich nicht, warum der Betonweg gut sein soll. Irgendwie muß doch sich anstauende Nässe abgeleitet werden können, wenn sie nicht von allein abfließen oder abtrocknen kann....?
Ich wills ja nur verstehen können... :-)

MfG

AndreasB.



Bild von der Innenwand


Bild von der Innenwand

Hier habe ich mal ein Bild von der Innenwand. Es waren 5 cm Putz darauf, die ich teilweise schon abgehackt habe. Die Decke wird gerade rausgerissen, weil die Balkenköpfe verfault sind und Holzwürmer aktiv sind. Anzeichen vom Kellerschwamm sind auch erkennbar, wie mir ein Zimmermann gesagt hat. Trotzdem muß dieser Raum ein Bad werden, da ich keine andere Möglichkeit habe. Da das Haus 20 Jahre leer stand, kann ich auch nicht sagen, ob viel Wasser eindringt, weil es nie richtig gelüftet wurde.
Nach meiner Meinung wird die Mauer eine gewisse Feuchte haben(es läuft keine Wasser aus der Wand), aber das Kondenswasser wird auch viel ausmachen.

Andreas Herklotz



Richtig ist im Erdreich ist es immer feucht !



Aber deswegen muss noch kein Wasser fließen, auch wenn eine Hanglage ist.
Die alles entscheidende Frage ist, kommt innen Wasser - ja oder nein.
Da diese Wand keine Abdichtung aufweist, müsste - wenn außen Wasser ansteht, sofort dieses Wasser eindringen.
Es ist sicher so, dass (schon aus Vorsorge) eine Abdichtung vor die Wand muss, aber auch dafür gesorgt werden muss, dass dieses Wasser irgendwie abgeleitet oder notfalls auch ausgepummt werden kann.
Eine innenliegende Drainanlage oder Pumpensumpf - sollten fest durch einen Installateur angeschlossen werden.
Und unter das von mir vorgeschlagene System, sollte eine Wärmedämmung (z.B. foamglas ca. 4cm) eingebaut werden.
Dann sollten Sie auf der sicheren Seite sein.