Lehmgrundofen durch tragende Wand

21.08.2007



Hallo, wer weiß, ob das möglich oder gefährlich ist?
Wir möchten gerne unsere beiden zentral genutzten Räume mit einem Lehmgrundofen heizen, haben auch einen Ofenbauer. Er schlägt vor, eine Wand auf einer Fläche von ca. 2 X 1,40 Meter zu durchbrechen und den Ofen dort hinein zu bauen. Jetzt rät unser Maurer davon ab, da es sich bei der Wand um eine tragende Wand handelt.
Der Ofenbauer schlägt nun als Alternative vor, die Ziegelwand nicht zu durchbrechen, sondern als rückwand für den Ofen zu nehmen und damit die Wärme so an den zweiten Raum weiter zu geben. Er würde keine Bedenken (wegen zu großer Wärmebelastung für die Wand) sehen. Zur Info: Das Haus ist aus dem Jahrgang 1866, also auch die Ziegel u. der Mörtel dementsprechend alt.Wir sind nun völlig planlos und wissen nicht, was wir tun sollen. Kann uns jemand fundierten Rat geben? DANKE



Lehmgrundofen durch tragende Wand



Hallo Dirk,

das gleiche Problem haben wir bei einem Freund so gelöst, daß in die tragende Wand eine Öffnung mit einem Sturz eingebracht worden ist in den ungefähren Maßne des Grundofens. Dieser wurde dann in die Wand gestellt und die Züge so gelegt, daß beide Räume gleichmäßig von den Abstrahlflächen des Grundofens versorgt wurden. Bitte keinen Durchbruch ohne entsprechende statische Berechnung und Absicherung in eine tragende Wand machen.

Viele Grüße

J. Simon



Idee vom NICHT-Fachmann



Wir wollen in der Küche einen Kachelofen mit Heizeinsatz aufstellen, die aus dem Heizeinsatz kommenden Gase werden durch die Wand in ein Nachheizregister im Nebenraum geleitet und dann erst in den Kamin. Bei Einhaltung der entsprechenden Abstände von brennbaren Bauteilen hat unser BSF sein OK gegeben. Warum sollte diese Lösung nicht auch bei einem Lehmgrundofen machbar sein - ob aus Lehm oder Fertigteilen spielt bei sachgemäßer Ausführung doch wohl keine Rolle. Dann reicht euch ein kleiner Durchbruch für das Rauchrohr.

Die Wand als festen Bestandteil des Ofens zu integrieren erscheint mir riskant, da diese im Gegensatz zu den anderen Ofenaußenflächen statisch belastet ist und evtl. im Dehnungsverhalten anders reagiert (Risse und Undichtigkeiten).

Gruß Frank



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Moin moin, danke für die Tipps. Wir haben beschlossen, uns die Sache nochmal durch den Kopf gehen zu lassen und vor allem auch noch zwei, drei andere Ofenbauer zu interviewen. Jetzt hoffen wir nur, dass es nicht so kommt, wie so oft: drei Experten, vier Meinungen... ;o)

Dankeschön !





Zitat:
"Der Ofenbauer schlägt nun als Alternative vor, die Ziegelwand nicht zu durchbrechen, sondern als Rückwand für den Ofen zu nehmen und damit die Wärme so an den zweiten Raum weiter zu geben."
In diesem Fall würde ich vorschlagen, den Ofensetzer unter Zuhilfenahme eines Ziegelsteines, aus dem Haus zu prügeln. Eine statisch wirksame Wand ist dringend vor Erwärmung zu schützen.
Suchen sie sich einen fähigen Ofenbauermeister, der bezieht auch von Anfang an den Schorni mit ein und alles wird gut.