Kellerwand eine Ecke nass

21.02.2005



Bei mir ist eine Ecke im Keller nass. Das Haus ist BJ.1939 und die Kellerwände
sind gegossen. Von Beton kann man dabei aber eher weniger sprechen, er enthält
sehr viel groben Kies. Im letzten Sommer haben wir beim Pflastern des Hofes auch gleich
die Kellerwand mit aufgeschachtet und mit schwarzem Blocker gestrichen.
Ich dachte das dann die Wand trockener wird, aber denkste.
Jetzt im Winter ist die Ecke im Keller so nass, das mir dort das Wasser schon an
der Wand runter läuft. Und wie gesagt, es ist nur an einer ecke im Keller, nicht
die ganze Wand! Dort ist auch kein Abwasserrohr oder so was defekt sein könnte.
Was tun?



Könnte es sein, daß...



Hallo,
Hört sich nach auf der Wandoberfläche auskondensierender Luftfeuchtigkeit an...
Entweder ist die Luftfeuchtigkeit im Keller durch andere Maßnahmen angestiegen (dichtere Kellerfenster, Wäschetrockner) oder die Wand ist kälter als in den Jahren zuvor (Wand ragt weiter aus dem Erdreich, Erdreich stark verdichtet, Wand von außen durch oberhalb der Schutzschicht eindringendes Spritzwasser noch feuchter).

Bin mal gespannt...
Gruß Frank



Wand nass



<(dichtere Kellerfenster,
-- das ist auch seit vorigem jahr neu...
-- klar, wurde ja gut verdichtet nachdem wieder aufgefüllt wurde, und beim Pflastern auch noch mal.

Also? Fenster offen lassen? oder extra belüftungsöffnung einbauen?



re: Wand nass



Passt doch...

Erst mal testen mit offenem Fenster, sollte es besser werden reicht es vielleicht, die Dichtungen zu entfernen...
Im Frühjahr und Sommer sollte natürlich so wenig wie möglich gelüftet werden, sonst kondensiert die warme Außenluft an den dann noch kalten Kellerwänden... (beim Lüften sollte es draußen immer kälter als drinnen sein)
Verschließbare Lüftungsöffnung, evtl. mit Ventilator und Zeitschaltuhr ???, aber nur im Herbst und Winter anmachen!

Gruß Frank



wand nass



Na dann werd ich erst mal versuchen zu lüften.
Ob es was bringt die betreffende stelle evtl. noch mit einem Lüfter anzublasen?

Howard



Kellerwand



Hallo

die Kellerwand mit aufgeschachtet und mit schwarzem Blocker gestrichen.
Ich dachte das dann die wand trockener wird, aber denkste.

Das ist das Problem: mit dem "denkste"

M.E. wird sich das nicht mehr ins Gute wenden:
Verdichten, Anschmieren, Abdichten, dichte Fenster, etc ...

Ein Keller ist auch nur ein "Mensch" und muss atmen können!!!!

da fällt mir ein Spruch aus der it - Branche ein:

"never touch a running system"


Florian Kurz



Wie stehts...



Hallo,
Was macht die Wand?
Gruß Frank



Wand



Hi Frank!
Fenster steht jetzt seit vorige Woche offen (gekippt).
Es ist noch nicht weg, aber es scheint weniger zu werden, es läuft schon nicht mehr die Wand runter.
Was das dann im Sommer werden soll weiss ich noch nicht.

Howard



...



Hallo,

Im Sommer ist die Wand aber auch nicht mehr so kalt...
Wenn es im Früjahr draußen wärmer als im Keller ist, einfach Fenster schließen, gibts in der Nacht noch mal Frost, einfach wieder lüften, im Sommer so wenig wie möglich lüften, im Herbst ist die Wand dann relativ warm, dann wieder öfter Lüften...
Erst mal abwarten, ob es klappt, falls nicht, gibt es natürlich weitere Möglichkeiten, aber die kosten alle Geld...
- Um die Feuchtigkeit im Keller zu reduzieren, Boden und andere Außenwände ebenfalls Isolieren (keine Horizontalsperre ins Mauerwerk einbauen (Bohrlochtränkung /Rammbleche o.ä.), kostet nur Geld und kann die Ursache nicht beheben, ist aber als Schadensdiagnose (aufsteigende Feuchtigkeit) sehr beliebt
- Wandtemperatur heraufsetzen, z.B. mit Innendämmputz / Sanierputz, aber mit Vorsicht zu betrachten, selbst wenn es klappt, ist dann vielleicht nur die gegenüberliegende Ecke nass...

Kannst ja in 4 Wochen nochmal Bescheid sagen... ich schau dann nochmal vorbei.

Gruß Frank



Wand nass



Hi Frank!

Du schreibst:
isolieren von innen oder aussen? von aussen wäre sehr schlecht. Innen ist da schon einfacher. Mit was isolieren?

howard



...



Hallo,

gibt spezielle mineralische Dämmputze... genaues kann ich dir da aber auch nicht sagen. Auf keinen Fall irgendwelche Dämmplatten oder sonstigen Dämmstoffe verwenden. Hinter der Dämmung wird es dann nur noch schlimmer...
Ist eh keine gute Lösung. Besser wäre es, die Feuchtigkeitszufuhr im Keller zu reduzieren...



nasser Keller



Hallo
Frank und Howard
feuchte Wände sind nichts für Meinungsblabla!
Dämmen soll man aussen!
Die Ursache ergründen ist das erste und das A und O!

mfG

FK



In Liebe...



Gibt doch nichts schöneres als sachliche Beiträge und undifferenzierter Dogmatismus... hilft unheimlich...

Meinungsblabla??? Genau das dürfte doch wohl das Wesen jedes Forums sein...

Sorry, aber...

Gruß Frank



Sachlichkeit



Hallo "fh"
Sie mahnten Sachlichkeit an:
Als Problem steht in der Frage: Kellerwandeck = nass; es wurde der Hof gepflastert und mit "Blocker" gestrichen. Und der Howard schreibt noch : "denkste"
Sie schreiben:"bin mal gespannt"
daraufhin: "gut verdichtet"
dann wird das Fenster zum Lüften geöffnet
und dann wird isoliert und so weiter

Das sind "Meinungen", wie eben in einem Forum üblich (man lese nach in den Forumsregeln) das ist richtig!

Deshalb wird auch die Kellerwand nicht besser!
Die hält nämlich garnichts von "Meinungen"! Aber letztendlich wird sie sich melden!
dann noch:(sehr interessant!!)
…Horizontalsperre […] ist aber als Schadensdiagnose […] sehr beliebt
eine Horizontalsperre als Diagnose??
und dann noch ein physikalisches Wunder:
"- Wandtemperatur heraufsetzen, z.B. mit Innendämmputz / Sanierputz, …"
Das sind eben die Triks, die ich noch nicht kann! Eine Wandtemperatur mit Sanierputz warm machen!
It's magic!! It must be magic!! It's really fantastic!!!

Na! Ja! Das ist das Schöne an der Meinungsfreiheit!
(Aber neidisch bin ich schon, dass ich das noch nicht kann...wo lernt man das nur …???

mfG

FK



Wo man es lernt...



Hallo,
geht doch wohl bei Kondensatausfall in erster Linie um die Oberflächentemperatur der Wand... (evtl. möglicher Tauwasserausfall im Inneren muß natürlich beachtet werden, bzw. vermieden werden...)
Dass das Auftragen einer Innendämmung problematisch ist, hab ich durchaus angemerkt, das nicht jeder Baustoff geeignet ist ebenfalls...

...und meine erste Überschrift lautete demonstrativ: Könnte es sein, daß... wenn es denn so ist, ist auch der Rest... wenn nicht, muß man halt weitersehen, deshalb muß ja nicht gleich der Bagger kommen...

Gibt übrigens ein Buch zum Thema IMMER AUßEN DÄMMEN:

Bewährung innen wärmegedämmter Fachwerkbauten, Bauforschung für die Praxis Band 54, erschienen im IRB Verlag des Frauenhofer Institut für Bauphysik...

Was die Kellersanierung angeht:
Instandsetzung von feuchte- und salzgeschädigtem Mauerwerk, ebenfalls expert / IRB Verlag des Frauenhofer Institut für Bauphysik...

Ist ein Blick wert...

Gruß Frank



Zurück zum Thema...



Hallo Howard,

Mir ist noch was eingefallen...
In der Ecke war nicht zufällig mal eine Fäkaliengrube? Oder ein irgendwann mal längere Zeit undichtes Abwasserrohr (von der Toilette)? Oder ein Stall?
Selbst wenn die schon länger beseitigt wurden, könnten auf der Oberfläche der Wand angelagerte Salze die "vorzeitige" Kondensation an dieser Stelle begünstigen.

Gruß Frank



Schon wieder...



Hallo Howard, interessanter Link, genau deine Probleme dabei...

www.isarbautenschutz.com

...dort auf SCHRIFTEN klicken...

Gruß Frank



Kellerfeuchte



Hallo
Kondenswasser an der Kellerwand!
Ist das bewiesen?
Kann das nicht auch aufsteigende Feuchtigkeit sein, die nicht mehr nach aussen wegkommt, sein?
Es wurde doch "geblockert"!
Je dichter die Wand, desto besser steigt die Feucht innerhalb der Wand hoch!
Wir werden sehen!

Grüsse aus Nürnberg vor allem an fh!



Kann natürlich sein...



Hallo FK,

kann natürlich sein...,aber Kellerwand aus Beton und groben Kies, eher unwahrscheinlich...

Gruß Frank





Hallo Frank

!Das Haus ist BJ.1939 und die Kellerwände sind gegossen. Von Beton kann man dabei aber eher weniger sprechen, er enthält sehr viel groben Kies…!

Von Beton kann da keine Rede sein!
Dazu noch Blocker; und noch gut Verdichtet und noch gepflaster bis zum Haus!
Das ist alles was ein guter Keller braucht!
mfG
FK



...



Viel grober Kies = viele unausgefüllte Hohlräume, aber selbst wenn ohne Hohlräume, dann Kapillarbrechung durch unterschiedliche Porengrößen von Kies, Beton, Zuschläge.
Selbst in Wasser stehendes Ziegelmauerwerk (ohne Salzbelastung)ist nicht in der Lage, Wasser höher als 3 Steinlagen zu transportieren (nach Helmut Künzel in "Geschichte der Bauphysik")

Schones Wochenende, Frank



Link



Hi Frank!
erstmal danke für alle antworten, es geht ja heiss her....
Der link war gut, werd mich mal schlau machen.

Howard





hallo Howard,
habe seit diesem Wochenende genau das selbe Problem in einem Haus des gleichen Baujahres - Fenster erneuert, Waschmaschine und Wäsche im Keller getrocknet - Schimmelbefall in den jeweiligen Aussenecken oben - habe an einer Ecke ein undichtes Regenwasserrohr lokalisiert - aber stehe jetzt eben vor der Frage abgraben, anstreichen, isolieren, verdichten ??? Im Winter habe ich den schlimmsten Raum(mein Bastelkeller)ca. 5 wochen überhaupt nicht gelüftet - ein Problem ist wohl der Bereich, wo die Kälte am meisten in die Wände zieht und das sind die Ecken und die Bereiche wo der Bodenfrost aussen in die Wand kriecht - ich habe jetzt 2 Riesenlöcher um die Dachrinnenabläufe und wollte eigentlich nächste Woche meine Terasse pflastern - schöne Scheisse - einen Vorteil habe ich noch, ich habe im Haus eine sogenannte Sockelleistenheizung eingebaut - die sitzt ca. 15 cm über dem Boden und läuft einmal in jedem Stockwerk entlang der Außenwand. Die hatte ich im Keller bloß nie an, weil es nicht so kalt war. Damit könnte ich auf jeden Fall die Temperatur der Kellerwand anheben - wenn Du neue Erkenntnisse hast lass es mich wissen
Gruß Stefan



Ecke nass



Hi!
Bei mir hat jedenfalls lüften sehr geholfen, sobald es aussen kälter ist als innen wird gelüftet. Es ist trocken.
Mit Schimmel hatte ich noch keine Probleme.

Howard



Und dabei wäre es so einfach..



man stelle einen Luftentfeuchter in den Keller und das Problem ist gelöst!
Aber warum einfach?
Weitere Info auf meiner Homepage: www.isarbautenschutz.de unter Schriften



Noch einfacher,



hallo miteinander,
man beheize den Keller. Das wird nicht teurer als der Trockner und macht im EG warme Füße. Und es gibt den "Bierglaseffekt" nicht.
Grüße Lukas



Was dann, wenn man im Sommer keine Wärme braucht?



Die Wände und der Boden bleiben sehr lange (bis in den Sommer)kalt. Ob das heizen so sinnvoll ist?
Und wie bekommen sie die Wärme an den Fußpunkt? Denn hier ist es am kältesten!



Der Ansatz ist der,



hallo,
daß das keine Sache von zwei Wochen ist.
Wenn das Heizen mit Lüften, und daher Bewegung, einhergeht dürfte das Problem mit den Ecken und dem Boden nebensächlich sein. Die gefürchtete feucht-warme Luft wird sich wohl auch nicht widererwarten dazu durchringen nach unten zu fallen.
Wer es besonders toll machen möchte, der benutze Heizleisten.
Grüße Lukas
PS das Heizen ist, wenn der Keller die Wärme braucht, dann ebenfalls sinnvoll. Ein neuer Estrich mit Fußbodenheizung muß z.B. auch im Sommer beheizt werden, um eine Belegreife zu erreichen.