Wandstärke aufbauen

22.12.2011



Hallo,
die Vorbesitzer der Scheune haben die Dicke einer Außenwand (40er)um einiges reduziert, eine Steinlage grob abgeschlagen, warum auch immer.
Gemauert wurde mit einem Lehm oder Lehm-Kalkmix, vermute ich, der Mörtel läßt sich rauskratzen, ist brökelig. Folglich kann man an einzelnen Stellen der dünneren Wand auch durchschauen.
Von außen ist aber ein anderes Gebäude davor, so dass ich von außen nichts machen kann.
Wie bzw. mit welchem Material gleiche ich das wieder an?



Das



Foto und die Beschreibung lassen nicht Gutes ahnen. Eine Vor-Ort-Besichtigung wäre da aicher angebracht. Aus der Ferne und als Maurer würe ich sagen - weg mit dem Problem und eine neue Wand aufgemauert - aber ob das geht - dazu reichen die Infos nicht. Ist aber vermutlich nicht so aufwändig als hier zu Flicken und zu Putzen.



Sieht ja aus wie bei mir Zuhause



nur noch etwas schlimmer.....
Für den Abbruch der Steine benötigte man keinen Hammer.
Die Steine waren vom Kellerfenster bis zum Fenster im 1. OG lose.
Gemauert wurde wieder mit Kalk (Solubel SP 50). Auf der gegenüberliegenden Wand das selbe Spiel und die Schwelle (aus Backsteinen) wurde im Backsteinhaus praktisch auch rundherum gewechselt.

Sind die Steine bei dir denn fest?
Evtl. hat jemand versucht den Putz an dieser Wand abzuschlagen, oder der Einbauschrank hat nicht ganz gepasst.

Frage an die Maurer, angenommen man möchte vor "Maris" 40er Wand eine halbe Steinreihe davor mauern um evtl. eine Decke zusätzlich abzustützen, reichen dort als Mauerverbinder die handelsüblichen Maueranker aus?

Gruß André



nein



Abbruch (Maris Wand) und neu !





und wie sieht es bei einer halbwegs festen Backsteinwand aus?





Es sieht schlimmer aus, als es ist. Das Bild zeigt eine Ecke im unteren Teil der Scheune, darüber steht noch ein Stockwerk. Durch das Abhacken der Ziegel wurde die Statik nicht gefährdet. Man könnte den Mörtel lösen, aber instabil ist das Mauerwerk nicht.
Vorher war auch noch ein Zentimeter Putz drauf, den hab ich abgeschlagen, um dann halt diese Situation vorzufinden.
Weil ich die Scheune mal bewohnen möchte, muß ich mir was einfallen lassen. Die von mir befragten Fachleute tendieren schnell zu Zementmörtel und Vorbau, deshalb hab ich hier mal angefragt. Kann mir nicht vorstellen, dass das für diese Art Mauer gut wäre.



Mauer reparieren



Hallo Mari,
allein von dem Foto her erschließt sich mir der Sinn der damaligen Aktion nicht, als die Wand ausgedünnt? wurde.
So macht mich die stehende Verzahnung stutzig und die überwiegend glatte Wandfläche im oberen Bereich, an der nur Köpfe zu sehen sind. Irgendwie passt das alles nicht zusammen.
Schauen sie bitte mal unten nach, ob es ein Fundament und Spuren der abgetragenen Wand darauf gibt.
Falls das so ist, wäre ein Aufmauern der Fehlstellen problemlos möglich.
Dazu sollte etwa in jeder Steinreihe ein Kopf (per Hand)ausgestemmt werden, damit ein voller Stein zur Verzahnung im Bestand einbinden kann. Als Steine Abbruchziegel etwa gleicher Dichte und Festigkeit verwenden;
als Mörtel einen normalen Putz- und Mauermörtel MG II.

Solubel SP 50 (das ist ein Sockelputz) dafür zu verwenden wäre rausgeschmissenes Geld.

Viele Grüße



dem Bild nach zu urteilen,



handelt es sich hierbei vermutlich um einen nachträglichen Anbau an dem die Wandstärke reduziert wurde. Dies gilt es im Vorfeld zu prüfen.

Ein nachträgliches aufmauern sehe ich wie Herr Böttcher, als Mörtel kann man auch normalen Luftkalkmörtel verwenden und nicht den für diesen Zweck zwar geeigneten, aber zu hochpreisigen SP 50. Den normalen Luftkalkmörtel gibt es übrigens auch bei dieser Firma.

Grüsse



Danke



Nein, es ist kein Anbau, aber es wurde eine Wand eingezogen, sozusagen, wie schon vorher mal vermutet. Dann hat man wohl ein paar Zentimeter mehr Platz im Raum gebraucht. Ich werde sehen, ob ich eine neue Steinreihe einzahnen kann, wie von Herrn Böttcher vergeschlagen.
Danke für die Hilfe.



Wandschäden



wie ist den der Sachstand ?
Habe die kalten Tage genutzt und mal das passende Foto zum Thema rausgesucht.