Wand mit Ständerwerk dämmen

19.10.2020 David

Wand mit Ständerwerk dämmen

Hallo liebes Forum,

Ich bin beim Ausbau des Bades und stehe jetzt vor der Entscheidung, ob ich die Wände dämme oder nicht.

1 Außenwand (24cm Wand + Hohlraum + 12cm Wand)
1 Wand zu unbeheizten Nebenraum (Holzschuppen)
1 Wand zum unbeheizten Flur
1 Wand zur teilbeheizten Wand

Wände haben leider alle eine Grundfeuchtigkeit, da es eine alte Scheune war und damals keine Horizontalsperre verbaut wurde. Keller ebenfalls eine Grundfeuchtigkeit von 70%.dauerhaft schon Fenster komplett geöffnet. Leider nur eine Seite Fenster, aber wenigstens nicht mehr Tropfende Rohrleitungen. Habe nun so gut es geht, zu den jeweiligen 2 Außenwände eine Injektionscreme eingebracht (direkt im Bad, da nicht unterkellert). Bei den anderen Wände geht es leider nicht mehr, da Rohre etc. dies verhindern.

Bad wird später elektrisch grob beheizt.

Ist eine dämmung, zwecks Feuchtigkeit in Wänden sinnvoll oder lieber nicht? Wenn ja, der klassische Aufbau (dämmung, Folie, rigips)?

Danke für eure Hilfe und Tipps.

Liebe Grüße



Wandbekleidung



ich würde in dieser Situation nicht dämmen, genau gesagt, ich würde die ganze Konstruktion überhaupt so nicht ausführen. Die Wand auf dem Foto jedenfalls sieht doch super aus, warum verputzt du die nicht einfach? Wie ist der Wandaufbau zum Nebenschuppen, auch zweischalig?



Wand



Die Wand zum Schuppen ist 24er und 12er Wand. Also 36er vollwand ohne Hohlraum.

Ich bin auch kein Freund von Rigipsplatten. Ich liebe den Altbauflair und einfach nur verputzen. Die Wand finde ich auch an sich gut, aber zum einen der Zeitliche Faktor und besonders aber, dass die Wände nicht im Winkel sind (besonders für Dusche) und die Wände auch Schief und Wellenförmig sind. Das heißt, ich hätte an vielen Stellen bis zu 10cm Putz auftragen müssen und für Fliesen sollte ja schon alles in Flucht sein. WZ und Küche habe ich geputzt, da war es ja nicht so wichtig. Mache auch alles in Eigenleistung und solch starke Krumme Wände traue ich mir nicht zu. Zumindestens wie beschrieben im Badezimmer. Handwerker sind ja in der heutigen Zeit sehr gefragt und stellenweise bis zu einem Jahr schon ausgebucht.

Gruß David



Hohlraumfrei dämmen



arbeiten unter Zeitdruck ist immer schlecht. Überdenke Dein Konzept doch nochmal. Vielleicht kannst Du in der Duschecke lotrechte Wände mit Wedi-Platte Kleben erreichen. auf dem Foto sieht, wenn ich mir die Ständer anschaue ( welches ja glaub ich Deckenprofile sind), es gar nicht außer Lot aus. Im Waschbecken- und Toilettenbereich könnte auch eine halbhohe Vorsatzschale mit Vorbauelementen, die dann verfliest wird, genutzt werden. Der Rest nur verputzt mit Lehmputz, das puffert auch die Feuchte.
Wenn Du die GK-Variante wählst, auf keinen Fall hohlräume lassen, das wird bei deinen Profilen schon eine Herausforderung, weil die ja mit der Öffnung zur Wand eingebaut sind. Die Dampfbremse muss dann sauberst an die eingrenzenden Bauteile, insbesondere Decke, angeschlossen, verklebt und mit Siga-Band abgedichtet werden, Schwachpunkte sind hier die Leitungsdurchführungen.



Alles waghalsige Konstruktionen...



...wenn es um Feuchträume sich handelt in der Nutzung!
Über das Internet bekommt man eh keine genaue Lösungsfindung hin, denn dazu bedarf es einer konkreten vor-Ort-Besichtigung.
In dieser werden dann Bauteilanbindungen, Koinstruktionsübergänge und ähnliches betrachtet, begutachtet und daraus dann die entsprechende Lösung erarbeitet.
Was dein Foto hergibt, ist einfach zurückzubauen!
Homogen und in sich massive Wandaufbauten sollten in einem Bad und im Altbau sinnvoll hergestellt werden.
Fermacell, Lehmbaustoffe oder reine Kalkproidukte sind da ein guter Weg.
Hohlraumfrei bauen!!
Wie soll das Heizthema in diesem Raum gelöst werden?
Auch diese Frage ist zu klären und bedarf dann der entsprtechenden Wandaufbauten.

FG Udo