Scheune ausbauen mit Holzrahmenbau.

07.02.2003



Hallo. Ich beabsichtige eine alte Scheune Bj.1924 zu kaufen und auszubauen.
Ein Giebel und der gesamte erste Stock besteht aus Bruchstein-Mauerwerk.
Der Rest aus alten Backstein.
Das Mauerwerk und die Dachkonstruktion ist noch sehr gut erhalten ,weil es seit Jahrzenten nur als Lagerhalle für Holzkartons gedient hatte.

Ich beabsichtige eine innenliegende Aussenwand (Innenwand ?) zu ziehen, mit folgenden Aufbau.

Außen also zum Mauerwerk hin : 2 cm luft zum Mauerwerk. Dann Holzfaserdämmplatte 2,4 cm . Holzkonstruktion aus Kvh-holz 16 cm(Hozrahmenbau) . Volldämmung Mineralwolle.
1,5 cm OSB-Platte wobei die Schnitte /Fugen Windicht abgeklebt werden.
6 cm Installationsebene aus 6/4 Latten gehobelt.
9 mm Osb-Platte als Wandverstärkung.
Und als Abschluss 1,25 cm Gipskartonplatte.
Ist das so machbar oder muss ich noch besonderheiten beachten ?
Ach übrigens,für Dampfsperren und Folien bin ich nicht zu haben. Halte ich nichts von.Die Feuchtigkeit muß raus.

Gruß
Richard



scheunenausbau



hallo richard, ich bin ziemlich begeistert von diesem konzept des scheunenausbaus, ähnliches haben wir auch mal geplant/entworfen, wurde aber aus anderen gründen nicht realisiert. zum aussenwandaufbau: die vorh. scheunenaussenwand ist dann lediglich die fassade. auf durchdringungen wie unterzüge, Balkenlage und dgl. ist auf jedenfall besonders zu achten, da diese die winddichte ebene durchdringen. ist aber zu machen. ich würde allerdings darauf achten, dass die fassde wirklich hinterlüftet ist, also möglichst im Sockelbereich ausreichend steine aufnehmen, die mögl. Kondenswasser über die anschlüsse (traufe und ortgang ) entweichen lassen. (dort auch für entsprechende öffnungen sorgen). den Querschnitt dieser öffnungen kann man auch berechnen. der rest ist o.k. auf die 9mm osb als "wandverstärkung" kann eigentlich verzichtet werden, da die osb-platten vor der ständerkonstruktion (kvh) statisch wirksamsind. ich würde statt gk eher gipsfaserplatten einsetzten. bei einem diffusionsoffenen wandaufbau, wie hier beschrieben ist eine Folie auch nicht nötig. gruss christian bernard



scheunenausbau



Hallo Christian. Erst einmal Danke für die Antwort.
Aber wie ist das gemeint mit den Steinen im Sockelbereich?
Die Außenwand weist in oberen Bereich runde in Ton eingelegte Lüftungsöffnungen auf. Das ist schon ein Weg für die Feuchtigkeit. Wie das mit den nach unten laufenden Kondeswasser ist ist mir auch noch nicht richtig klar. Weil Mauerwerk ja bereits vorhanden ist. Ich weiss noch nicht genau wie weit das Fundament ins Erdreich langt.
Ach ja die 9 mm OSB habe ich nur aufgelegt damit die Wand innen Wiederstand hat. Zum beispiel, Bild aufhängen oder Hängeschrank. Das plane ich auch für den Innenbereich.
Hört sich teuer an. Aber OSB ist in vergleich zu Gipskartonplatten billiger, und schluckt besser Schallschwingungen.

Gruß
Richard



haus in scheune



hi richard,
um eine tatsächliche Hinterlüftung der fassade (hier: mauerwerk) zu gewährleisten, muss auch ein gewisser luftsrom von unten, also im sockelbereich, vorhanden sein. die von innen nach aussen diffundierende warme luft, also feucht luft, wird bei ungünstigem Klima an der Steinwand kondensieren. durch den luftstrom sollte dies verhindert werden, bzw. durch die obere Entlüftung entweichen können. (vgl. Konterlattung bei einem ziegeldach) wenn hier im traufbereich schon tonlüfter vorhanden sind, könnte dies doch formal aufgegriffen werden und im sockelbereich auch zum einsatz kommen.
ein zu beachtender punkt wird sicher der fusspunkt für die neue Schwelle sein. hier ggf. einen Sockel ausbilden, dass die holzständerwand nicht unter den lüftungsöffnungen leigt, sonst fault diese u.u. von aussen weg.
soweit erstmal meine überlegungen zu diesem thema, schöne grüsse
christian bernard