12 Liter Wasser pro Tag aus der Luft entzogen, trotzdem Schimmel.

06.07.2009



Hallo,

wir haben ein recht feuchtes schimmeliges Problem!

Wir sind seit 2 Jahren in unserer Wohnung und haben seit beginn an Schimmel. Mitlerweile bekomme ich atem Probleme
und bekomme schlecht Luft.

Wir haben, als wir es merkten, neu Tepeziert und mit Isolierfarbe vor den neuen Tapeten gestrichen. Der Schimmel ist an den Aussenwänden und Fenstern. Dort haben wir die Tapeten abgemacht und keine mehr angebracht. Trotzdem schimmelt es. Wir Lüften mehrfach am Tag insgesamt 4-6 Stunden, je nach Jahreszeit. Die Heizung im Frühjahr und Herbst läuft nicht mehr. Wir sind in der Zeit häufig erkältet und frieren, so dass uns nichts anderes übrig bleibt als den Heizlüfter zu nutzen. Um die Luftfeuchtigkeit aus der Wohnung zu bekommen haben wir einen Lufttrockner gekauft, der alleine 12 Liter Wasser pro Tag raus holt. Trotzdem Schimmelt es. Die Aussenwände sind alle schimmelig und von aussen sieht man an der Wand dunkelgraue Schattierungen weiter oben am Haus und am Sockel bröckelt der Putz und die Wand ist nass die Eckleisten rosten und die freien Stellen an der Aussenwand trocken nicht mal bei Sonnenstrahlen und ein weisser Flaum
ist an den abgebröckelten Stellen.
Was können wir tun? Ach ja zu Beginn des Mietverhältnisses fielen die Fliessen im Bad von der Aussenwand. ????
Die Fenster sind ohne Isolierung eingebaut. Das Haus ist nicht von aussen isoliert und bei der Badrenovierung war nichts von einer innen Isolierung zu sehen. ??

Wer hat für uns einen Rat?



Am Besten ---



--- umziehen !



12 L/Tag



12 Liter pro Tag sind gar nicht soooo viel.

Man bedenke:

30 cm Wanddicke, 2.50 m Höhe, sind je laufendem Meter schon 0.75 Kubikmeter. Bei einem Gewicht von ca. 2 kg/Liter Wand sind das dann 1500 kg. Ist die Feuchtigkeit in der Wand auch nur 1 %, sind das dann 15 L/Meter. Bei 5 x 5 Meter Wandlänge wären das dann 25 x 15 Liter sind 375 Liter.

Nun kann in einer nassen Wand die Feuchte durchaus mehrere Prozent betragen (soweit ich weiss) ... im schlimmsten Fall steht richtig Wasser in den Backsteinen, und der Putz ist vollgesogen, dann sind das Tausende von Litern!

Bis das wieder trocken wird, dauert also Monate. Mindestens.

Deswegen: Siehe Vorredner (?)

Das habe ich mir mal selbst so vorgerechnet, bei mir dauerte es immerhin etwa 3 Jahre, bis die "Hintergrund-Durchschnittsfeuchte" von anfangs 86% auf jetzt 50% fiel.
Trotz eifrigem Lüften und Trockner. Sehr effektiv war allerdings der letzte Winter, das war der grosse Durchbruch (von 68% relative Feuchte auf 52% - und so lasse ich's jetzt).

Falls die Rechnung so nicht stimmt, lasse ich mich gerne korrigieren.

stt



Was am besten ist,



haben die Vorredner ja schon geschrieben, umziehen.
Eine Ferndiagnose bei diesen Umständen ist leider nicht möglich, dies kann nur Vorort mit Fachman geklärt werden.

Wie gross ist der Dachvorsprung?
Ist die Fassade ständig Regen ausgesetzt?
Ist das Dach evtl. am Wandbereich undicht?
Wurde der Vermieter diesbezüglich schon informiert?
Was sagt dieser dazu?

Grüsse Thomas





Schimmel drinnen, dunkle Flecken draußen und Atembeschwerden. Selbst ohne Kenntnis über Pflanzen, Aquarien und das häufig auslösende Nutzerverhalten – und ohne Schuldzuweisungen => Raus da!

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Eher der...



... (vielleicht) gut- und bauwillige Vermieter da etwas ändert, vergeht in jedem Fall zu viel Zeit. Euer Trockner kostet täglich Geld und bringt es nicht - sucht Euch ein schöneres Plätzchen. Mit einen größeren Schimmelbefall ist nicht zu spaßen.

Grüße

Thomas