Schimmel an feuchter Lehmwand vorbeugen




Hallo Zusammen!

Wir haben eine Scheune (Haus gebaut um 1890) zum Wohnraum umgebaut, das Scheunentor gegen ein Fenster ausgetauscht und braunen Lehm aufgetragen. Die Wand ist leider in einer Höhe von ca. 1,5 m feucht (aus diversen Gründen von außen, unten, und überhaupt) und der Lehm trocknet nicht. Da das Lüften im Raum aufgrund der baulichen Begebenheiten schwierig ist, planen wir jetzt ein Be- und Entlüftungssystem und werden wahrscheinlich eine Wand vor die Lehmwand stellen müssen, da wir die Wände wahrscheinlich nie vollständig trocknen können.

Meine Frage ist jetzt, müssen wir den feuchten Lehm abschlagen bevor wir die hinterlüftete Wand davor stellen? Wie hoch ist die Gefahr das der Lehm zu schimmeln beginnt?

Die Wand ist nun nach Auftragen des Lehms seit ca. einem Jahr feucht und trotz schlechter Belüftung hat sich kein Schimmel gebildet. Er rieselt nur immer weiter gemütlich von der Wand. Wir denken, das wir den Zustand der Wand durch die bessere Belüftung eher verbessern und würden den Lehm gerne auf der Wand belassen, auch wenn wir ihn nicht mehr sehen.

Vielen Dank im Voraus für die Mühe!

Eva Becker



Bevor Sie



über eine Vorbauwand nachdenken, muss die Ursache der Feuchtigkeit gefunden und abgestellt werden! Ein kaschieren der feuchten Wand ist nicht sinnvoll und bringt nur mehr Ärger im Laufe der Zeit mit sich.

Grüsse Thomas



Feuchte Wand



Hallo

Was Sie da machen wollen ist und bleibt sinnlos und nur eine Kaschierung des Bauproblems.

Lehm kann nicht schimmeln - nur pflanzliche Bestandteile.

Ein Be- und Entlüftungssystem bringt auch nichts und auch keine Wand davor …

An feuchten EG Wänden hat Lehm sowie so nichts verloren.

Lassen Sie ein Konzept erstellen das sinnvoll ist und nicht alles verschlechtert oder kaschiert …

Ohne STIMMIGES Konzept wird das nix.

Florian Kurz
www.slow-house.de



Horizontalsperre



Hallo,
ich gehe einmal davon aus das sie eine fehlende Horizontalsperre haben. Diese lässt sich einfacher realisieren als eine neue Wand zu ziehen und das Risiko eines schimmelden Zwischenraums einzugehen. Der Lehm trocknet anschließend von selber. Aber natürlich vom Fachmann prüfen lassen ob es sich wirklich nur um aufsteigende Feuchtigkeit handelt.



Lehmputz



Wenn der Lehm "...immer weiter gemütlich von der Wand..." rieselt dann sollte er trocken, aber zu mager sein.
Irgendwas stimmt hier nicht.
Was ist mit den"...diversen Gründen..."?
Ich glaube ehe Sie anfangen in Aktionismus zu verfallen sollten Sie den Rat von Florian annehmen.

Viele Grüße



Auch



faserfreier Lehmputz kann schimmeln!

Es sollte die Ursache des Feuchtigkeitseintrags analysiert und abgestellt werden.

Alles andere ist "Verschlimmbesserei".

Grüße





Wie meine Vorredner schon schrieben. Vergessen Sie alles was sie vorgeschlagen haben. Sie werden dadurch die Probleme verschlimmern.

Feuchte Wände einsperren funktioniert nicht.

Machen Sie sich Gedanken, warum die Wände feucht sind.

Bei umgebauter Scheune und Feuchtigkeit in 1,5m Höhe hätte ich so die Idee, dass die Schlagregendichtheit der Fassade evtl. nicht ausreichend ist.

Wenn Sie an der Feuchtigkeitsursache nichts machen wollen, dann lassen Sie besser alles wie es ist, so lange sich keine größeren Probleme abzeichnen.



feuchter Lehmputz



Das mag zwar nicht im (unmittelbaren)Zusammenhang mit dieser Frage stehen, aber ich erinnere mich beim Stichwort brauner Lehm und bröseln an einen Fall wo ein Kunde mich u.a. wegen einer feuchten Lehmwand rief.
Nach dem Entfernen der Bekleidung war die Innenwand aus Stampflehm im unteren Bereich deutlich dunkler. Der Kunde interpretierte das als Durchfeuchtung.
Das erwies sich als falsch, die Wand war über den gesamten Querschnitt staubtrocken.
Ursache der unterschiedlichen Färbung waren Eisen- und Manganoxide im Lehm, die in der unteren Charge in höherer Konzentration vorlagen.

Viele Grüße



Vielen Dank für die vielen Antworten!!!



Hallo Zusammen!

Wir sind uns bewußt, dass unsere Idee mit der Wand keine Lösung darstellt und das Problem nur verschiebt. Aber eine Horizontalsperre ist leider in diesem Mauerwerk sehr teuer und man gibt natürlich auch keine Gewährleistung, das das Problem damit gelöst sein wird. Zum andern wäre damit nur das Problem an der Außenwand behoben und nicht an der Wand, die zwischen Wohnraum und Hauswirtschaftsräumen verläuft.

Wir haben auch noch die Option die Wand vollständig vom Lehm zu befreien, Sanierputz aufzutragen und ggf. eine Wandheizung in das Gestein zu legen. Leider ist diese Möglichkeit in unserem Hauptwohnraum eine große Belastung durch den entstehenden Staub... Auch da würde uns keiner zusichern, das wir danach eine weiße Wand haben.

Aus welchem Grund die Wand feucht ist, konnte nicht endgültig geklärt werden. Man sprach von Feuchtigkeit aus dem Erdreich (fehlende Horizontalsperre) oder aufgrund des neu eingebrachten Estrichs wurde eine Wanne durch den Dachdecker hergestellt und dadurch zieht die Feuchtigkeit hoch???

Viele Grüße, Eva Becker



von wem



… kommen die ganzen guten Ratschläge und Lösungsvorschläge …

von eifrigen "Fachleuten" aus der Handwerkszunft oder von agilen Produktberatern der BaustoffchemieundallesmachIndustrie …
oder von mehr oder weniger abhängigen Beratern …

Das Argument: Horizontalsperre und "aufsteigende Feuchte" sind immer nur Killerphrasen, die dem Bauherrn oder der Bauherrin Angst einflössen sollen und zu schnellen und überhasteten Aktionen "verhelfen" sollen …

… immer schön lamsam …

Konzept mit Hand und Fuss … am besten: … von mir … :-)
logisch

aber Sie entscheiden letztendlich immer das Ergebnis

Florian Kurz
www.slow-house.de





Feuchte Innenwände sind schon arg.

Von welchen Zeiträumen ist denn hier die Rede?
D.h. wie lange haben Sie jetzt gewartet, dass die Wände trocken werden.
Warum ist es schwierig Ihre Wohnräume zu lüften?