sanierungshilfe

09.07.2011



hallo, wir sind gerade dabei ein Fachwerkhaus zu erwerben und wollen dieses umbauen und sanieren, draum suchen wir hilfe und tips.

zum Gebäude bj vor 1900, grundmauern sind aus Naturstein ca 50-60 cm stark, darauf wurde ca1920 ein Fachwerk gestezt um ein weiteres stockwerk zu erhalten, alles ist verputzt, wobei die balekn ausgespart wurden, so das das fachwerk sichtbar bleibt(eine der gründe warum wir uns dafür entschieden haben).

vor haben wir erstmal alles zu entkernen, weil eh alles neu gemacht werden muss wie wasser Strom und abwasser.

dabei wollt ich die natursteinmauer mit Lehm Verputzen oder teils im wozi frei legen, is das verputzen gleich mit lehm möglich oder sollte einn Kalk haltiger Unterputz afgebracht werden. fussboden Heizung fällt weg da ein Parkett oder Dielenboden verlegt werden soll also dachten wir über eine Wandheizung nach, wie wird sowas berechnet?

was mir aber wesentlich mehr kopf zerbrechen bereitet und noch mehr nach dem ich einiges hier und in anderen foren gelesen hab, ist das auf gesetzte stockwerk mit fachwerk. dieses is ca 16cm stark und mit ziegeln vermauert, find ich von der isolierwirkung zu schwach, also hab ich mir gedacht ich setz eine 2. Wand von innen davor diese könnte auch auf dem ca 16-20cm breiten Sockel der natursteinmauer aufsetzen.
heute war nen unabhängiger bausachverstäniger mit uns vor ort auf meine frage was man machen könnte meinte er, eine wand davor mauern und dazwischen Styropor oder eine stehende luftschicht, find ich jetz nich so prall is halt recht einfach und der wenigste aufwand.
ich dachte eher an die Dämmung mit holzfaserplatten und lehm Putz evtl noch ne wandheizung mit dran, das is meiner meinung nach die bessere variante da auch diffusionsoffen. nur stelle ich mir die frage wie dick könnte diese isolier schicht werden ohne schäden am Mauerwerk zu verursachen gerade in der hinsicht auf die verschiebung des taupunktes.
wiederum hab ich hier irgendwo gelesen man sollte die wand einfach so lassen und gut.

bei gelegenheit mach ich auch mal fotos und link sie hier.
vielen dank für eure hilfe, sorry das diese themen schon oft durch gekaut werden aber, ich will es halt einmal richtig machen!
ihr könnt mir auch gerne interesannte links schicken, keine werbung.

gruss hendrik



Eine Fußbodenheizung...



...ist auch unter massiver Dielung möglich, im Trockenaufbau:

www.ripal.de

Frohes Planen

Thomas



Wie immer ...



sollte vor dem Beginn einer umfangreichen Sanierungsmaßnahme eine ebenso umfassende Bauzustandsanalyse durchgeführt werden, von einem Bausachverständigen, der auch mit den baukonstruktiven und bauphysikalischen Besonderheiten von Fachwerkbauten vertraut ist. Eine innere Vormauerschale mit Styrodurdämmung oder stehender Luftschicht ist wirklich nicht die richtige Lösung in Ihrem Falle. Die Bauschäden sind vorprogrammiert.

Die Sanierungsmaßnahmen sollten ein Gesamtkonzept darstellen, auch wenn zunächst nur Teilbereiche bearbeitet werden und die gesamte Maßnahme sich über mehrere Jahre erstreckt. Für die Fachwerksanierung kommen viele der Baumarktmaterialien nicht in Frage. Die Auswahl der geeigneten Materialien setzt Kenntnisse und Einordnung von Materialkennwerten und baukonstruktiver Anordnung voraus.

Wenn Sie selbst handwerklich tätig werden wollen, müssen sie Erfahrung haben im Umgang z.B. von Lehm- oder Kalkputzen. Ersterer ist einfach zu Verarbeiten aber in Massen schwer zu handhaben und wird eher mit einer Putzmaschine auf die Wand gebracht. Zweiterer muss aufwändiger und sorgfältiger verarbeitet und nachbehandelt werden. Insgesamt gesehen ist der Fachwerkbau der komplizierteste Altbau mit der größten Wahrscheinlichkeit, bei fehlender Sachkenntnis spätere Bauschäden zu produzieren. Wenn Sie fachkundigen Rat einholen, dann nur von Betrieben oder Fachplanern, die nachweislich Erfahrung mit der Fachwerksanierung haben.



Mit 5cm Holzweichfaser...



...und WH wird Ihre Fassade nicht wirklich kälter, soweit ich das beobachten konnte hat sich's bewährt.

Im Übrigen ist eine "Planung" von Insellösungen besonders fehleranfällig, ohne einen SAnierungserfahrenen Planer sollten Sie nicht anfangen. Er spart i.d.R. mehr, als er kostet.

Grüße

Thomas