Kornkäfer




Ich habe schon seit letztem Jahr einen unangenehmen Besuch - den Kornkäfer. Leider ist der nicht - wie meistens - in den Lebensmittelschränken, sondern in der verputzten Wand (Fachwerkwand). Da ich auch eine Lehmbalkendecke habe suchen diese Tierchen jetzt jeden Schlupfwinkel um raus zu kommen. Wie kann ich diese Tiere vernichten, ohne das ich die ganze Wand aufklopfen muß? Da dies auch in der Küche ist, sollten chemische Keulen auch vermieden werden. Ich hoffe mir kann geholfen werden. :-(



nimm "Flohpulver" (Kieselgur, Spinnrad)



hi,

hatte noch Kieselgurpulver von einem Flohbefall - das zwingt die Viecher auch in die Knie. Es gibt auch Webseiten, die diesen Effekt erwähnen. (letztlich ist es wohl ein Austrocknungseffekt durch aufgescheuerte Gliedmaßen, kein Gift).

Man bekommt dieses "Flohpulver" u.a. bei den Spinnrad-Läden.

Dieses Pulver kann man sicher irgendwo in die Wand pusten,
ode rman legt davor ein Minenfeld aus :).





Danke für den Hinweis. Werde es mal ausprobieren. Zur Zeit befinden sie sich ws in einer Ruhephase, da ich momentan keinen Befall habe.



Kieselgur



Kurzfassung zu Kieselgur aus Wikipedia:
"...Kieselgur, auch Kieselmehl, Novaculit, Novaculite, Tripel, Tripolit, Tripolite, Diatomit oder Diatomeenerde, ist eine weißliche, pulverförmige Substanz, die aus den Kieselsäureschalen fossiler Kieselalgen besteht
1836 wurde Kieselgur bei Bohrungen erstmals in der Lüneburger Heide entdeckt. Bis zum 1. Weltkrieg wurde fast der gesamte weltweite Bedarf mit Kieselgur aus dieser Region gedeckt.....,"


Kieselalgen (Diatomeen) sind ein wichtiger Bestandteil des pflanzlichen Planktons der Meere - dort bilden sie die Grundlage der Nahrungskette - und der Binnengewässer. Sie stellen mehr als ein Fünftel der durch Photosynthese produzierten Biomasse.Ihre harte, vielfach bizarr gestaltete Zellwand ist zweiteilig, im Prinzip wie eine Schachtel; Boden und Deckel haben artspezifische Formen. Die Wandsubstanz besteht überwiegend aus amorphen, polymerisierten silicatischen Verbindungen (gemeinhin Kieselsäure genannt). Vor allem im Eozän und Miozän, also Abschnitten des Tertiärs vor 55 bis 38 beziehungsweise vor 25 bis 5 Millionen Jahren, traten sie massenhaft auf, vermutlich infolge vulkanischer Aktivität, durch die dann viel gelöstes Siliciumdioxid ins Wasser gelangte. Die abgestorbenen Mikroorganismen bildeten damals bis zu mehrere hundert Meter mächtige Sedimente.
Seit langem werden die Fossilschichten abgebaut.
Neuerdings erweist sich die Diatomeenerde, auch Kieselgur genannt, zudem als ungiftiges Insektizid. Die winzigen Fossilien haben eine große spezifische Oberfläche und können bis zum Dreifachen ihrer Masse an Flüssigkeiten und Fetten aufnehmen. Werden Insekten damit bestäubt, verlieren sie die Lipidschicht, die sie vor Wasserverlust schützt, und sterben an Austrocknung. Auch schädigt das harte Material wohl die feinen Häute zwischen den Segmenten ihrer Chitinpanzer. Möglicherweise verletzt es überdies die Mundwerkzeuge und den Magen-Darm-Trakt und verstopft die Tracheen, die Atmungsorgane. Für dieses Prinzip der Schädlingsabwehr bietet die Natur selbst viele Beispiele: Ausgiebige Staubbäder nehmen sowohl Vögel als auch Säugetiere wie etwa Elefanten zur Körperpflege, um sich Parasiten zu entledigen und ihrer Einnistung vorzubeugen. In den letzten zehn Jahren hat nun Diatomeenerde in den USA, Australien und tropischen Ländern auch zur Bekämpfung von Schädlingen einige Bedeutung erlangt; bei der amerikanischen Umweltschutzbehörde sind rund ein Dutzend Präparate registriert. Im mitteleuropäischen Raum ist diese Anwendung aber noch kaum verbreitet.
Der Vergleich von Kieselgur verschiedener Lagerstätten zeigt, daß die Wirksamkeit weniger von der chemischen Reinheit als von physikalischen Eigenschaften abhängt: von Größe Lind Gestalt der Partikel, ihrer Schüttdichte, Alter und Art der Fossilien, dem Vermögen, Öl zu absorbieren, der Eigenfeuchtigkeit, dem Kieselalgen bauen aus in Wasser gelösten silicatischen Verbindungen oft bizarre Schalen auf . Daraus entstanden seit der Kreidezeit in Seen und Meeresbuchten zum Teil mächtige Sedimentschichten, die man nun pH-Wert, Verunreinigungen sowie dem Anteil kristallinen Silicats. Außerdem beeinflussen beim Einsatz auch Umgebungsbedingungen wie die Luftfeuchtigkeit den Effekt.
Die Wirkungen verschiedener Präparate auf Morphologie und Physiologie der Schädlinge untersucht das Institut für Vorratsschutz der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Berlin.
Nach heutigem Kenntnisstand ist die Wirkung von Diatomeenerde um so stärker, je besser sie ölige Substanzen aufzunehmen vermag. Zudem sollten die Partikel ungefähr 10-18 Mikrometer (tausendstel Millimeter) sein. Es muß jedoch betont werden das die gewünschte Abtötungswirkung nur stark zeitverzögert eintritt.