Kellerwand halb isolieren?

26.02.2008



Ich musste wegen eines neuen Kanals die Kellerwand meines ca. 200 Jahre alten Winzerhauses bis zur Hälfte freilegen. Da ich nicht vorhabe mir jemals im Keller einen Wohnraum einzurichten, scheint mir der Aufwand zu groß, noch die restlichen 1,50m bis auf 3m Tiefe hinabzugraben (kaum mehr Platz für Erde, Abstützung nötig...). Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen und wenigstens den bereits freigelegten Bereich Isolieren um ein wenig Feuchtigkeit wegzubekommen. Meine Vorstellung:
Noppenmatten überlappend direkt an der Wand fixieren und unten (halbe Wand) L-förmig auslaufen lassen; in dieses 'L' ein Drainagerohr im Kiesbett; auf die Noppenmatten noch Drainagematten, die das anstehende Wasser nach unten leiten.

Hat das irgend einen Sinn, oder kann ich mir die Arbeit gleich sparen?

Danke für Tipps!



Entweder richtig



oder garnicht. Gegen Hochwasser mach ich ja auch nicht die Fenster im 1. OG dicht und lass im EG die Haustür auf ;-))).
MfG
dasMaurer



Ich sehe diesen Aufwand auch nicht als sinnvoll an.



Weder Drainanlage noch Noppenbahn.
Je nach Untergrund... evtl. Vorarbeiten d.h. Verputzen und dann Abdichten mit KMB.



Kellerwand sperren



Recht hat er, der Ulrich.
Wasser, das an der Hauswand herunter läuft, wird den Weg zwischen Kellerwand und Noppenbahn nach unten finden und damit die Wand durchfeuchten, wenn die senkrechte Abdichtung auf der Wand nicht funktioniert.
Und Ihr Dränrohr samt Dränmatte kann auch als Bewässerungsanlage funktionieren!
Übrigens:
War denn der Keller vorher feucht?
Wenn ja, kennen Sie die Ursache?


Viele Grüße



Danke für die Einwände.



Die Kellerwand (Steinmauer) ist feucht, da ein ziemlich durchfeuchteter Lehmboden ohne jede Absperrung anliegt. Es gibt kein Problem mit Grundwasser oder andrückendem Wasser. Mir ist schon klar, dass meine Ideen keine 'Trockenlegung' sind. Aber wenn ich mit einem Drainagerohr Wasser in den Kanal ableiten kann, sollte doch etwas weniger Feuchtigkeit im Lehm stehenbleiben. Oder liege ich da ganz falsch?



Trocknung



Hallo, die Noppenbahn bringt nichts, ist nur mechanischer Schutz, die Dränplatten ohne Filterflies haben auch keinen Sinn, werden vor allem bei Lehmböden sehr schnell durch Schwebteilchen zugeschwemmt. Und ein Dränrohr auf halber Höhe ist auch nicht sinnvoll, vor allem bei dem Boden.Als entweder richtig oder es ist wirklich rausgeworfenes Geld. Also runtergraben, die Wand säubern abdichten, dann eventuell Dränplatten, Filterflies, Filterkies etc. und die Dränrohre nach DIN dann ist es sinnvoll



Wenn



Lehmboden vorhanden ist, wird mit einer Drainage und Noppenbahn das Wasser direkt an den Bau geführt. Bei Regenfällen steht dann der Keller in dem Bereich im Wasser. Damit haben wir dann drückendes Wasser. Der jetzige Zustand wird wesentlich verschlimmert. Das geschieht auch, wenn der Lehmboden gegen Sand oder Kies ausgetauscht wird.
MfG
dasMaurer



Ich schätze



wirklich die Mühe jeder hilfreichen Antwort - Danke!
Darf ich noch ein wenig hartnäckig sein und 2 weitere laienhafte Ideen zur Kritik stellen:
1. Im Abstand von 40cm vor der Wand unverrotbare Platten eingraben, die den Lehm abhalten und dahinter mit Kies auffüllen.

2. Wenigstens die aufgegrabene halbe Tiefe der Kellerwand lehrbuchmäßig verputzen und abdichten.

Nochmal - ich habe nicht aufgegraben um den Keller trockenzulegen. Ich hab auch nichts gegen eine etwas durchfeuchtete alte Steinmauer im Weinkeller. Es widerstrebt mir nur die Gelegenheit ungenützt zu lassen und die Grube einfach wieder mit nassem Lehm aufzufüllen, ohne wenigstens ein paar Prozent Feuchtigkeit weggekriegt zu haben.



Das passt doch.



Soweit offen mit KMB abdichten und wieder auffüllen.



Kellerwand isolieren



Hallo Herr Eder,

wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit in den Wohnraum gelangt. Ist aufsteigende Feuchtigkeit vorhanden nützt eine Abdichtung von aussen als alleinige Maßnahme nichts.

Mit freundlichen Grüssen

A. Cyba