Nässe im Keller

22.08.2007



22.08.07 - Sehr geehrter Herr Bromm und andere,
unser Haus wurde 1912 gebaut. Das Haus ist größtenteils mit einem Gewölbekeller aus Sandstein unterkellert und steht an einem steilen Berg. Der Kellerboden und (ca. bis 30- 40cm hoch) die Kellerwand (oben),wird seit kurzer Zeit über eine Länge von ca. 5 Metern - bei Regen - naß. Wobei die Kellerseite an der Hausecke am meisten Nässe abgibt. Die Dachrinne wurde im Herbst letzten Jahres erneuert. Eine Kamerabefahrung ergab, dass der Kanal und alle Zuleitungen dicht sind. Der Keller war bis vor einigen Jahren immer trocken und hatte immer die gleiche Temperatur (8°). Vor ca. 7 Jahren habe ich die alten Betonplatten ums Haus durch Plastersteine ersetzen lassen. Seitdem scheint mir das Problem mit der Feuchtigkeit entstanden zu sein und immer größer zu werden. Die Zwischeräume der Pflastersteine sind relativ groß und an vielen Stellen 3-4cm tief ausgewaschen. Alle bisher Befragten konnten mir leider nicht weiterhelfen. Eine Drainage hat das Haus vermutlich - Baujahre 1912 - denke ich nicht.
Für einen Tipp bezüglich Vorgehensweise und möglicher Ursachen wären wir Ihnen sehr verbunden!
Mit freundlichen Grüßen

Familie Sieper



Hellsehen müsste man können!



Hallo

Die Gründe für so eine Veränderung können sehr vielfältig sein und einige der Möglichkeiten haben Sie schon überprüft: Regenrohr; Hofpflasterung ...
Um genaueres sagen zu können müsste man die genauen Umstände kennen und evtl. Veränderungen in den letzten 5-10 Jahren ums Haus erfahren.

Eine Inaugenscheinnahme wäre m.E. sinnvoll - sonst fabuliert amn immer im realfreien Internetspace!

mfG

FK





Hallo,
vielen Dank für die Antwort! Die einzige Veränderung, die das Haus in den letzten 10 Jahren erfahren hat ist tatsächlich die Hofpflasterung. Ist es möglich, dass durch das Pflaster und das im letzten Jahr defekte Regenrohr soviel Wasser nach unten sickern konnte, dass es dann im Bereich Bodenplatte u. 1. Steinreihe durch die Sandsteinwand dringt? Es handelt sich um die Wand zur Bergseite, die dem nach unten fließendem Wasser besonders stark ausgesetzt ist.
Wäre es auch denkbar, dass es am städtischen Kanal liegt, der in ca. 1,5 m Entfernung zu dieser Wand entlang läuft.
mfg
Sieper



Feuchte Wände trocken bekommen



Sehr geehrter Herr ,

am Kanal kann es schon liegen, hier wurde eine neue Baugrube geschaffen in die das Wasser dem geringstem Widerstand folgend rein läuft - Frage wann der Kanal gebaut wurde. Auch die Betonplatte hat sicher einiges an Wasser vom Haus weggeführt - sofern das Gefälle gestimmt hat.

Eine horizontale Sperrschicht schützt die Wand gegen aufsteigende Feuchtigkeit gem. DIN 18195 Teil 4.
Die vertikale Abdichtung schützt die Kellerwand vor Erdfeuchtigkeit nach DIN 18195 Teil 6.
Eine Drainage, richtig aufgebaut, schützt vor drückende Sicker- und Schichtenwässer.
Der Entfeuchtungsputz ermöglicht dann noch die Wandentfeuchtung und trocken iss, der hält zuverlässig auf Feuchte Wände.

Welche der Maßnahmen erforderlich sind, kann man nur vor Ort entscheiden. Hierbei spielt die Nutzung eine wesentliche Rolle.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba