Mal wieder eine Kellerwand ...

13.06.2012



Hallo zusammen,

anbei einmal ein Foto einer meiner Kellerwände die ich gestern abend einmal von ihrem knapp 50-60 Jahre alten und immer wieder mal bröselden Putz befreit habe.

Unser Haus ist Bj. 1900 und steht auf einem Fundament aus roten Standsteinen und Ziegel. Der kleine Heizungsraum, aus dem dieses Bild ist, ist "wild" gemischt. der größere Kellerraum unter unserem Wohnzimmer ist nur aus Sandsteinen.

Diese Wand hier hatte im oberen Bereich ein paar kleinere Feuchteschäden, bedingt dadurch, dass der Sockel und somit das obere Ende der Kellerwand knappe 30 über dem Boden in der betonierten Hofeinfahrt des Nachbarn liegt, die Dachrinnen unseres Hauses hinüber waren und bei uns fast kein Dachüberstand vorhanden war. Seit 1 1/2 Jahren mit neuem Dach, ca. 50cm Dachüberstand und neuen Dachrinnen scheint das Problem gelöst und alles ist im oberen Bereich schön abgetrocknet.

Da mir der rieselnde Putz langsam auf den Keks ging, habe ich nun die erste Wand einmal vom Putz befreit und festgestellt, dass im Bereich der unteren 20cm. ein paar leicht Feuchte Stellen unter dem Putz waren, aber nicht wirklich nass. Die Kellerwand ist gut 50-60cm stark und von außen kann nichts aufgegraben werden. Das Haus hat weder eine horizontale noch eine vertikale Abdichtung. Es steht auf extrem festem Lehmboden und der Keller hat einen Estrich-Beton-Boden, vermutlich aus den 60er Jahren. Auch dieser ist soweit eigentlich trocken.

Die wenige Feuchtigkeit an dieser Wand ist kein Problem, der Keller wird immer (eigentlich permanent) gut gelüftet, gerade auch wegen dem Heizkessel in dem Raum. Ich denke auch, dass die feuchten Stellen vermutlich gut abtrocknen, jetzt wo der Putz ab ist. Es machte zumindest schon beim Abklopfen den Eindruck.

Soll ich diese Wand so lassen (evtl. noch ein wenig säubern), neu mit Kalkputz verputzen, oder Fehlstellen mit Kalkmörtel ausbessern und nur mit Farbe aus Weißkalkhydraht streichen....?

Es ist und bleibt ein altes Haus mit einem alten Keller und ich will hier nichts zupampen, den Keller bewohnen o.ä.. Hier werden weiterhin die Gertengeräte, Werkzeug und Fahrräder stehen, sonst nix.

Gruß
Sascha



Fakt



ist, je weniger auf der Wand ist, um so besser trocknet sie ab.
Was Du machen sollst - das können wir Dir nicht vorschreiben, aber eine Mögliche Option bezüglich der Sauberkeit wäre ein Putz mit Weißkalkhydrat, der anschließend gleich miit Weißkalk gefilzt wird. Das macht ihn hinreichend hell - mehr wirst Du wohl in diesen Räumen nicht brauchen.



Hallo Olaf...



ums vorschreiben ging´s auch nicht ;) ...... sondern lediglich darum, was das Beste für die Wand ist.
Ich möchte nur nichts falsch machen, in dem ich die Wand so lasse wie sie ist.

Kann ich den Putz aus Weißkalkhydrat schon so direkt aufbringen oder sollte ich noch irgendwelche Vorarbeiten erledigen. Wo bekomme ich das Zeug eigentlich am besten her und wie mische ich mir den Putz am besten und wie dick sollte man den Putz auftragen.

Wenn man danach sucht, findet man alles möglich von Weißkalhydrat einsumpfen, nicht einsumpfen, teuren Sumpfkalk nehmen, nur anrühren und los, mit diesem Sand mischen oder mit diesem usw.usw.usw. ....

Mit Weißkalkhydrat etc. habe ich bis jetzt noch nie gearbeitet, daher bin ich hier ein wenig ratlos....

Vielleicht hat ja jemand ein passendes Rezept für mich und meine olle Wand ;)

Viele Grüße
Sascha



Lüften ??



Hallo Morph
@Die wenige Feuchtigkeit an dieser Wand ist kein Problem, der Keller wird immer (eigentlich permanent) gut gelüftet,.....

Permanentes Lüften ist nicht immer richtig.

Die Parole lautet:
KELLER DÜRFEN NUR GELÜFTET WERDEN , WENN ES IM KELLER WÄRMER IST ALS DRAUßEN.

Also niemals im Sommer lüften.

Warum ?? : Denken Sie einfach mal an eine eisgekühlte Flasche Bier an einem warmen Sommerabend.

viele Grüße



.... am permanenten Lüften in diesem Raum ....



... kann ich leider nichts ändern, da hier der Ölheizkessel steht und außer dem gekipten Fenster in diesem Raum mit 9qm keine zusätzliche Luftzufuhr gibt.

Hier gibt es nur die Eingangstüre vom Garten in den kleinen Heizungskeller (9qm), ein kleines Fenster rechts neben der Tür sowie die Verbindungstüre die auf dem Bild zu sehen ist in den größeren Keller (24qm) in dem die Öltanks stehen.

Da die Heizung schon einige Jahre auf dem Buckel hat und ich nirgends die Möglichkeit einer zusätzliche Verbrennungsluftzufuhr habe, muss das Kellerfenster (90*60cm)leider gekippt bleiben. Oder gibt es hierzu auch eine andere Möglichkeit?

Zumindest will es der Schorni so.... ;)

Gruß
Sascha



wenn



im Keller ständig eine Heizung läuft (Warmwasser):
1. kommt ohnehin über die Luftzufuhr ständig Frischluft hinzu
2. kühlt der Raum kaum unter 10° ab
3. wird eine ständige Lüftung gut fürs Hausklima sein wegen der vorhandenen Ölgerüche, die er selber vielleicht schon nicht mehr so wahrnimmt, die aber für so einen Ölbunker typisch sind.

folglich ist die Kondensatbildung auf ein Minimum begrenzt und bei der Oberfläche der Ziegel auch kurzfristig gut aufnehmbar.
Ich denke, mit der Heizung im Rücken kann Morph das bischen Restfeuchte gut verkraften und die Mauer nimmt keinen Schaden. Eher wäre im bereich der Hofeinfahrt bei Nachbarn die Wasserführung durch eine Kehle oder Sockel von der Wand noch fernzuhalten.



...



.... das mit dem Ölgeruch hällt sich durch erst 3 Jahre alte Doppelwand-Kunststofftanks mit Außenentlüftung eigentlich sehr in Grenzen. Man riecht im Keller eigentlich mehr den Weichspühler der in der Waschmaschine im Keller verwendet wird ;). Da der Keller auch nicht über ein Treppenhaus mit den Wohnräumen verbunden ist, sondern lediglich einen Zugang über die Terrasse auf der Rückseite des Hauses hat, bekommt man von der Ölheizung garnichts mit.

Mit den Temperaturen hast du recht. Unter 10 Grad sind es im Keller wirklich nur sehr selten bis garnicht. Vielleicht wenn es mal draußen für ein paar Tag -20 bis -25 Grad sind ;)

Im "großen" Kellerraum bestehen die Kellerwände wie gesagt nur aus Sandsteinblöcken. Auch von diesen blättert ab und ein vermutlich alter Kalkanstrich ab (kein sandiger Putz). Dieser ist vermutlich auch schon seeeehr alt. Wirklich feucht ist hier eigentlich nichts.

Ich denke mal, ich werde, wenn der kleine Raum fertig abgeklopft ist, auch die Sandsteine im großen Raum einmal abbürsten und abspachteln, bis runter auf die Sandsteine und dann nochmal alles schön auskratzen und nachverfugen, denn einige Fugen zeigen auch ein paar alte Risse und sind ein wenig bröselig....

Dann sollte das vermutlich schon reichen und halbwegs staub- und bröselfrei sein ;). Soll ich die Sandsteine auch wieder mit Kalkfarbe Streichen oder "blank" lassen?

Viele Grüße
Sascha



wie



Du den Sandstein lässt - Dein Geschmack gibt Dir freihe Hand, aber hier im Forum wären viele froh, sie hätten (schöne) blanke Sandsteinwände. Warum solltest Du die streichen wollen ?. Auch der Putz benötigt keine Farbe. Ich kenne Eigenheime, die haben 30 jahre keine Farbe gesehen - naturfarben eben.