Flecken auf ehemaliger Rußkuchl Wand

12.10.2005



Hallo, in meinem Haus (1730, Vollziegel) tritt aus der ehemaligen Rußkuchl-Kamin-Rückwand ( die Vorderwand wurde 1890 abgebrochen und an anderer Stelle ein Russischer Kamin instaliert) nach dem Verputzen mit Lehm eine zähe, gelb, dunkelbraune Masse aus. Sie ist mir vorher auf der Wand nicht aufgefallen. Wir haben den Zementputz abgeschlagen und dann mit Lehmschlemme grundiert dabei kamen schon die ersten Flecken nach auftragen des Unterputzes, kamen die Flecken selbst hier durch.
Meine Frage ist, was kann das sein, daß da aus der Wand kommt (Teer???) und was kann ich am besten machen, damit die Flecken nicht mehr auftreten.



frischen Kuhdung mit in den Lehm



... kein Witz, das hilft wirklich :-)

Grüße Annette



Versottung?



Ave Florian,

es liest sich so, als wenn der erste Kamin während seiner 160 jährigen Standzeit versottet ist.
Selbst wenn kaum erkennbare schwarze Rußpartikel in den Steinporen enthalten sind, spiegelt es sich großflächig im Lehmputz wieder.

Dem Tipp von Annette schließe ich mich an, weil ich dies hier im Forum schon öfter mal gelesen habe.

Mein Tipp aus Erfahrung : Versottex aus dem Fachhandel, 2-3 mal aufs Mauerwerk gestrischen, dann verputzt und alles ist schön.

Um aber eventuelle Geruchsbelästigungen zu vermeiden, die meist schon durch erwärmung der betroffenen (Versotteten) Stellen hervorgerufen werden, hilft nur: abreissen-neuhochziehen.

MfG
Haupt



PCI - Dichtschlämme



Hallo Florian
Ich bin gerade mit meinem Bruder ein altes am Renovieren. Wir versuchen alles möglichste Baubiologisch zu bauen. Doch es gibt im Altbau kompromisse die man eingehen sollte, finde ich. Im Neubau kann man alles Vorausplanen. Also zu deiner Frage. Ich hatte genau das gleiche Problem wie du es geschildert hast. Es ist eine sehr hartnäckige Masse. Das kommt davon wenn der Kamin "schwitzt", eine Folge davon, wenn das Feuer zu wenig Sauerstoff bekommt. Für mich war klar das muss irgendwie Dicht bekommen werden. Ich kam auf PCI- Dichtschlämme der aus mineralischen Bestandteilen besteht, mit künstlichen Zusätzen zwar auch. Doch das Ergebniss ist beträchtlich. Es ist nun etwa 3 mon. alt. Kein Fleck durch den Putz, nichts. Man muss aber immer darauf achten das im Ofen das Feuer immer mit genug Sauerstoff abbrennt und das die Klappe zum Kamin nicht zu weit geschlossen ist. Sonst besteht die Gefahr wieder des durchdrückens dieses Art von "Teer". Viele Grüsse Oliver





Habe mit Interesse die div. Nachrichten gelesen, wir versuchen auch gerade unseren Kamin wieder zu "trocknen" (Klappe auf), scheint zu klappen.Verputz ist restlos abgeschlagen.- Bei diesen PCI-Schlämmen gibt es keine Temperaturprobleme? Frost? Zu hohe Temperaturen? Bei uns ist ein Kachelofen seit ca. 12 Jahren an einen älteren Kamin angeschlossen, und nun verfärbte sich die Wand! und es roch eklig!
MfG
Barbara