feuchte Innenwand

15.07.2011



Hallo liebes Forum,
ich habe ein "feuchtes" Fussbodenproblem.
Das Haus wurde ca. 1870 erbaut (keine Baupläne), im Wohnzimmer sind keine Dielen, sondern eine undiffinierbare Betonähnliche Masse (die mit "Teer" gestrichen ist) verlegt. Zeitpunkt unbekannt. Eine Innenwand wurde nass. Daraufhin entfernten wir den Bodenbelag - dieser bestand aus Bituperl (oder so ähnlich),V100 Platten,Holzparkett und Laminat - schön bis an die Wand verlegt.Nach entfernen der Beläge trocknete der Boden schnell ab. Meine kurze Frage nach der langen Einleitung - wie verlege ich die geplante Holzdielung ? Muss eine Sperrbahn verlegt werden und wie sieht es mit der Dämmung aus ? Sollte ich eine Probebohrung durchführen um den Untergrund zu erkunden ?
Ich bedanke mich schon mal im Voraus und hoffe auf viele Hinweise und Tipps
Viele Grüsse aus der Börde
Sabine



Wieviel...



...Aufbauhöhe gint's denn?

Grüße

Thomas





Hallo,

ich nehme mal an, dass Sie ein wenig abgraben müssen. Dabei bitte Vorsicht, auf keinen Fall auf langer Strecke Fundamente untergraben !
Die Feuchte wird ein Wechselspiel aus aufsteiender Feuchte und Kondensat sein, was exakt hängt von den zeitweilig verschiedenen raumklimatischen Bedingungen ab.
Reihenfolge der Schichten: Auf das Erdreich eine Noppenfolie, darauf mindestens 8 cm Styrodur C (kein Styropor), darauf Lagerhölzer und Dielen. Das hält Holz ausreichend durchlüftet, dämmt und hält Erdfeuchte ab.

Grüße



Den letzten Aufbauvorschlag...



...würde ich keinesfalls ausführen. Er ist billig, aber weder hinreichend stabil, noch dampfdicht genug (Die Platte schon, aber die Anbindungen?).

Ohne Kenntnis der möglichen Aufbauhöhe auf der jetzigen Oberkante und des Aufbaues darunter lässt sich hier kein brauchbarer Vorschlag entwickeln.

Grüße

Thomas



feucte Innenwand



Hallo,
herzlichen Dank für die schnellen Antworten.
Also, das Haus ist auf der betroffenen Seite nicht Unterkellert,Bodenplatte wurde nachträglich eingebracht mit einen Abstand von ca.1-2cm von den Aussenmauern. Scheinbar kommt von dort die Feuchtigkeit.Die Aufbauhöhe ist sehr gering ca. 5cm inc. Oberkante des neuen Bodenbelags.
Jedenfalls zur Zeit.
Herzliche Grüsse
Sabine



Moin Sabine:



Du schreibst: "Eine Innenwand wurde nass".

Kannst du das nochmal genauer ausführen?

Was ist auf der anderen Seite der Innenwand?

Läuft darunter evtl. eine undichte Abwasserleitung?

Ist die Wand jetzt auch trocken (du schreibst nur vom Boden)?

Gruss, Boris



feuchte Innenwand



Hallo Boris,
im gegenüberliegenden Raum befindet sich die Heizung,keine defekte Wasserleitung und auch die Heizungsrohre sind dicht.
Allerdings befindet sich dort auch der Schornstein (Endpunkt 1m tiefer)und dort wurde es zuerst nass.Also haben wir dem Schornstein im letzten Jahr ein schönes "Dach" gestiftet.Über Winter trocknete es leicht ab,aber seit ca. Mai wurde es wieder schlimmer. Am Schornstein zog die Nässe ca. 50cm hoch (so schön Gebirkskamm ähnlich mit Tal),dann etwa 50cm alles Trocken und dann wieder ca. 30cm hoch und 1m breit nass.
Ich hoffe nur, dass das nicht mit dem gestiegenen Grundwasserspiegel in unserer Region zu tun hat.Im Übrigen ist der Fussboden jetzt nach Entfernung der Belagsschichten trocken.Ich glaube,ich muss mich durchringen und überall eine Horizontalsperre einbringen.Ansonsten fällt mir dazu leider nichts ein.
Herzlichen Gruß Sabine



Moin Sabine,



liest sich so, als sei lediglich der Schornstein "undicht" , wenn es immer nur von der Ecke kommt.

Ich würde also erstmal mit deinem Schorni oder einem weiteren Baukundigen die Fehlerquelle ausfindig machen, bevor du eine Sperre einbaust. Sollte es nur der Schornstein sein, kannste dir die sparen.

Gruss, Boris