Badezimmer an Fachwerkaußenwand ... Innendämmung?

03.03.2004



Derzeit sanieren wir ein Fachwerkhaus Bj.1907. Das Badezimmer ist so konstruiert, daß wir Waschbecken, Duschkabine und Badewanne an der Außenwand anbringen müssen und somit die Wand bis auf ca. 2m Höhe verfließen müssen. Welcher Wandaufbau ist für die Bausubstanz am verträglichsten? Die Mauer hat eine Dicke von zwei Ziegelsteinlagen, das Fachwerk geht teilweise bis in den Innenbereich durch. Diskutiert wir ein hinterlüftetes Zweikammermodell, Dämmung mit Isofloc, Silikatplatten, Lehmputz ...
Welche Lösung ist preisgünstig, schont die alte Bausubstanz? Welche möglichen Probleme sind zu beachten?



Haben gleiches Problem ...



.. auch das Haus hat das gleiche Alter. Allerdings haben wir eine Lehmausfachung. Ich überlege an einer geschütteten Innendämmung ( Perlite 4-6 cm ) im vorgesetzten Holzständerwerk. Darauf Dampfbremse mit kleinem Sd Wert und verputztes Heraklith (2,5 cm).
Eine Schüttung möchte ich verwenden,um keinen Luftspalt zwischen Innendämmung und bestehender Wand zu erhalten, da es an der Stelle sonst gut kondensieren könnte.
Was ich nicht weiß ist, ob das Perlite ausreichend kapillare Fähigkeiten hat, vielleicht kann jemand noch Alternativen nennen ?
Das Holzständerwerk würde ich dann gerne als Installationswand mißbrauchen. Aufs zufliesen möchte ich allerdings weitgehend verzichten, um die Wand noch atmen zu lassen. Die Erfahrungen in der jetzigen Wohnung zeigen eigentlich, daß nicht überall Spritzwasser zustande kommt. Klar : Badewanne, aber trotz Kleinkind nicht zwei Meter hoch, Dusche ist logisch, aber braucht man wirklich Spritzwasserschutz unter dem Waschbecken ?
Mit dem beschriebenen Wandaufbau erlangt man allerdings keinen EnEv verträglichen U-Wert ...
Was sagen die Bauphysik-Cracks dazu ?



RE



Hallo,
die Probleme liegen im möglichen Tauwasserausfall hinter den Fließen. Wir begenen diesem Problem zu einen durch das Vermeiden von Fliesen im Aussenwandbereich (gehr nur leider manchmal nicht) und oder Wandheizung. Diese Temperieren alle Innenwandflächen, es enstehen keine Wärmebrücken mehr an denen sich Feuchtigkeit ablagern kann. Wichtig ist das der weitere Wandaufbau nicht durch dichte Putze oder Anstriche abgesperrt sind. Viele Grüße Gerd Meurer