innendämmung

06.07.2008



Kurze beschreibung vom jetziger Zustand.Untere Etage 24.iger massives Mauerwerk(Hohlblocksteine).Oben nur 14 cm Fachwerkbalken, ausgemauert mit 11,5. Vollziegel.Von innen war Kalkputz,den wir aber schon abgeklopft haben um einen Blick drunter zu bekommen.Außen Kalkzementputz dder bereits auch schon runter ist.Ist alles in bester Ordnung.Jetzt wollten wir im Zuge des Ausbaus vor dieser Wand von innen eine 24cm oder 17,5 dicke Porenbetonwand mit 5cm Luft zur außenwand stellen um eine bessere dämmmung zu erreichen.Hatt jemand schon Erfahrung mit ähnlichem gemacht dann wäre ich für tipps und anregungen sehr dankbar.
Gruß Lutz



Mit davorgemauerten Innenschalen



bei Fachwerk hat man schon viele Erfahrungen gemacht. Meist hat man nach vielen Jahren festgestellt, dass das Fachwerk von der Innenseite her irreparabel zerstört wurde. Allerdings wurde dieses Thema im Forum schon vielfach erörtert und entsprechende Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
MfG
dasMaurer



Dann hätte man es auch lassen können!



Leider ist Ihre Herangehensweise nicht optimal und wird sich auch bauphysikalisch, sollte es bei dieser Ausführungsvariante bleiben, in absehbarer Zeit rächen.
Homogene Wandaufbauten sind wichtig und sinnvoll, denn da funktioniert eine Difussion und mit einer entsprechenden Masse bekommen Sie auch klimatisch innen ein besseres Verhalten.
Also ist Speichermasse ein wichtiges Thema bei Ihnen.
Z.B. Lehmsteine homogen vorgesetzt oder auch vernünftige Holzweichfaserlösungen mit Wandheizungsauflage und in Lehm verputz, machen einen Sinn.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen eigentlich auf, daß die Standartlösungen der 0-8-15-Varianten (Baumarkt/Baustoffhandel), eher negativ sich aus wirken, als dass sie positv zu bewerten sind.

Das Schadensbild kommt erst sehr spät dann zu Vorschein.

Nachdenkliche Grüße

Udo Mühle





Also, danke für ihre Antworten.Sicherlich geht es mir um dämmung.Erreiche ich denn die selben Dämmwerte wenn ich das Gefache mit Lehmsteinen neu ausmauere??Von innnen und außen dann mit Kalkputz verputzen??Dann könnte ich das natürlich auch machen.Der Aufwand wäre geringer.Was mir sehr entgegen käme. Eine Heizung ist bereits vorhanden.Mit in Putz gelegte Wandheizungen habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt.
Gruß Lutz



@ Lutz



Nein, diese Lösung ist wärmedämmmäßig auch nicht optimal.
Eine Innenschale ist notwendig, damit eine winddichte Konstruktion entsteht und damit dann auch die Wäremedämmung sich verbessert.
Stehe auch gern gesprächsmäßig zur verfügung.

Grüße

Üdo Mühle





Hallo Lutz, nein, es ist keine gute Lösung. Stöbere mal in zurückliegenden Beiträgen. Kurz: der Porenbeton wird die Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf hindurch lassen, und dieses Wasser wird dann an deiner kalten Außenwand aus Hohlblocksteinen auskondensieren. Läuft dies dann in deiner Luftschicht herunter, so saugt sich am Fuße der Porenbeton mit genügend Wasser voll, mit den üblichen Folgeerscheinungen. Porenbeton kann aufgenommenes Wasser schlecht abgeben, besitzt kaum eine notwendige Wärmespeicherung. Meist wird dieser Baustoff schon mit eine sehr hohen Eigenfeuchte geliefert. Fraglich wann dieses dann austrocknet.

Zu klären wäre aber, was du unter Hohlblocksteine verstehst. Bei uns sind es Betonsteine die innen hohl sind, meist mit einem Steg mittig. Es wäre zu überschlagen, ob es besser ist die gesamte Wand zu tauschen oder innen eine Wand kraftschlüssig mit der Alten zu verbinden. Hierzu rate ich Blähtonsteine ohne Luftraum. Beim Fachwerk ist bestens Lehm in all seinen Variationen geeignet. Anderes hat sich bisher noch nie bewährt. Die vielen zehntausende kaputtsanierten Fachwerkhäuser sprechen dafür. Stelle mal ein par Bilder ein.

Viele Grüße
Michael Reisinger





nochmal vielen Dank für die Antworten.An Michael Reisinger..Mit Hohlblocksteinen meine ich auch Betonsteine, allerdings 2 Stege.Das Haus hat 2 Etagen.Die Untere Etage ist massives Mauerwerk.Bestehend aus 24.Betonsteinen dann 3-5cm luft dann 11,5 cm dicke Ziegelwand davor.Innen und außen Putz.In der ersten Etage Nord und Suedseite reine Fachwerkwand die ich auf jeden Fall erhalten möchte.Bestehend aus 16 cm Eichenfachwerk, ausgemauert mit 11,5. Ziegelsteinen beidseitig angeputzt.Da mir dieses aber nicht sehr wärmeisolierend erscheind suche ich nach einer möglichkeit die oberen Wände innenseitig zu isolieren.Meine Frage ist.Was ist die beste und einfachste möglichkeit um eine gute Isolierung zu erreichen ohne das fachwerk anzugreifen oder zu zerstören.Ein einfacher Isolierputz wird da wohl nicht reichen.Oder doch??Für aussagekräftige antworten wäre ich sehr dankbar.
freundliche Grüße Lutz





Im Erdgeschoss würde ich überlegen ob den vorhandenen Wänden eine Innenschale aus Blähtonsteinen vorgesetzt wird. Geprüft sollte auch werden, ob die jetzige Innenschale nicht besser fallen sollte. Die äußere wie innere Schale muss in direktem Kontakt zueinander eingehen. Im Fachwerk oben gibt es passable Lösungen mit innen vorgesetzten Lehmsteinen im direkten Kontakt zum bestehenden Fachwerk oder aber eine entsprechende festgelegte Stärke (z.B. 24 cm) aus Holzhackschnitzellehm. Ich lade Sie gern dieses jahr zu Probebaustellen ein. Bei einer Baustelle wird der Bauherr den Holzhackschnitzellehm selbst einbauen – Zeitraum ca. Anfang August. Es gibt viele Lösungen mit Holzweichfaserplatten, HWL-Platten aber die beste erscheit mir die Masse und gleichzeitig die Dämmung zu erhöhen und vor allem viel Lehm einzubauen.

viele Grüße
Michael Reisinger