Wärmedämmung Schieferwand/Bruchsteinwand




Hallo, ich habe in den nächsten Monaten vor, meine Scheune BJ 1834 umzubauen. Jetzt geht es mir um die Dämmung der Außenwand. Die Mauer besteht aus Moselschiefer/Basalt-Gemisch und ist 60 cm dicke. Ich würde gerne die Fassade erhalten und von innen dämmen. Ich stelle mir hier eine Holzfaserplatte in Kombination mit Lehmputz vor. Welche Möglichkeiten gibt es ansonsten (Taupunktverlagerung)? Ich bin über jede Info/Hilfe dankbar. Vielen Dank.
Gruß Patrick



Scheune ausbauen.



Ich würde von innen eine moderate Wärmedämmung in Holzweichfaser vorsehen, in Kalk- oder Lehmputz eingebettet.
Bei diesem Mauerwerk würde ich vorzugsweise einen Ausgleichsputz aus naturhydraulischem Kalk vorsehen, weil ich nicht sicher bin, ob es infolge Kondensat doch mal Aufweichungen geben kann. Das Dübeln würde wohl eine harte Angelegenheit. Das Finish können Sie mit Lehmputz vornehmen.
Sollten stärker feuchtebelastete Räume vorgesehen werden, kann man mit 6 cm Schaumglasplatten arbeiten, die allerdings ein vielfaches teuerer sind. Der Vorteil liegt in der weitgehend dampfdichten Konstruktion, keine Tauwasserprobleme.
Merke: Keine Schaumglasplatten auf holzhaltige Wände !

Grüße vom Niederrhein



Hallo Partick,



wie schon gesagt ist die Weichholzfaserplatte derzeit das am weitesten ausgereift Verfahren einer Innendämmung mit Dämmplatte.

Die Alternativen wäre z.B. eine Holzleichtlehminnenschale. Hier ist die Dämmwirkung schlechter als beím vorgeannten Aufbau bzw. wird die Aufbaustärke wesentlich dicker.

Viele Grüße aus Koblenz Gerd


Von Schaumglas halte ich nix!

Sehr gut und auch sicher läßt sich der Aufbau mit einer Wandheizung kombinieren.

Viele Grüße aus Koblenz



Danke



Vielen Dank für Eure schnelle Antwort. Ich habe noch eine andere Idee. Was wäre, wenn ich innen eine Mauer aus Ziegelsteinen/ Bimsplatten vorsetzen würde mit ca 5cm Luft zur Außenwand. So wie eine zweite Wand. Wie verändert sich dann mein Taupunkt? Was wäre von diesem Vorschlag zu halten. Schon vorab vielen DAnk für Eure Antwort.
Grüße
Patrick



Innendämmung



Dann wird die Aßenwand naß bleiben und auch nicht nach innen abtrocknen können.

Grüße

Dietmar Beckmann



Innendämmung



Woher bezieht man diese Dämmplatten? Welcher HErsteller? Wie werden sie verlegt?Was mach mit meiner Installation. In die Außenwand mit anschließender Durchführung durch die Dämmplatte? Welche Erfahrungen habt Ihr? Bin über jede Hilfe dankbar.
Gruß
Patrick





Fabrikate: Gutex oder Pavatex.
Bezug über den Baustofffachhandel.
Verlegung in Kalk- oder Lehmausgleichsputz mit zusätzlicher
Verdübelung. Merkblätter im internet verfügbar.
Kabelinstallation aufputz auf die Wand, dnn erste lage 20 mm verlegen, weitere lage dadrüber.
Rohrinstallation abkoffern.

Grüße vom Niederrhein



Danke



Veielen Dank für Eure/ Ihre Infos. Werde mich dann bei den genannten Firmen erkundigen.
Viele Grüße
Patrick





Hallo Herr Thiel,

wichtig ist für Ihre Innenseitige „Dämmung“ Materialien zu wählen, welche dampfdurchlässig und auch kapillar leitfähig sind. Zudem sollten sie mindestens im EG unbedingt frei von organischen Bestandteilen sein. Es scheiden unbedingt Ziegel und Porenbetone aus, da sie zu viel Wasser saugen. Dampfdichte Baustoffe scheiden ebenso aus, da die Bruchsteinwand auch nach innen Ihre Feuchte abgeben muss! Ansonsten steigt diese höher!

Ein Hohlmauerwerk wo sich dahinter Bruchsteine befinden muss schief gehen, weil sich an der Innenseite der Außenwand Kondensat niederschlagen würde. Ich könnte Ihnen gerade jetzt ein gutes Beispiel bei einem Haus in Meißen vorstellen. Allerdings hatte man dies schon in den Dreißigern vorgenommen.

Ihr Vorschlag mit der Holzfaserweichdämmplatte wird nach meiner Meinung auch nicht funktionieren, da Sie im Erdgeschoss mit ggf. erhöhter aufsteigender Feuchte zu kämpfen haben. Zusätzlich werden Sie diesen Effekt noch vergrößern, wenn Sie eine Betonbodenplatte einbauen und diese mit einer Dichtung (ordentlich nach DIN) versehen. Versetzten Sie sich in die Holzweichfaserplatte welche vielleicht zu tief (zu nah an der Bodenplatte) eingebaut und nun nahe der Bodenplatte mit Wasser gut versorgt wird. Da der Wandaufbau einschl. Putz noch vor dem Fußbodeneinbau passiert, ist mit Sicherheit der untere Bereich auch noch eingeschlossen und weiß mit der Feuchte nicht wo hin. Im allerschlimmsten Fall haben Sie zudem noch einen Lehm mit Stroh- oder Holzanteilen verwendet, die auf jeden Fall zum direkten Übergang zur Bodenplatte immer nass sein werden. Wenn also nach einer Lösung gesucht wird, rate ich Ihnen auch immer alle Ecken, Seiten und Kannten gleichsam mit zu betrachten. Nur dann wird´s richtig.

Da Sie eine Scheune umbauen haben Sie doch auch mit Sicherheit einen Planer, der Sie ordentlich unterstützen dürfte. Wir nehmen aus bewährtem Grunde (auf Kosten der Bauherren können wir sogar von hochwassergetesteten Wand, Fußboden- Deckenkonstruktionen sprechen – leider waren beim Hochwasser 2002/2006 einige Objekte betroffen – aber damit hatten wir im Vorfeld gerechnet) bestimmte Fabrikate von Blähtonsteinen. Wir nehmen keinen Stahlbeton, keine Folien, Schaumstoffe oder Mineralwollen. Der Wandbaustoff ist bei Ihnen nur der allererste Schritt. Aber der wichtigste. Auch gehören dazu diffusionsoffene Fußböden und die richtigen Anschlüsse etc. Es wird also spannend. Schauen Sie mal auf unserer Homepage rein vielleicht finden Sie einiges Brauchbares für Sie. Auch mal unter Publikationen/Meißner Amtsblatt nachschauen.

Sie können mich ja auch telefonisch versuchen zu erreichen

Viele Grüße, Michael Reisinger
Planungsbüro für Gesundes Bauen
01445 Radebeul, 0351 8387089; 0172 – 70 42 990;