Raumteiler in Fachwerkoptik

25.06.2012



Hallo, wir haben vor kuzem ein (älteres)Haus gekauft und wollen jetzt eine Wand teilweise einreissen lassen. Etwa die halbe breite der Wand soll halbhoch stehen bleiben (als Raumteiler und weil da die einzige Heizung des Raumes ist und auch bleiben soll). Wir haben uns nun überlegt, dass es den alten charm des hauses unterstreichen würde, wenn man diese "halbe Wand", den Abschluss zur Decke und die "Abbruchkante" zu den Seitenwänden mit Balken abschließen lassen würde. Also quasi ein pseudofachwerk erstellen lassen. Mich würde jetzt zB interressieren für welches Holz man sich da am Besten entscheidet und wie die Balken aneinander bzw an Wand und Decke befestigt würden.



Am besten...



... ist natürlich in der ursprünglichen Holzart weiterzuarbeiten. Es geht ja nur um die Optik, alles andere sieht scheisse aus... ich selber habe mal aus Geiz Kiefer via Lasur auf Eiche getrimmt, für die kleinen Pfuscherleisten ist es OK, aber sonst: Grrrrr...
Mit einem entsprechenden Anstrich lassen sich dann alt und neu auch optisch angleichen...

Eine Frage noch nach der Statik: Üblicherweise machen senkrechte Balken im Fachwerk auch einen statischen Sinn; sie sollten also nicht einfo so umgesemmelt werden...?!

Gutes Gelingen & LG
Sebastian Hausleithner



über



Dein Haus wissen wir wenig - wenn es aber ein Fachwerkhaus ist, dann Vorsicht mit der Annahme, da 1/2 Stein dicke Wände nichttragend sind !!!
Mein Vorbesitzer war ebenfalls dieser irrigen Annahme und nun hängt meine Wohnzimmerdecke 5 cm durch !
Prüft erst einmal die statischen belange ehe es um die Optik geht. Da würde ich übrigens zu einem durchgehenden dachwerk ohne Füllung raten, die Heizung kann ja am Holz befestigt sein, aber es sollten ein paar Ständer und Streben wieder stehen. Vielleicht ist die Wand auch schon ein FW-Wand - dann nur die "Füllung" entfernen.
Für nachträgliches Befestigen an decken und Wände - aus Was sind die denn ??



Uuuups...



... von Fachwerk war gar nicht die Rede...
Als optischer Abschluss von Massivmauerwerk in Holz ohne statische Funktion sind nur durch die eigenen Wünsche und den Geldbeutel Grenzen gesetzt...
Eiche ist natürlich teurer als Fichte...
Rein optisch sind Zimmermannmäßige Anschlüsse hübscher als Metallteile oder durchgezwitscherte Schrauben oder Metallteile, ansonsten ist es eigentlich fast egal...

Die Frage nach der Statik bleibt dennoch: Eigentlich gibt es keine "Nicht-Tragende" Wände; ich hoffe , Ihr habt da nen Blick drauf...

Und nochmal
Gutes Gelingen & LG
Sebastian Hausleithner



Kein Fachwerkhaus



Gut erkannt, es handelt sich um ein "normal" gemauertes Haus mit teilweise Holzböden im OG. Die Holzabalken die wir da einziehen lassen wollen dienen nur der Optik.
Wegen der Statik : Unter der Decke wird ein Stahlträger eingezogen der mit Holz verkleidet wird. Um den noch etwas anzupassen und quasi zu tarnen denken wir halt, dass sich ein Raumteiler im Fachwerkstil gut machen würde.

Aber vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten. :))



wenn



der Träger mit Holz verkleidet wird, kann man zumindest dort die Befestigung gut verstecken. Entweder Schrauben von oben oder Zapfenlöcher vorher einstemmen und Balken von unten einführen.