Luft- und Strahlungsheizung, Hüllflächentemperierung

11.12.2011



Servus zusammen,

nachdem ich weit unten in einem Thread (wo nicht jeder vorstößt)folgenden Beitrag veröffentlicht habe, möchte ich ihn zur Information für viele Interessierte und Diskutanten über das Thema "Richtig heizen" hier nochmal veröffentlichen.

Servus Gemeinde,

Nachdem hier einige Informationen zum Thema Heizen auf mich eingeflossen sind, möchte ich das Ganze mal etwas übersichtlich darstellen.

Räume können beheizt werden, indem entweder die Raumluft mit einer Vorrichtung erwärmt wird, oder indem man Flächen dazu bringt, Wärmestrahlung abzugeben.

Raumluftbeheizung

Warme Luft steigt nach oben, kalte Luft strömt seitlich heran. Die warme Luft trifft irgendwo auf kalte Flächen, kühlt ab, sinkt wieder und trifft dann wieder auf den warmen Heizkörper: Die Luft wird umgewälzt. Diese transportiert zuerst mal Staubpartikel mit sich herum. Das ist nicht gesund und auch nicht schön, wegen der verstaubten Flächen.

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehme als kalte. Kühlt warme, Feuchte Luft an kalten Flächen ab, gibt sie Wasser an diese Flächen ab, mit zwei Folgen: Es entsteht ein Lebensraum für Schimmelsporen. Zudem wird die kalte Fläche wegen Eintrags von wärmeleitenden Wasser noch kälter.

(Mit einer wasserundurchlässigen Beschichtung könnte man verhindern, dass das Mauerwerk noch nässer wird. Wischt man das niederschlagende Wasser regelmäßig ab, hätte man eine Luftentfeuchter - aber wer krabbelt schon in Ecken mit einem Handtuch rum. Ist das Mauerwerk schon nass, dann kann es bei einer Beschichtung nicht mehr austrocknen.)

In einem Raum mit gleichmäßig warmen Wänden und ohne viel Energieverlust kann eine Luftbeheizung übrigens zur Strahlungsheizung werden, wenn alle Oberflächen gleichmäßig temperiert sind. Das ist aber im Altbau, in öffentlichen Gebäuden, bei hohen Räumen oder bei großen Fensterflächen fast nie gegeben.

Strahlungsheizung

Um die Raumluftbeheizung mit all ihren Folgen zu vermeiden, setzt man Strahlungsheizung ein. Jeder warme Körper gibt Wärmestrahlen an seine kühlere Umgebung ab, ohne dabei die Luft wesentlich aufzuheizen. Welches Material dabei als Strahler verwendet wird, ist egal, ausgenommen bei der Frage, wie gut ein Material Wärme abgibt. Dunkle und rauhe Flächen geben und nehmen mehr Wärme auf oder ab, als glänzende und helle. Die Luft wird dabei nie wärmer als die wärmste wärmeabgebende Stelle im Raum.

Konventionelle Heizkörper können folglich sowohl Luftumwälzer als auch Wärmestrahler sein. Je heißer die Oberfläche im Gegensatz zur Raumluft ist, desto mehr wird die Luft in Bewegung gesetzt. Daher kann auch ein Lamellenheizkörper mit Luftschächten ein Strahlungsheizkörper sein, wenn seine Temperatur nicht viel höher ist als die die Umgebungstemperatur. Durch seine größere Oberfläche kann er mehr Wärmestrahlen abgeben, (auch in den Konvektorschächten) die dann sich mit Lichtgeschwindigkeit reflektiernd von dort aus im Raum ausbreiten. Verschließt man die Luftschächte an einer Seite, unterbindet man die Umwälzung und kann den Konvektor mit höherer Temperatur betreiben - wenn nicht durch die hohen Temperaturen auch die Luft an der Außenseite in Bewegung kommt.

Umgekehrt kann ein Strahlungsheizkörper mit höheren Temperaturen zum Lufterhitzer und Umwälzer werden. Daraus ergibt sich, die Forderung nach großen Heizflächen mit geringen Temperaturunterschieden zur Raumtemperatur.

Das bedeutet aber noch nicht die völlige Lösung aller Probleme. Solange es noch kalte, wärmeleitende Stellen im Raum gibt, wird sich dort vorhandene Luftfeuchtigkeit niederschlagen, wenn auch in geringerem Maße als bei Umwälzung von großen Luftmassen.

Dabei scheint auch die Oberfläche der Materialien einen Einfluss zu haben. Ein beispiel dafür sind die (oft nur halbhohen) Holzvertäfelungen an den Wänden von Bauern- und Bürgerstuben. Die Räume wurden damals mit Einzel- oder Kachelöfen und damit großteils durch Strahlungswärme beheizt - es gab also keine Möglichkeit der Wärmezufuhr an alle gewünschten Stellen. Holz fühlt sich trotz einer gewissen Feuchte trocken an und wird bei Erwärmung selber schnell zum Strahler, weil es die Wärme nicht schnell weiterleitet. (Ich habe eine nur drei Millimeter dicke Sperrholzplatte hinter einem Klavier direkt an die unbeheizte Wand geschraubt, um dort Kälte, Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden. Seitdem ist es dort trotz Stoßbeheizung trocken.)

Auch Gipskartonplatten lassen Strahlungswärme nicht schnell durch und könnnen so in Problemecken und Zonen die Innenwandtemperatur ohne direkte Wärmezufuhr erhöhen und damit zu einem angenehmeren Wärme-Strahlungsklima beitragen.


Hüllflächentemperierung:

Die beste Lösung ist es natürlich, die kältesten Stellen im Raum so zu erwärmen, dass sie danach die wärmsten im Raum sind. Dann können sie austrocknen, werden durch die schlechtere Wärmeleitung zu isolierenden Materialien und durch ihr Temperaturniveau sogar zu Heizflächen. Die kältesten Stellen sind meist die Außenwände und dort der Sockelbereich.

Technisch gelöst werden kann das durch verschiedene Vorgehensweisen:

-Wandhypokauste:
Eine Minikonvektor hinter einer Gipskartonplatte, die mit einem Abstand zur Außenwand montiert ist. Die Gipskartonplatte wird zum großflächigen Strahler.

-Wandheizung:
Heizschleifen oder -rohre, in die Wand eingeputzt. Zur Wand-Austrockung müssen sie auch den Sockelbereich beinhalten und dürfen zur Wand hin nicht isoliert werden.

-Sockelheizung nach Großeschmidt:
a) Zwei Rohre (Vor- und Rücklauf) werden mit geringem Abstand in die Wand im Socklebereich eingeputzt. Duch Beheizung entsteht in der Wand ein Wärmestau. Es bildet sich ein 10 cm breiter warmer Wand-Streifen der pro lfd. Meter eine Heizleistung von ca. 100 Watt hat.

b) Die zwei Rohre werden mit Schellen an die Wand geklemmt und mit dunkler Farbe oder Schlämme "weggestrichen". (Blankes Kupfer ist ein schlechter Strahler, deswegen die dunkle Farbe). Diese Version reagiert schneller als die eingeputzte kühlt aber auch schneller aus.

Ahnlich funktioniert Therma-Skirt: Ein bis zu 20 cm hohes, aber nur 2cm dickes Aluprofil hat die Vor- und Rücklaufleitung integriert. Die Leiste kann durch ein Baukastensystem einfach zusammengesteckt werden und auch um Winkel und Ecken geführt werden.

Bei beiden vorstehenden Systemen ist es notwendig, an allen Wänden Sockelleisten anzubringen, auch an den Innenwänden, um die nötige Heizleistung zu erbringen. Nach Großeschmidt sind manchmal auch noch Leisten in Brüstungshöhe und in kalten Fensterlaibungen nötig.

-Sockelleisten nach Eisenschinck:

Minikonvektoren (mit Lamellen) hinter einer Sockelverkleidung lassen warme Luft langsam an der Wand hochsteigen. Die wird dadurch erwärmt und zu einer Strahlfläche. Auch hier sind oft in Fensterlaibungen und vor Türen und Glasflächen zusätzliche Strahl-Leisten nötig.

Auch die Fußbodenheizung könnte dazugerechnet werden, wenn sie im Wandsockelbereich genügend Wärme abgibt.

Alle Versionen der Hüllflächen-Temperierung müssen mit konstanter Temperatur betrieben werden. Durch die angenehme, zugfreie Strahlungswärme kann die Temperatur aber etwas niedriger sein.

Die Preiswerteste und am schnellsten zu installierenede Version scheint Großeschmidt b) zu sein. Nach Großeschmidt ist es möglich, zwischen den Vor-und Rücklauf normale Heizkörper (vorzugsweise Plattenheizkörper) anzuschließen wenn zusätzlicher Wärmeeintrg nötig ist. Großeschmidt berichtet außerdem vom Verschwinden von Salzausblühungen an Wänden. Dies dürfte dann auch für die anderen Systeme zutreffen.

Soweit mal,

Johannes



Fachlich grottenschlecht...



...sinnloserweise wiederholend, was schon anderswo stand, und ohne wesentliche praktische Erfahrungen aus wahllosen Versatzstücken zusammengegoogelt.

Prädikat: Verzichtbar bis schädlich.



Tja, die Platzhirsche röhren



und scharren mit den Hufen, wenn ein Frischling auftaucht.

Johannes



Wenn der Frischling...



...auf dem Niveau eines Schulaufsatzes in der 8. Klasse ankommt, fast alles abschreibt und im wesentlichen mit sich selber plappert im Stile von: "Es regnet in diesen Breiten mitunter. Was sagt uns das, Genossen? Wir sollten einen Schirm kaufen!", woher soll da die Begeisterung kommen? Du stellst Fragen zum Thema, die erkennen lassen, daß Du weder theoretische noch praktische Erfahrungen hast, aber fasst das Ganze nach 2-3 Tagen Bedenkzeit zusammen, damit die Welt endlich klarsieht.

Dein Elaborat hat aber nicht 'mal Guttenberg'sche Qualitäten. Der hat wenigstens keine eindeutig falschen eigenen Anteile eingebracht: "Ich habe eine nur drei Millimeter dicke Sperrholzplatte hinter einem Klavier direkt an die unbeheizte Wand geschraubt, um dort Kälte, Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden." Das Sperrholz würde Dir selbst St. Konrad um die Löffel hauen, weil es dahinter schimmeln wird. Das dampfhemmende Minibrett mit 2 Kleberschichten wird unweigerlich zu einer Auffeuchtung der Wand im betreffenden Bereich führen, sie wird dank Wasser weniger gut dämmen, noch mehr Kondensat anziehen...

Deine Baustelle interessiert mich absolut nicht, und das Geplapper eines Frischlings auch nicht (Meine meisten positiven Bewertungen bekommt übrigends mein größter "Konkurrent" Georg Böttcher).

Ich fände es aber schade, wenn ein naiver Zeitgenosse Dein Geschreibsel ernst nimmt und und teuere Bauschäden produziert. Ganz überwiegend ist die Sanierung eines Hauses keine Spielwiese für Selbstdarsteller, sondern ein finanzieller Kraftakt am Rande der Finanzierbarkeit für Jemanden, der dann da auch wohnen will.



Qualifikation…



… spiegelt sich bei Menschen, die von ihrer Arbeit leben, üblicherweise in guter Auftragslage wieder. Von Bewertungen des einen Bö… kann der andere Bö… dagegen kaum leben.
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Wer sich Tag und Nacht in einem Forum tummelt, dort weit mehr als nur den Platzhirchen und Stammtischvorsteher macht, seine überragende Kompetenz stets wie eine Monstranz vor sich her trägt, warum ist der nicht damit völlig ausgelastet, seine Profession im Beruf zu Geld zu machen? Woher stammt diese Verbitterung, dieses Sauertöpfische? Wo bleibt das ausgleichende Familienleben? Nervt das Töchterchen? Warum hat man die Heizung fürs Kinderzimmer nicht professionell planen und dimensionieren lassen?
Dann hätte man die Firma ja belangen können, wenn die Versprechungen nicht eingehalten werden.
So hört es sich an wie jemand, der mit dem Fahrrad mal einen Platten hatte und deswegen alle Fahrräder dieser Marke und deren Fahrer in alle Ewigkeit verdammt.
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Egal, ich hoffe, die Forumsleitung wird selber kompetent genug sein, zu entscheiden, ob solche Lexikonbeiträge wie von Johannes hier ihren Sinn erfüllen oder besser gelöscht werden. Blöde Kommentare, meinetwegen auch meine eigenen, sollten bei der Entscheidungsfindung allerdings draußen vor bleiben.
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Jeder, der sich zu einem dieser Themen mehr interessiert, wird sich ja sowieso eingehender informieren (Bücher, Web-Recherche, Herstellerinfos, Beispiele anschauen etc.), von daher ist es doch egal, dass der TE hier lediglich eine grobe Übersicht gegeben hat.
Wenn es Euch so stört, warum geht ihr dann nicht inhaltlich drauf ein, statt dessen nur Polemik (Guttenberg, Schulaufsatz…). Das ist nicht besonders konstruktiv.



3mm Sperrholz



reichen, mein lieber Thomas. Nämlich wenn dahinter die Wand kalt aber trocken ist. Ich habe gestern (nach über einem Jahr seit Einbaudatum) das Klavier mal weggerückt, weil die Kids einiges dahinter fallen haben lassen. Ergebnis: es ist alles trocken und warm dort. Nichts ist aufgequollen oder verfärbt. Damit hat das Brett für mich seinen Zweck erreicht.

Noch ein Tipp: Feuchte Luft kann hinter eine Verkleidung besonders dann kommen, wenn sie hinterlüftet ist. Wenn sie direkt auf der Wand aufliegt, dann kann auch keine Luft dahinter. Weitere Erfahrungen kann ich aus dem kachelofenbeheizten Bauernhaus meiner Elternberichten: dort wurde 1948 eine 2/3 hohe Wandtäfelung direkt auf die Sandstein-Wand montiert, auch ohne Hinterlüftung, und davor noch teilweise Sitzbänke. Da gabs bisher noch nie was Feuchtes und das Raum-Klima dort ist immer angenehm, trotz Warmluft-Anteil an dem leider modernen Kachelofen.

Was ich, wie schon geschrieben habe, damit ausdrücken wollte: Bestimmte Oberfläche reagieren positver auf Wärmestrahlung als andere. Ob diese Passage von mir in einen Lexikoneintrag reinkommt, das weis ich nicht und ich bestehe auch nicht darauf. Ich habs einfach mal angeklickt, weils zur Auswahl dastand.

Bin auch weiterhin der Meinung, dass solche Zusammenfassungen für Forenbesucher hilfreich sein können, anstatt sich durch viele Seiten Konrad Fischer oder grobe Kommentare von Forenkoryphähen durcharbeiten zu müssen.

Ich bin auch weiterhin an jeglicher sachlicher Kritik an meinen Ausführungen interessiert, und daran, die verschiedenen Aspekte zu diskutieren. Angenehmer wärs halt mit einem freundlichen Umgangston und ohne persönliche Angriffe, bitteschön.

Natürlich würde ich so ein Brett nicht bei aufsteigender Feuchte anbringen....

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes



Danke Schwarzwild,



dass ich es ihm nicht zu sagen brauchte.

Johannes



Dann 'mach doch 'mal...



...Dein Sperrholz ab und miss die Feuchte dahinter und vergleichend daneben. Am besten zum Ende der Heizperiode.

@ Schwatzwild

Verbittert? Nee. Das ist ein klassisches Problem Anderer Leute (PAL). Über das gewaltige Potential eines PAL kannst Du bei Douglas Adams nachlesen. Und das ist unterhaltsamer als die klassischen Temperierermärchen.

Grüße

Thomas



Heizungen



@ Johannes


Im Prinzip hat Thomas alles gesagt.
Es ist so, daß Leute hier im Forum auftauchen und eine Frage stellen. Dazu die Hintergrundinfos, um dem TE die richtigen Ratschläge zu geben.
Was Deine Aufstellung angeht, die ist im halben Jahr nicht mehr aufzufinden, da immer weiter nach unten gewandert. Dazu ist es eine Aufstellung, die Du bei div Onlinesuchmaschinen einfacher und übersichtlicher abrufen kannst. Auch sind sie in anderen Foren wie zB Haustechnik.de besser plaziert, da sie hier nur "am Rande" angeschnitten und bei Bedarf diskutiert werden.
In Deinem Fall, was das Klavier angeht, fürchte ich auch, daß 3mm Sperrholz von hinten zu Papier mutiert...


Andreas



Wie lustig,



verteilt der Oberlehrer jetzt das Minus?

Die Platte wird aber trotzdem gammeln. Ich hab's schon beobachtet: Im 2.OG (ultratrockene Ziegel) hatten meine Mieter die geniale Idee, ein Bücherregal luftlos an eine ca. 36er Ziegelwand zu stellen, mit einer Hartfaserplatte als Rückwand. Vergammelt und hinten beschimmelt war nach ca. 3 Jahren nicht nur die Faserplatte und die Wand, sondern auch die Bücher wirkten angefressen. Die Wandleiste war hinüber, und das Parkett im Wandbereich auch. Schiere Dummheit war's. Früher wäre keiner auf die Idee gekommen, Außenwänden die Zirkulation zu nehmen.

Ich bin im übrigen überzeugt, daß sie reichlich gelüftet und geheizt hatten, es betraf das Wohnzimmer mit einem zusätzlichen 7kW Kaminofen, der reichlich genutzt wurde.

Sowas ist zwar nicht mit 3 Klicks aus dem Netz zu fischen, dafür aber real.

Grüße

Thomas





"Solange es noch kalte, wärmeleitende Stellen im Raum gibt, wird sich dort vorhandene Luftfeuchtigkeit niederschlagen"

folglich und konsequenterweise schreibt der Autor im gleichen Artikel: "Ich habe eine nur drei Millimeter dicke Sperrholzplatte hinter einem Klavier direkt an die unbeheizte Wand geschraubt, um dort Kälte, Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden."
Das arme Klavier ...

"Auch Gipskartonplatten lassen Strahlungswärme nicht schnell durch und können so in Problemecken und Zonen die Innenwandtemperatur ohne direkte Wärmezufuhr erhöhen und damit ... " ... damit ist schon so manche Fachwerkwand dahinter den stillen Modertod gestorben. Sowas kann gut gehen, muss aber nicht.

Sie verfügen ja aber über ausreichend Selbstbewusstsein und scheinen anderen Leuten die Benutzung der Suchfunktion nicht wirklich zuzutrauen: "nachdem ich weit unten in einem Thread (wo nicht jeder vorstößt) folgenden Beitrag veröffentlicht habe, möchte ich ihn zur Information für viele Interessierte und Diskutanten über das Thema "Richtig heizen" hier nochmal veröffentlichen."

Ich hätte es allerdings höflicher formuliert als Thomas.



@ Jens



Die Höflichkeit...

Die Welt ist noch nicht fertig, und auch ich bin's nicht. Früher war ich noch viel ungeduldiger :-)

Es wär auch deprimierend, perfekt zu sein.

Höfliche Grüße :-)

Thomas



Wärmere Wandoberflächen durch Materialauswahl?



Liebe Mitdiskutierende,

inzwischen bin auch ich zu der Überzeugung das der o.a. Artikel nicht als Lexikoneintrag taugt. Das hätte besser aufbereitet werden müssen und Vages rausgelassen werden müssen. Ich bin eben noch ein Anfänger hier im Forum - entschuldigt also bitte.

Nun aber zum Thema: Meine Aussage war die Vermutung, dass verschiedene Oberflächen von Materialien zu wärmeren, trockeneren Wänden und angenehmen Wohnklima führen, auch wenn sie relativ dünn sind.

Meine Beobachtungen:

Nasse, feuchte Ecken in den Fensterlaibungen verschwanden,
als sie mit folgenden Materialien ausgekleidet wurden: Holzweichfaserplatten, Gipskartonplatten und Gipsputz, jeweils 1cm dick. (Die unterschiedlichen Materialien ergaben sich wegen der Formgebung und den Festigkeitsansprüchen.)Der anstrich darauf ist weiße Klakfarbe. Dies ist nun der 3. Winter und es zeigen sich zumindest äußerlich keine Schäden. Dahinter befindet sich eine Natursteinmauer.

Genauso verschwanden die kalten Stellen beim Herumführen der Holz-Vertäfelung in die Fensterlaibungen hinein.

Wie schon erwähnt, zeigen sich bei einer über 60 Jahre alten Holz Vertäfelung in meinem Elternhaus keinerlei Feuchtigkeitsschäden. Solche Vertäfelungen waren ja lange Zeit Standard in Wohnhäusern.

Die o.a. Materialien haben wegen ihrer geringen Dicke ja keinen hohen Dämmwert nach üblichen Berechnungen. Deshalb die Frage, warum eben trotzdem die Wände deutlich wärmer sind und es dort kein Kondensat gibt.

Eine Möglichkeit wäre, dass die Materialien Wärmestrahlung schlecht durchlassen und sich deshalb an der Oberfläche schnell erwärmen. Nach dem Lichtenfelser Experiment sind Gipskartonplatten und Holz diejenigen Materialien, die am wenigsten Wärme von einer Wärmestrahlenquelle durchlassen.

Nebenbemerkung:
Bei in sich feuchten Wänden werden die genannten Materialien auch feucht, ihr Wärmeleitwert wird erhöht und es kann sich dahinter Schimmel bilden. Eine geringe Restfeuchte in der Wand müssen Die Materialien an den Raum abgeben können, was ja bei Gipskarton und Holz gegeben ist.

Zudem dürfen Gegenstände nicht nah davor stehen, um Wärme (Strahlen oder Luft?) an die Wand zu lassen. Sonst würde ja genau das von Thomas geschilderte Problem mit der Hartfaserplatte eintreten.

Übrigen hat 6 mm Sperrholz eine Feuchtigkeitsdurchlässigkeit von 16,4g/(m2·24h), wenns dünner ist, noch mehr und einen
Wasserdampfdurchlässigkeitsfaktor von 500 (bei 27% rel. Feuchte, wenns trockener ist, weniger).

(Quelle:

http://w3.upm-kymmene.com/upm/internet/cms/upmmma.nsf/lupgraphics/Handbuch%20%C3%BCber%20finnisches%20Sperrholz.pdf/$file/Handbuch%20%C3%BCber%20finnisches%20Sperrholz.pdf

unter Punkt 3.2)

Also sperrt Sperrholz nicht, sondern lässt schon einiges durch. Ich weiß leider die Vergleichszahlen von Holz nicht. Vielleicht mach ich ja mal ne Probebohrung mit der Lochsäge in die Verkleidung hinterm Klavier - das naturlich mit gebührendem Abstand von der Wand steht.

An einer ernsthaften und sachlichen Diskussion zu diesem Thema wäre ich interessiert, auch was die Alternativen dazu betrifft.

Strahlende Grüße,

Johannes



Bin ich Mitdiskutierender?? - oder Begossener?!



als nicht platzhirschverdächtiger Seltenposter frage ich mich trotzdem, warum ein plötzlich auftauchender Vielposter ewig lange Ergüsse schreibt mit durchaus geblähtem Sendungsbewußtsein.

==> EGO-shooter??

Ich schätze dieses Forum wegen der hier versammelten Kompetenz, muss aber wohl manchmal so etwas ebenso wie die gelegentlich aufflammenden Religionskriege mit den Kurzen Fischeristen in Kauf nehmen, auch wenn es nervt. Nichts ist halt vollkommen. Schade ist hier allerdings, dass dadurch für uns Laien eine wirkliche Auseinandersetzung mit diesen eigentlich wichtigen Themen erschwert wird.

Immer locker bleiben

Andras





Lieber Andreas (Hinterwäldler),
das ist halt nun mal so. Egal wo und was man liest, das kritische Hinterfragen der gegebenen Information, der Quellen und des Motivs des Autors bleibt einem nicht erspart. Moderierte Foren sind da nur scheinbar bequemer, weil da die Mods das ausblenden, was sie selbst für unpassend oder falsch halten. Man kommt also von vornherein nicht mit dem Teil der Welt in Berührung, den die Moderatoren aus welchen Gründen auch immer nicht mögen. Das erspart viel eigenes Denken.
Der Preis für diese Art Bequemlichkeit ist hoch: Ich bilde mir meine Meinung gerne selber.
Manches kann und darf man auch einfach überlesen.



Hallo Andreas,



ich sehe das ähnlich wie Jens. Mitunter fliegen halt auch 'mal die Brocken, aber letztlich haben sich die meisten auch wieder eingekriegt - oder einen anderen Buddelkasten gesucht.

Aus einem moderierten Fach-Forum habe ich mich vor Jahren bewusst abgesetzt, weil da die Moderatoren vor oberschlauen Sprüchen und Zensiererei gar nicht mehr auf den Boden kamen.

Also bleib uns bitte erhalten :-)

Grüße

Thomas





@Christian Bispring

“Qualifikation spiegelt sich bei Menschen, die von ihrer Arbeit leben, üblicherweise in guter Auftragslage wieder.”

Bist Du sicher dass das so ist? Ich hab da meine Zweifel.

Da Du Dich ja jetzt selbst mittlerweile Tag und Nacht im Forum tummelst und zum “Vielschreiber” mutierst hoffe ich das Du dennoch nicht verhungern wirst.

Grüße



An den Hinterwäldler



Servus,

(wieder mal was Themenfremdes, deshalb die Klammern)
wusste leider nicht dass hier nur Fachleute und Experten Statements abgeben dürfen. Auch dass die Häufigkeit der Beiträge beschränkt ist, war mir neu. Interessant ist zudem, dass man hier per Ferndiagnose feststellen kann, wieviel Sendungsbewustsein jemand hat und ab wann man ihn als Ego-Shooter bezeichnen darf. Desgleichen, ob jemand genügend Sachkenntnisse hat und deshalb zum Kreis der Erlauchten gehört, die sich hier melden dürfen.

Aber mal im Ernst: Jeder Mensch, ob Experte oder nicht, möchte für das was er weiß oder tut, Anerkennung. Es ist eher unwahrscheinlich, das sich hier im Forum nur selbstlose Altruisten tummeln, die aufopferungsvoll die Menschheit erbauen wollen. Es geht hier - nebenbei - auch darum, Recht zu haben, persönliche Duftmarken zu setzen "ich war hier" und um die Auseinandersetzung mit anderen. Auch das ist hier alles möglich, nur eben in einem freundlichen und höflichen Rahmen.

Nachdem sich hier ja einige über meine Beiträge aufregen, mach ich mir schon Gedanken - auch merke ich, dass man durch die Beachrichtigungsfunktion hier auch zum Abhängigen werden kann. Also, ich werde mich etwas mehr zurückhalten und auch ein bisschen mehr überlegen, ob und was ich veröffentliche. Steht mit das einfach mal zu, dass ich als Anfänger noch etwas Orientierungszeit brauche.

Aber mich frustriert zurückziehen, das werde ich nicht. Wie schon unsere alte Leichenfrau immer sagte: "Nur keinen Streit vermeiden!"

In diesem Sinne höflichst,

Johannes)