Feuchter Keller in Hanglage

07.03.2006



Baujahr 1890 - 1900. Reiheneckhaus. Mauerwerk massiv Ziegelstein 40cm stark. Außen Putz auf 20 cm Sockel (vermutlich Naturstein). Innen wahrscheinlich Kalkputz bzw. teilweise wie weiter unten beschrieben mit Stahlmaschengewebe neu angefangener Industrieputz.

Was ist zu tun? Außen öffnen und den Bürgersteig besonders die Treppe (Stadt) sperren und von außen neu dämmen und Folie legen? Oder versuchen das Ganze doch von Innen anzugehen? Oder einfach innen den Putz komplett entfernen, die Fugen auskratzen, vielleicht auch sandstrahlen, die Fugen neu verfugen und dann einfach ohne Putz (atmen?!) lassen? Bodenplatte (Fundament) ist von außen nicht mehr zugänglich. Sind für jeden Tipp dankbar.

So ist die bauliche Situation:
(OK = Oberkante OKFF = Oberkante fertig Fußboden EG +-0.000mm)

Kellerwände Vorderseite (Norden) komplett unter Straßenniveau (OK -0.300mm).

Kellerwände Rückseite (Süden) komplett frei (OK Garten ca. -2.700mm).

Kellerwand Giebelseite links (Osten) öffentliche Treppenstiege von der Haus-Vorderseite zur Haus-Rückseite (Garten) absteigend.

Im Anschluss an die Giebelseite befindet sich eine etwa 20m lange Mauer, die dem Treppenverlauf bis zur unteren Straße (OK ca. -4.000mm) folgt.

Kellerwand Giebelseite rechts Nachbarhaus selben Baujahrs und selben Grundrisses.


Skizze Giebelseite rechts (Osten):

/ / / / | |
|+0.000|
|------|-0.300_____
__- 2.700| __|
_______ __|
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__|
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-4.000|
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Problemzone Kellerwand vorne (Norden) hat zwei 20cm hohe Kellerfenster. Die Wand darunter ist schwarz und grün vor Feuchtigkeit (Schimmel?). Teilweise befinden sich dort auch Ausblühungen an raumtrennenden Wänden in diesem Bereich.

Problemzone Kellerwand hinten (Süden) und EG-Wand hinten im Bereich des Maueranschlusses feucht.

Problemzone Giebelwand rechts (Osten - Skizze). Die Wand ist eigentlich komplett schwarz, bis auf einen Raum, in dem man mit Stahlmaschengewebe und Putz angefangen hat, die Sache zu kaschieren.



Ferndiagnose nicht möglich



Tut mir leid, aber eine bessere Antwort wird wohl kaum möglich sein bei so einem komlpizierten Fall mit unverständlicher Skizze.

Mein Rat: Sucht Euch einen altbauerfahrenen und unabhängigen Architekten / Sanierer und lasst Euch ein fachgerechtes Gutachten erstellen. Eine Ferndiagnose kann nicht seriös sein.

Mit besten Grüßen,
jh



Hanglage 2 - einfach erklärt.



Sorry, mein Mann war wohl zu müde - ich erklär es mal ganz einfach:
Also-wir haben es glaube ich mit drückender Feuchtigkeit zu tun. Das Haus ist das Eckreihenhaus eines Kirchplatzes. Gebaut in Hanglage und vom Kirchplatz drückt die Feuchtigkeit gegen das Haus.
Da wir nun das Eckhaus sind, haben wir das Problem eben nicht nur an der Vorderseite unseres Hauses, sondern eben auch an der Seite,wo man am Haus den Hang hinunter zur nächsten Straße laufen kann.
Innerhalb des kellers ist fast zentimetergenau nachvollziebar, wo das Erdreich vom Kirchplatz auf die Mauer trifft, und wo die Kellermauern ( duch die Hanglage) schon freistehen - da ist nämlich alles trocken.

Meine Idee war nun, an beiden Seiten die Mauern freizuschaufeln und unser Haus abzudichten (Folie, Lehm...?). Wer weiß wie teuer soetwas ist und wie lange das dauert? Da es ein Kirchplatz ist muss man das Pflaster aufreißen und danach natürlich auch wieder einsetzen!

2. Frage : Ist das mit Kanonen auf Spatzen geschossen? Ein gefragter Architekt meint, mit "Hydrostop" die Mauern von innen bearbeiten. Aber die Krux ist doch die Feuchtigkeit IMMER gegen das Haus drückt, oder?!! Hilfeee