Gründungsarbeiten an Giebelwand masssiv

15.10.2007



Hallo, liebe Leute. Möchte nächstes Jahr mein Haus trockenlegen durch aufschachten, Verlegen von PE-Noppenbahn in Kiesdrainage. Mein Problem: Die stassenseitige Giebelwand wurde vermutl. in den 30 er Jahren durch Massivbau in Ziegelbauweise ersetzt. gleichzeitig wurde der Keller (Haus ist halb unterkellert)in Ziegelbauweise vergrößert. Vermutlich durch schlechte Gründung , mangelnde Verbindung Fassade - Fachwerkbau und das höhere Gewicht der Giebelwand hat sich diese gesetzt, oder besser gesagt, sie ist mit etlichen Setzungsrissen abgerutscht. Das ganze ist vor einigen Jahrzehnten passiert, aber ich traue dem Frieden nicht ganz.
Ich habe mir vorgestellt, wenn ich eh ausschachten muß, vor besagter Wand eine bessere Gründung (evtl. Beton gießen) zu erstellen. Bitte keine Tips wie Statiker kontaktieren etc. , das mache ich demnächst extra noch.
Vielleicht hat jemand hierzu gewisse Erfahrungswerte, dann wärs toll, wenn er mir diese mitteilt, Dank im Voraus !



Gründungsarbeiten



Ich glaube,
das eine Verstärkung der Gründung nach einigen Jahrzehnten Standzeit normalerweise nicht mehr erforderlich ist.
Ein Aufschachten bis auf Gründungstiefe ist ohnehin gefährlich und sollte ohne zwingenden Grund nicht vorgenommen werden.
Allein dadurch können weitere Setzungen bis hin zum partiellen Grundbruch provoziert werden.
Was die Trockenlegung betrifft:
Eine Dränung ist nur bei bestimmten Lastfällen erforderlich und sinnvoll, die sich aus Bodenart und Geländebeschaffenheit ergeben (bindiger Boden, Hangneigung zum Haus hin...). Ihr Aufgabe ist es, hydrostatischen Druck vom Haus fernzuhalten.
Einen trockeneren Keller bekomme ich allein davon nicht, das hängt von weiteren Faktoren ab.
Warum soll der Keller eigentlich "trockengelegt " werden?
Ist denn eine andere Nutzung geplant?

Viele Grüße nach Thüringen

Georg Böttcher



Fundament freilegen.....?!!



Hallo Robert,
wenn es denn für deinen Seelenfrieden so wichtig ist.
Das bloße anbetonieren eines Betonwürfels an oder vor deine Fundamente bringt garnix.
Wenn dann musst du die Aufstandsfläche der Fundamente vergrößern.
Also ein breiteres Fundament unter das eigentliche Fundament betonieren.
Oder, statt die Aufstandsfläche des Fundamentes zu vergrößern, den Boden unter dem vorhandenem Fundamenten ertüchtigen.
Geschieht entweder im Injektionsverfahren(Zementsuspension, PUR-Harz unter die Fundamente gepresst) oder im Bohrverfahren mit Einbringung von Mikropfählen.

Fundamentabfangungen sind nur was für PROFIS!!

Hier ist definitiv Schluss mit "do it yourself".
Diese Dinge können bis zum Totalverlust(Abriss des Hauses!) führen.

Ich hoffe Georgs Beitrag und meiner konnten dich davon überzeugen das Fundament in Ruhe zu lassen zumal ich hier, genau wie Georg, nicht einen plausiblen Grund für derartige Arbeiten sehe.

MfG Jens



Danke für die Ratschläge



Möchte mich für die guten Tips bedanken, bin auch nicht unbedingt davon überzeugt, das noch weitere Setzungen folgen, aber wollte eben mal von Leuten wie euch , die auch Fachkenntnis besitzen , ein paar Meinungen hören.
Kellertrockenlegen muß ich gewiss nicht, aber die Strasse an der Giebelwand wurde vor ca. 10 Jahren um ca. 20 cm erhöht, natürlich ohne Isolierung gegen Nässe, weiterhin sind an den inneren Aussenwänden Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit erkennbar. Da muß ich auf jeden Fall tätig werden, mir erschien Noppenbahn aufgrund der gewissen Hinterlüftung am plausibelsten, wenn ich auf die Drainage verzichten kann, umso besser. Viele Grüße, Robert





Gut möglich Robert, das die Risse durch die Erschütterungen vom Schwerlastverkehr an der Strasse herrühren. Ich würde hier mal beim Bauamt und dem Straßenverkehrsamt vorstellig werden und Höheren wie die zu dem Sachverhalt stehen.

mfg jens