Wie verkleide/dämme ich am besten meine Giebelwand?

09.05.2007



Hallo liebe Gemeinde,

nachdem ich jetzt schon fast alles "durchgestöbert" habe komme ich nun zu meiner ersten Beitrag und Frage: Wie kann ich meine Gibelwand am besten verkleiden und gleichzeitig noch Isolieren?
Zur veranschaulichung habe ich das Foto hochgeladen.
Kurz erklärt: der untere Raum soll bis oben in die Dachschräge offen bleiben, normalerweise würde ich einfach ein Ständerwerk
von unten bis nach oben durchgehend stellen. Das ganze zwischengedämmt und evtl. Folie drauf. Danach dann halt standart Rigibs....
Nun habe ich aber dank des Forums gelesen, das das Lehmgefache+Balken im unteren Raum so etwas zwecks Feuchtigkeit nicht mag. Ich habe auch kein Intresse an Schimmelbildung hinter dem Rigibs.
Die obere Gibelwand ist komplett gemauert und diehnt als Brandschutzwand zu dem sich dahinter befindlichen Stohboden (Bauernhof).
Auf der anderen Hausseite ist quasi das gleich Spiel, nur mit dem Unterschied das es eine Außenwand ist.
zum Haus selber sei noch gesagt: Die Fachwerkwände sind nur noch im inneren gegeben, von außen wurde schon einmal vor ca. 45 Jahren eine Wand vorgemauert, und diese nochmal vor ca. 7 Jahren verklinkert. Also eine ziehmlich dicke Außenwand...

Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich sehr freuen



Verkleiden/Dämmen der Giebelwand



Wie wärs mit Kalk- oder Lehmputz?
Aber bitte nicht versuchen, eine genau lot- und fluchtrechte Gesamtfläche hinzukriegen, der Wand einfach folgen!
Bei Erfordernis als Putzträger Schilfrohr.

Viele Grüße
Georg Böttcher



erst mal stöbern



Hallo Stefan,

zum Thema Innendämmung wurde hier Pro/Kontra und Varianten schon sehr ausführlich diskutiert. (Suche rechts oben).
Dann weisst du auch, dass ein paar mehr Angaben (Wandaufbau, künftige Nutzung) extrem hilfreich sind.

Lass dich von den Beiträgen doch erst mal inspirieren, konkrete Fragen finden dann auch meist eine Antwort auf den Punkt.



nochmal nachgedacht..



Hallo,

danke schon einmal für eure Antworten!

ich hab mir überlegt im oberen Bereich ein Holzständerwerk zu setzten um den Absatz zur unteren Wand auszugleichen. Zwischen den Ständern wollte ich dann mit Hanfmatten dämmen (160mmm) dann hätte ich zur gemauerten Giebelwand 2-4cm Abstand damit der Hanf nicht dierekt anliegt.
Auf das Holzständerwerk würde ich dann diffusionsoffene Pappe/Folie anbringen. Darauf soll entweder Heraklit, Holzfaser oder Lehmbauplatten folgen um diese dann von ganz unten bis oben mit neuen Lehmputz zu versehen.

Ist mein Ansatz richtig? Oder sollte ich das Ständerwerk und die neuen Platten bis nach unten durchziehen. Um dann
"nur" mit dem Fertigputz eine durchgehenden Fläche zu erreichen?

Welche Plattenwahl währe die beste? Preis/Nutzen
Wie sieht es dann wohl mit der Feuchtigkeit hinter den Platten/Dämmung aus?

viele Fragen viele Fragen....

achja: das Dach rechts bekommt vorraussichtlich einen neuen Dachstuhl/Eindeckung



Wie verkleide ich am besten meine Giebelwand.



Hallo Stefan,
ein Luftspalt zwischen Wand und Dämmung bewirkt eine Konvektionsströmung hinter der Wand, die die Dämmwirkung mindert und zu Kondenswasseransammlungen führen kann. Ob das dem Fachwerk gut tut, bleibt abzuwarten, Innendämmung von Fachwerk ist eine diffizile Angelegenheit.
Eine Dampfbremse einzusetzen ist sicher besser als eine Dampfsperre, hier besteht die Gefahr, das Du als Laie die dampfdichte Verlegung nicht in den Griff kriegst.
Übrigens:
Stell Dir eine ebene, lotrechte Montage mit Holzständerwerk nicht so einfach vor.
Gerade Holzprofile in Baumärkten zusammmenzusuchen ist nicht so einfach, die Einstellung der Gleichgewichtsfeuchte in der Vorsatzschale kann auch zu Verformungen führen.

Viele Grüße
Georg Böttcher