Innendämmung Giebelwand

25.03.2013



Bei meinem Dachausbau möchte ich die Giebelwände wegen dem Schallschutz Dämmen. Dazu habe ich Holzständer 60x120 mm mit 150mm Abstand zur Wand angebracht. Der Giebel nach "Osten" ragt deutlich über das Nachbarhaus hinaus.

Mein gedachter Wandaufbau ist folgender.

Innen
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Putz 10mm
Fermacell 12,5 mm
Dampfbremse ?
OSB 21mm

Isofloc 150mm+
Bims Hohlblock 240-250mm
Alter Außenputz ! ---> Nicht klar was für einer wurde Überspachtelt mit Gewebe in Ber.Kalkzementputz
angenommen
Kunstaharzputz

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Außen


Eigendlich könnte man ja die OSB Platte auch weglassen ?! Da die sich evt. schlecht auf das Austrocknungsverhaten auswirkt.

Kann mir jemand einen Vorschlag füpr einen besseren Aufbau machen ?

DIe Holzständer sind eben schon montiert. Gut währe es auch, wenn man an der Wand was befestigen kann...

Grüße,

Andreas



Schalldämmung Giebelwand



Sie müssens ja haben mit dem Platz innen und dem Geld.
Fast 20 cm mehr Wand- das wird sich auch bei der Belichtung durchs Fenster bemerkbar machen.
Zum Schallschutz:
Bei einer Außenwand geht es um Luftschallschutz, den erreicht man a) durch Masse und b) durch Ausschaltung von Nebenübertragungswegen.
Bleiben wir bei a): Ihr Aufbau ist zwar besonders dick, verwurschtelt und teuer aber nicht gerade sehr massereich. Eine Halbsteinwand aus Ziegeln davorgesetzt bringt schallschutztechnisch sicher bessere Ergebnisse.
Da ich vermute Ihnen geht es gleichzeitig auch noch um Innendämmung empfehle ich Ihnen folgenden Alternativvorschlag:
Lassen Sie das ganze Holz-OSB-Gipsfaser-Zellulosegedöns weg.
Setzen Sie UDIinRECO- Dämmplatten von Unger- Diffutherm an die Wand. Die Platten werden einfach mit Justierschrauben auf die Wand geschraubt, ausgerichtet und verputzt. Dadurch entsteht gleichzeitig ein mehrschaliger Aufbau, der trotz relativ geringer Masse auch tiefere Fraquenzen dämpft.
Das bringt besseren Schall- und Wärmeschutz als bei Ihrer Idee, die halbe Zeit, nur halbsoviel Dicke und halbe Kosten. Eine passende neue Innenfensterbank samt Befestigungssystem gibts auch dazu, ebenso den passenden Putz samt Bewehrung.
Zu den Nebenübertragungswegen b):
Das sind einmal Fenster inklusive der Fugen, die eigentlichen Schwachstellen einer Wand. Umgehen kann man das mit einer besseren Schallschutzklasse. Die Scheiben sind dann dicker, der Zwischenraum mit schwerem Dämmgas gefüllt, die Rahmen verstärkt. Bessere Wärmedämmung gibt es quasi nebenbei. Bleibt noch der Fenstereinbau, der ebenfalls Luftschall durchlassen kann wenn er nicht fachgerecht erfolgt ist.
Dann gibt es noch die anderen Wände (oder Dachschrägen?), die Decke zum Spitzboden (eine Holzbalkendecke ist weniger dämmend als ihr jetziger Giebel), Wanddurchbrüche, Leitungen...

Viele Grüße





Vielen Dank,

gibt es noch andere Vorschläge ? Ich würde nur ungern die Holzständerkonstruktion entfernen, da das ein ziemlich hoher Aufwandwand bedeuten würde.

Grüße,

Andreas





15 cm Zelluzlosedämmung würde ich nicht einmal einbauen wen ich mir zu 100% sicher bin das die Dampfsperre auch zu 100% funktioniert.

Ich würde das Gedöns auch wieder abbauen.



Was wäre wenn....



man anstatt Isofloc eine Leichtlehmmischung zwischen die Holzkonstruktion einfüllen würde?
Natürlich dann ohne OSB, Dampfbremse und Fermacell.
Könnte mir vorstellen, dass die Schalldämmung aufgrund der größeren Masse verbessert wird.
Vorausgesetzt die Statik des Giebels und der Decken spielen da mit.

Es verbleibt mit Grüßen
Danilo



Innendämmung Giebelwand



Bei dieser Ausführung besteht die Gefahr einer Durchfeuchtung der Wand. Auch mit Dampfbremse kriegen sie das nicht dauerhaft
gelöst (Flankendiffusion,Stechdosen usw).
Herr Böttcher hat recht auch mit den Fensten. Dort kommt der meiste Schall rein...

Wenn eine Innendämmung so einfach wäre, würde das jeder so tun!

Viele Grüße



Immer noch Fragen



Ich hab die Dämmplatten von Unger angesehen, aber es gibt hierbei Probleme mit der Befestigung an meiner Bims Hohlblockwand.

An die Eine Wand wurde vom Nachbarhaus eine Treppe betoniert. Durch die vielen Dübel wird der Körperschall dann noch Verstärkt...

Ich würde jetzt meine Ständer belassen und mit Neptutherm ausfüllen.
Allerdings brauch ich dann eine Dampfbremse.

Im Anhang habe ich eine Skizze gemacht ! Wie schließe ich denn die Dampfbremse an der Wand an, um das STrömen von Warme Luft vom Untergeschoss in die Schüttung zu verhindern ?

Hat mir jemand ein Praxisbeispiel ?

Vielleicht gibts es ja auch noch ganz andere ideen ?