Wie komme ich an kompetente und unkonventionelle Hilfe

23.09.2012 Basilino



Wir haben im Mai ein Bauernhaus gekauft, welches an der Giebelwand unfachgemäss repariert wurde. Infolgedessen hat die Schwelle und Teile des Fachwerks bis zur 1. Etage Schaden genommen. Das Haus stand 5 Jahre lang leer. Letztlich haben sich die Betonmatten und anderes Fremdmaterial gelöst und die Mauer ist nach unten herausgebrochen, in diesem Bereich ist das Haus teilunterkellert. Durch die Stadt wurden Stützen an der Giebelwand angebracht, die weiteres Absacken wohl verhindern sollen. Zudem muss man noch erwähnen, dass sich das Dach - der Dachstuhl - im Lauf der Jahrhunderte, konkret wohl seit es mit Ziegeln gedeckt ist ,komplett nach links geneigt hat.
Wir haben - Auflage des Denkmalschutzes - einen Statiker wegen der Wand zu Rate gezogen. Dieser hat uns leider gar nichts gebracht, da er in 3 Monaten nicht willens oder in der Lage war einen konkreten Plan zu verfassen. Vorletzte Woche nun haben wir beschlossen uns von ihm zu trennen. Letzte Woche nun, - ein Schuft der Böses dabei denkt - bekommen wir einen Brief vom Bauamt in dem behauptet wird das Gebäude wäre nicht standfest, bzw einsturzgefährdet, wir dürften zwar daran arbeiten aber nicht darin wohnen.
Man verlangt von uns ein gesamtstatisches Gutachten, das belegt, dass das Haus standfest ist.
Auf Anraten unseres Statikers begannen wir nach einer Teilentkernung mit dem Wiederaufbau im weniger in Leidenschaft gezogenen Teil des Hauses. Waren am Überlegen das Haus in 2 Bereiche zu teilen, vorläufiger Wohnbereich und auf der anderen Seite die Problemzone bzw die Wand.
Sind ziemlich ratlos, zudem wir Alles aufgegeben haben damit wir aus dem Alltag heraus das Projekt bewältigen.
Mit dem Statiker gab es eine Sonderabsprache.
Einen anderen Statiker, den wir bezahlen können in unserer Region zu bekommen, der uns weiter betreut, ist ziemlich schwierig - Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Am Dienstag rückt das Bauamt mit Führung zum Ortstermin an, und nun ?
Fühlen uns ziemlich vorgeführt und suchen nun Hilfe bei Gleichgesinnten die sicherlich mehr Erfahrungen haben.
Ach ja, man könnte uns als Neulinge bezeichnen, die als Basis GMV (gesunden Menschenverstand) haben



Statik



Hallo Basilino,

Hier ein "Gesamtstatisches Gutachten" zu verlangen ist ziemlich abwegig.
98 % aller Fachwerkhäuser in Nordhessen und Südniedersachsen würden nach den heutigen Lastannahmen im Hochbau "kaputtgerechnet".

Hier ist eher ein altbauerfahrener Zimmermann hinzuzuziehen , der das Wesentliche erkennt und dann "unsichere Zustände" beseitigt.

Die Abstützung der Giebelwand scheint ja auch ein "unsicherer Montagezustand" zu sein. Die Last soll anscheinend über die "Knaggen" und deren Verbindungsmittel abgeleitet werden. (Nägel?? ,Schrauben?? , GEKA- Dübel?? ) Gibt es hierfür einen Nachweis?

Naja , Das Bauaufsichtsamt kann ich verstehen, die üben Polizeirecht aus.

Denen ist es übrigens egal, ob das Haus zusammenfällt----Hauptsache es kommt kein Mensch zu Schaden. Betrachten Sie das Vorgehen doch als Fürsorgepflicht.
Ist am Dienstag auch jemand vom Landesamt für Denkmalpflege dabei?

Wenn Sie wollen , kann ich mir das mal "unkonventionell" anschauen.

Viele Grüße aus der entfernten Nachbarschaft.



Die Giebelabstützung



Hallo Herr Göbel,
danke für Ihren Beitrag bzw Ihre Antwort.
Gerne nehmen wir jede Art von Hilfe oder Engagement an.
Der Stadtdenkmalpfleger der Stadt ist am Dienstag mit von der Partie. Sofern man von "Seiten" sprechen kann, so steht er eher auf unserer.
Über die Abstützung ist nichts belegt, wir wissen nur, dass sie durch die Stadt angebracht wurde nachdem die Giebelwand ausbrach, sie ist im Übrigen durch Schrauben fixiert.
Ich denke mal eine Hauptproblematik ist unser "Low Budget Haushalt", denn für gutes Geld guten Rat oder mehr oder weniger fachmännische Hilfe zu bekommen, gestaltet sich weniger problematisch.
Wie könnten Wir denn bezüglich einer "unkonventionellen" Begutachtung verbleiben ?

mfG



Ich würde mir das



gerne mal anschauen. Ich bin Zimmerer und habe solche Arbeiten schon oft gemacht. Zur Zeit arbeite ich im Nordschwarzwald, reise aber Anfang November zu meinem Wohnsitz bei Stralsund.Auf der Fahrt nach Hause könnte ich einen Zwischenstopp einlegen.
Wohlgemerkt: Die Statik kann ich nicht machen,aber die Bude wieder zusammenzuflicken dürfte nicht so das Problem sein. Da in McPomm die Auftragslage sehr mäßig ist habe ich auch an überregionalen Arbeiten Interesse.
Nähere Informationen kannste von mir kriegen, falls von Dir Interesse an meinem Vorschlag vorhanden ist.
Ralph Schneidewind



Hallo Ralph



danke für die Antwort, gerne kannst Du dir unser Problem bei einem Zwischenstopp ansehen. Konkret die Giebelproblematik hoffen wir bis Anfang November gelöst zu haben, aber da ist ja noch der Dachstuhl.....
Da Du so weit herumkommst nehme ich an Du bist selbstständiger Zimmerer. Kontakt kannst Du gerne über unsere Emailadresse die im Profil angegeben ist aufnehmen, wenn der Zeitpunkt deiner Heimreise gekommen ist.



... unkonventionelle Hilfe....



Mit solchen Hilfsangeboten lebt das Forum auf. Man findet sich und dadurch geht es einen Schritt vorwärts für das alte Fachwerk.

Gibt es eigentlich auch Statiker, die Fachwerk verstehen?

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Die soll es wohl geben..



..allerdings sehr dünn gesät und sich ihrer Stellung durchaus bewusst,somit isses wieder vorbei mit "Liebhaberei" und erschwinglichem Beistand.

Der Echsilfrange (für Nichtfranken: Exil-Franke) grüsst nach Franken



Schon mal bei der …



… IGB nachgefragt?

Da gibt es 'ne ganze Menge engagierter Fachleute, von denen sich viele hier nicht blicken lassen.





IGB ist auch meine Empfehlung, diese ist in Niedersachsen sehr stark vertreten:
http://igbauernhaus.de/index.php?id=424

Eine Statik (als Bestandteil eines Bauantrages) ist für bauantragspflichtige Baumaßnahmen immer erforderlich und stellt auch kein Problem dar. Mein Statiker rechnet jedenfalls alle Bauteile an einem FW-Haus, bei Bedarf müssen diese ertüchtigt werden. Das geht auch behutsam.
Generell benötigen Sie einen Fachplaner, die Probleme, die Sie nun schon am Anfang Ihres Projektes haben, werden nicht weniger. Streng genommen ist die Instandsetzung Ihrer Giebelwand bauantragspflichtig, so jedenfalls in NRW.

Gutes Gelingen wünscht

Bernd Kibies



Die IGB sieht sich gerade



für uns nach einem geeigneten Fachmann um, aber danke für diesen Tip.
Baugenehmigungsmässig läuft es so, dass die Wand aktuell als bestehend gilt, also die ganze Arbeit an der Wand als Bestandspflege läuft, Gott sei Dank derzeit noch ohne die Verpflichtung zu einem Bauantrag. Seitens des Denkmalschutz wurden uns so wenig Auflagen wie möglich gemacht, so dass wir sogar massiv aufmauern dürften bis unter die intakten Gefache, allerdings müsste dann ein Wandbehang aus Ziegeln oder Schindeln vor.
Letztlich geht es bei der Wand darum, diese mit dem Rest des Gebäudes zu verbinden, bzw sie in diesem zu verankern und die Giebelwand später als Fixpunkt bzw Anker für die Dachstuhlstabilisierung zu verwenden. Wohlgemerkt sind dennoch Giebelwand und später die Stabilisierung des Dachstuhls zwei getrennte Bauvorhaben.



Hilfe



Falls noch Bedarf besteht biete auch ich meine Hilfe an.
Ich komme aus 120km nordwestlicher Richtung und habe langjährige Erfahrung mit der Sanierung von Fachwerkhäusern.
(Selbst. Zimmermeister, Restaurator und Energieberater)
Wir arbeiten mit einem Statiker zusammen der Fachwerkhäuser versteht und immer wieder individuelle, zu der jeweiligen Situation passendene Lösungen findet.
LG
SB



Chronologie der Ärgernisse



MAI 2012, das Haus gekauft,da kam die Stadt Hann Münden und kassierte von uns 40 Euro dafür, dass Sie auf das Vorkaufsrecht verzichtet hätten. Das Haus stand ja nur 5 Jahre leer.
JUNI 2012, nachdem seitens des Denkmalschutzes unter angeblich lockeren Auflagen die Wiederinstandsetzung der Wand - für die angeblich keine Baugenehmigung notwendig sei - durch einen Fachmann durchzuführen sei, war eine Firma gefunden.
Nun aber genügt der Fachmann nicht mehr, wir sollen einen Statiker hinzuziehen.
SEPTEMBER 2012,nachdem der Statiker uns veranlasst hat in einem anderen Bereich des Hauses mit dem Wiederaufbau zu beginnen, da dies bedenkenlos sei,stellt sich heraus, dass er noch keinerlei Anträge bei der Stadt vorgelegt hat,auf Drängen unsererseits wird er ungehalten und klärt uns über unsere mangelnde Fachkompetenz auf.
Die Folge : Trennung, für 3 Monate "nichts tun" ausser gelegentlich in heiterer Stimmung zu erscheinen und Führungen für kleine Damengruppen zu veranstalten, sowie eine dilletantische Bauzeichnung ( Ein Laie erstellt die in einer Stunde mit dem richtigen Programm)vorzulegen und Maß aufnehmen ....eine Rechnung von fast 600 Euro,
Plan und Maße liegen bis heute trotz Aufforderung nicht vor.
EINE WOCHE NACH DER TRENNUNG ein "nettes" Schreiben des Bauamts in dem wir darauf hingewiesen werden,in diesem Haus nicht wohnen zu dürfen wegen Gefahr für Leib und Leben usw,bla bla bla,.....na sowas, wer hat die denn aufgeweckt ?
Waren wir etwa seit Mai unbemerkt? Dachten die, wir suchen nur einen Zeitvertreib ?, Desweiteren sollen wir ein gesamtstatisches Gutachten abgeben, hmmmm.
In unserem Ort gibt es 2 Statiker, einer ist schon verbraten, der andere winkt ab - offiziell hat er zuviel zu tun, zu uns meinte er das gäbe hier nur Ärger. Wie meinte er das denn ?
Sein Vater ist übrigens auch Statiker, raten sie mal bei welcher Behörde.
Wir habe uns Hilfe geholt, ein Fachmann mit Kompetenz wie es uns erscheint der stets eng mit 2 Statikern seiner Wahl zusammenarbeit, weit weg von unserem Nest, fern jeder Vetternwirtschaft, das entlockt unseren "Kontrahenten" vom Bauamt beim angesetzten Ortstermin eine leicht säuerliche Miene...hmmm, da kreiseln die Gedanken.
Zum Schluss des Ortstermin, zieht man doch glatt die Nutzungsuntersagung aus einer mitgebrachten Mappe und spricht uns gleichzeitig wohlwollend ein weiteres Bauverbot aus. Den Drucker in der Mappe hätte ich gerne, der nach dem Ergebnis des Ortstermins diesen Bescheid so toll und schnell gedruckt hat.
Was sollte das ? Fotografiert wurde jede Ecke einschliesslich unserer Notunterkunft, - wir leben aktuell im Wohnwagen auf unserem Grundstück.
Mit Verlaub, wir kommen uns reichlich vera...t vor und fragen uns natürlich: Wer steckt dahinter ? bzw was ?.
So langsam denken wir geht das über die normale Fürsorgepflicht hinaus und zwar weit.
Den Vogel schiesst man mit dem heutigen Tage ab, indem man unseren Fachmann wissen lässt, dass der Stadtstatiker es für sinnvoll hält, wenn er am Termin seines/unseres Statikers ebenfalls vor Ort ist, um diesen über den Umfang und die genau geforderten Untersuchungen in Kenntnis setzt.Uns hat man übrigens darüber nicht in Kenntnis gesetzt, wir erfuhren dies indirekt.
Man will uns also partout zu unnötigen Kosten zwingen und stellt die Fachkompetenz bzw Unvorhereingenommenheit des Statikers in Rede.Denn jedermann ist wohl bekannt, dass man oft gleiche Ergebnisse mit weniger kostenintensiven Maßnahmen erbringen kann.
Vielleicht doch kein Fall mehr für Statiker, sondern eher für einen Anwalt ?
Ein Possenspiel hoch 3, mitten in Deutschland..und uns gehen langsam Luft und Geld aus..Fortsetzung folgt



Mit Kanonen auf Spatzen schiessen



ist wohl nun das Motto.
Wie befürchtet gibt es eine Fortsetzung, die Frage die sich nun stellt: Bin ich noch im richtigen Forum ?
Heute 9.45 war ein Termin angesetzt, Baubesprechung mit unserem Zimmermann und Restaurator sowie dem Statiker für ein Sanierungskonzept.
Die Stadt Hann Münden bzw der Verwaltungsangestellte des Stadtbauamtes bestand darauf dass der Stadtstatiker mit vor Ort sei um die Massnahmen die aus seiner Sicht notwendig seien zu erläutern.
Praktisch lief das folgendermaßen ab: De Facto wurde jeder Versuch des Restaurators und meines Statikers die Kuh auf praktische und sinngemäße Art und Weise vom Eis zu bekommen bereits im Ansatz erstickt, indirekt versuchte man ihnen zuerst zu vermitteln, dass sie keinerlei Ahnung und Konzept hätten, dann wurde eröffnet, dass entgegen der Verfügung in der von einem statischen Gutachten und einem zu erbringenden Sanierungskonzept die Rede war, definitiv auf eine Vollentkernung bestanden wird und ein gesamtstatisches Gutachten unter Einbeziehung aller Verformungen zu erstellen sei, Kostenfaktor auf die Schnelle mal so 20 - 30.000 €.
Von Kooperation, Toleranzgrenzen oder dem ursprünglich uns angegebenen vereinfachtem Verfahren keine Rede mehr bzw keine Spur.

Hier geht es offenbar nicht mehr um Fachliches sondern Unterbinden um jeden Preis.


Der Schlag hat gesessen.
Unserem Phasenplan 1. Entkernung wo nötig, Freimachen, erneuern stabilisieren und die Gibelwand rekonstruieren
2. Energiebauliche Massnahmen 3. Dachstuhlsanierung
stehen die Forderungen des Stadtbauamtes entgegen:
Gesamtstatisches Gutachten nach Vollentkernung unter Berücksichtung aller Verformungen.
Prüfung durch einen ausgesuchten Professor an der Uni Braunschweig.(Der macht das sicher auch umsonst und ist absolut neutral)
Erteilung der Freigabe bzw Rückzug der Nutzungsuntersagung NACH Abstellung ALLER Schäden.

Ach ja im Übrigen genügt angeblich die Vermutung und Augenscheinnahme der Behörde die Nutzunguntersagung auszusprechen ohne jeglichen Nachweis der Nichtstandfestigkeit, während wir im Gegenzug die Standfestigkeit jedes einzelnen Balken errechnen und nachzuweisen hätten. So kann das doch nicht angehen !
Das wäre als würde die Behörde sagen : Du bist tot ! und Du müsstest anhand der Untersuchung jedes einzelnen Organes nachweisen, dass Du noch lebst.
Desgleichen wurde uns so angetragen, dass aufgrund der Nutzungsuntersagung der Status eines Nichtbesitzstandes vorhanden wäre, das heisst, das Haus existiert eigentlich gar nicht und sollte es wieder existieren sollen, dann muss man es als Neubau werten und es muss den aktuellen neuesten Vorgaben entsprechen.
Ich besitze also etwas, was ich nicht besitze, und das ist eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Aber das was nicht existiert, bzw ich nicht besitze ist denkmalgeschützt.Aha!

Vor dem Denkmalschutz allerdings kommt allerdings der Schutz von Leib und Leben,hmm.

Das nicht existierende Haus abreissen darf ich nicht, es renovieren auch nicht wirklich, denn es existiert ja nicht bevor es zur Nutzung wieder freigegeben wird, und das wird es ja erst wenn Schritt 1 erfolgte:, ich soll den Nachweis über Alles erbringen was kaputt ist oder nicht.

Diese Freigabe wiederum erfolgt erst nach der vollständigen Rekonstruktion,
Vor Allem ist zu erwähnen, dass der Nachweis der Standfestigkeit nach den neuesten Normen zu erbringen ist, ein Absurdum, wenn man bedenkt, dass das Gebäude Mitte des 17. Jh errichtet wurde
Wie zu befürchten: Fortsetzung folgt,sollte ich das Forum wechseln müssen geben wir Bescheid. Es sieht wohl so aus als hätten nun die Anwälte das Wort



Das klingt ja ...



... noch schlimmer als die Schloß-Story aus Brandenburg.

Hier ist jetzt nur noch ein wirklich fachlich versierter Rechtsbeistand gefragt.



Der Streit kann Jahre dauern.



... gibt es nicht noch irgend einen Weg über einen anerkannten "Fachwerk-Architekt", der in Verbindung mit dem Denkmalschutzamt die Baubehörde bewegen kann?

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Ich muss nun ausdrücklich darauf hinweisen



dass ich jetzt meine eigene Meinung wiedergebe, die sich aus der Subjektivität des Erlebten bildet, Frank.
Ich habe das Gefühl, und auch andere Personen die nun unmittelbar mit dem Problem befasst sind, dass es nicht mehr ums Fachliche geht.
Es gäbe sicherlich zig sinnvolle und vernünftige Regelungen die zu treffen wären, aber man bevorzugt es einen auf "dicken Max" zu machen und dem "aufständischen" der die Dinge beim Namen nannte zu zeigen wo es langgeht.
Ginge es ums Fachliche, könne sicherlich eine Regelung gefunden werden die auch Hand und Fuss hat. Ich meine es ist ja bereits in der Chronologie erkennbar:


Zuerst hiess es unkompliziert in vereinfachtem Verfahren die Wand hoch, dann passt das... man wolle uns ja keine Schwierigkeiten bereiten (O-Ton Denkmalschutz)

Ein Fachmann, das war die einzige Einschränkung die dann hinterhergeschoben wurde. Maurer oder Architekt , egal.

Dann musste es plötzlich ein Statiker sein. (immer noch Denkmalschutz)

Als wir uns von diesem trennen mussten, weil er Bauherren- und Dienstleisterrolle des Öfteren durcheinanderbrachte und es vorzog Damengruppen über die Baustelle zu führen anstatt das Konzept weiter zu entwickeln, (O-ton Statiker: das Ding steht, Sie können links schon anfangen und dann machen wir die Mauer), steht mit einem Male das Bauamt auf der Matte.

14 Tage nach einem Zeitungsartikel,nur wenige Tage nach der Trennung von unserem Statiker, Forderung: Man solle den Nachweis der Standfestigkeit erbringen ,Hinweis: Man könne ihrer Meinung nach das Gebäude zu diesem Zeitpunkt nicht bewohnen - kein Mensch erwähnte, dass wir zu diesem Zeitpunkt im Gebäuder wohnen wollten, es war allenthalben die Rede davon, dass wir es schaffen wollten bis zum Winter wenigstens provisorisch darin wohnen zu können, da Winter und Wohnwagen keine sehr schöne Konstellation ist.

Dann Ortstermin zur Beratung der Sanierung !!!!!
(wieder Bauamt)
Es wurde vom Denkmalschutz auf Teufel komm raus Alles fotografiert, und zum Abschluss die Nutzungsuntersagung ausgesprochen. Obendrauf, gabs einen mündlich verhängten Baustopp.
Im Schreiben ist die Rede von - Zitat -" einer gutachterlichen Aussage über den baulichen Zustand des Gebäudes einschliesslich der Tragkonstruktion und der Angabe von notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen"

Das haben wir dann angepackt ( Restaurator und Zimmerermeister sowie Statiker)

Weiterer Ortstermin, eigentlich gar nicht fürs Bauamt sondern zur Begutachtung und Entwicklung eines Konzepts, das Stadtbauamt besteht auf Anwesenheit, ohne uns zu informieren, danach wurde es so hingestellt als hätten wir um diesen Termin gebeten, absoluter Humbuk !

Alles Erörterungen und Sanierungsvorschläge der Fachleute werden im Keim erstickt, diese wie Schulbuben heruntergemacht und unmissverständlich klargemacht, dass:

1. Das Gebäude komplett entkernt werden soll
2. Ein gesamtstatisches Gutachten erstellt werden soll
3. Ein Sanierungskonzept von A-Z vorgelegt werden soll
4. Dass es das Bauamt einen feuchten Kehrricht interessiert
ob wir uns das leisten können oder wollen. Basta !


Das heisst nun, wie man leicht erlesen kann, dass von Termin zu Termin dickere Geschütze aufgefahren wurden.
Da ist wirklich nicht ein Funke von Vernunft oder Kooperationswillen da. Der "dicke Max" regiert.

Ich empfinde es als Willkür und werde mir nun rechtlichen Beistand holen, zudem ggf Regressansprüche und evtl Schadensersatzforderungen prüfen lassen.

Eines vergass ich noch: Der Stadtstatiker meinte wohl, dass die durch die Stadt angebrachten Stützen vor 2 Jahren seiner Meinung nach auch gleichzeitig ein damals verhängtes Nutzungsverbot bedeutete, zu dumm nur, dass man da wohl "vergessen" hat uns darüber zu informieren.

Es riecht immer noch und das Aroma wird nicht wirklich milder.



Abnehmen fällt manchen schwer ...



Den rechtlichen Beistand will ich gar nicht klein reden und es sieht sehr danach aus, dass die Zeit dafür reif ist.

Nur: "Dicke Maxe" fällt es sehr schwer, abzunehmen. Wenn Du da mit rechtlichen Beistand kommst, dann werden "Dicke Maxe" auch alles daran setzten, dass sie "Recht" behalten.

Und das kann eben Jahre dauern.

Wenn Du aber den findest, der dem "Dicken Max" noch freundschaftlich sagen kann: Wir sollten da einen guten Weg für alle Beteiligten finden, sonst gibt das nur Ärger und eine schlechte Referenz für uns alle hier, dann könnte evtl. noch was gehen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Auch daran hab ich schon gedacht



und die mit mir bekannten lokalen Prominenten angesprochen,denke ich habe mich bis dato als alles Andere als unkooperativ oder undiplomatisch erwiesen.
Gerne hätte ich rechtliche Schritte vermieden - für unser Haus ist es jetzt schon 5 vor 12 - getan werden muss was, denn ohne "Pflaster" muss man sich wirklich die Frage stellen: Wie sieht es denn im Frühjahr mit dem Gebäude aus ?
Im Übrigen war und ist sowohl unserem 1. Statiker als auch der Denkmalbehörde sowie letztlich dem Bauamt bekannt, dass wir alleine das Gutachten finanziell nicht stemmen können.
Bin eigentlich bewegungsunfähig und der Qual der Wahl entbunden,mir bleibt wohl leider nur der juristische Weg.
Würde wirklich jede Hilfe annehmen aus dieser Situation zu entrinnen und für Alle Beteiligten das Bestmögliche daraus hervorzubringen...aber Du siehst mich rat- und hilflos.
Eigentlich bin ich ein sehr friedvoller und toleranter Mensch, diesmal ist es wohl nicht angebracht ;-)



Moin,



Herr Basilino. Wenn ich das jetzt so alles lese, ist es wohl nicht nötig, dass ich auf meiner Heimreise bei ihnen Zwischenstopp mache. Ihre Probleme müssen erstmal von Theoriearbeitern geklärt werden.Gutes Gelingen!
Ralph Schneidewind



Sieht böse aus,



ja. Fühl mich wie die Maus in der Falle.
Ein Gedankengang von mir ist folgender: Wenn es mehrere in diesem Bereich versierte Fachmänner gibt,die entgegen dem Bauamt der Meinung sind, dass es anders geht vielleicht ist das wirkungsvoll ? Auch im Hinblick darauf dass es evtl zu einer juristischen Auseinandersetzung kommt.



Die seemännische Kunst des Zurückruderns



ist aktuell gefragt.
Gemeinsam . Ja richtig, gemeinsam. Es kommen sogar konstruktive Vorschläge sowie so etwas wie ein Einlenken.
Gut auch das nehmen wir gerne.
Also erarbeiten alle Beteiligten, (Bauherr, Restaurator,Statiker,Denkmalschutz,Bauamt) ein Konzept und kontaktieren den Prüfstatiker um zu erfragen welche Prüfungsmöglichkeiten es gibt ohne das ganze Objekt in seine Einzelteile zu zerlegen.
Aktuell wurden wir auch informiert,dass eine Nutzungsuntersagung auf dem Gebäude bei Kauf bereits bestand, es jedoch niemand für notwendig erachtete dies schriftlich niederzulegen,da das Gebäude zu dem Zeitpunkt in dem dies ausgesprochen worden sein soll niemand die Absicht hatte das Gebäude zu nutzen. hmmmmmmmmmmmmmmm !!!
Nun was solls. Wir werden das Beste daraus machen und den Mitgliedern hier, - so sie wollen - von den Fortschritten berichten.



Schitt !!!



Hatte Dir ein paar umfangreiche Tipps geschrieben, dann hat sich der Tab verabschiedet und alles war weg :-( *heul*

Das was ihr durchmacht kennen wir auch und machen wir auch gerade durch.

Ein paar Ideen/Tipps hätte ich evtl. für euch, hab aber gerade die Lust verloren alles nochmal aufzuschreiben. Wir können ja mal telefonieren, schreib mal deine Nummer in mein Gästebuch.

Vielleicht ist ja was hilfreiches dabei.

Gruß, Jan



Wenn die Nutzungsuntersagung bereits vor dem Kauf bestand,



dann hätte dies ja der Verkäufer wissentlich verschwiegen. Auch wenn er es nicht schriftlich hatte. Wenn die Nutzungsuntersagung gegenüber dem Verkäufer ausgesprochen wurde, dann hätte dieser es dem Käufer mitteilen müssen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Genau das ..



.. hatte ich u.a. auch geschrieben - bevor's dann weg war :-(

Nutzungsuntersagung:
Hier wäre zunächst mal die Frage, ob überhaupt eine wirksame Nutzungsuntersagung zum Kaufzeitpunkt vorlag. Ich vermute, dass für eine Nutzungsuntersagung die Schriftform zwingend ist. Denn es muss ja auch eine Möglichkeit geben, dagegen Einspruch zu erheben. Sollte sie nicht schriftlich erfolgt sein vermute ich, dass sie nicht wirksam war.

Wenn also dieses Thema noch interessant sein sollte für euch, würde ich ein nettes Schreiben aufsetzen und anfragen ob zum Kaufzeitpunkt eine Nutzungsuntersagung vorlag und um eine Kopie des entsprechenden Bescheides bitten, ggf. mit der Begründung - damit du die Sache mit dem Verkäufer des Hauses der diese verschwiegen hat "besprechen" kannst.

SOLLTE eine wirksame Nutzungsuntersagung vorgelegen haben, dürfte diese juristisch ähnlich einer "Grundschuld" sein. Diese muss beim Kauf angegeben werden und mindert den Wert des Grundstücks/Gebäudes. Dann wäre es evtl. möglich eine Art Wertminderungsersatz vom Verkäufer zu verlangen. Solange man jedoch keine Rechtschutzversicherung hat, sollte man sich überlegen ob man das wirklich machen will.

Dies alles sind jedoch nur Vermutungen und ich würde mal einen Juristen fragen, wie es sich hier verhält. Für eine erste Einschätzung könnt ihr euren Fall z.B. bei www.frag-einen-anwalt.de einstellen. Ist nicht kostenlos aber dürfte kostengünstiger sein als eine Rechtsberatung (ohne Rechtschutz).



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