Fachwerkwand vollflächig mit Lehm verputzen

22.05.2007



Hallo,

wir wollen eine alte Fachwerkwand mit Lehmgefachen vollflächig mit Lehm verputzen....
Folgendermaßen wollen wir vorgehen:
- losen Putz ab
- Putzträger
- Lehmunterputz Comluto
- Gewebe
- Oberputz

Ist das so O.K.?

drei Fragen noch hierzu:
- Was nimmt man am besten als Putzträger?
* Ziegeldraht
* Streckmetall
* Strohmatten
- Muß der Putzträger vollflächig aufgebracht werden, oder nur über die Balken?
- Gewebe ja/nein wenn ja welches (Machengröße)? Ich habe hier irgendwo mal was von grobmaschig gelesen

Danke & Gruß

Stefan



hallo



wir hatten zwar keine fachwerkwand, aber der Aufbau wie du ihn beschrieben hast, ist wie unserer. als Untergrund hatten wir teilweise Schilfrohr putzträgermatten.(schilfrohr quer an die Wand schrauben sonst läuft der lehm nach unten weg.)aber auch nur an den stellen auf denen es sehr glatt war.(alter untergrund). als gewebe hatten wir ein kunststoffgewebe mit 0,5x0,5cm maschenweite in dem unterputz.
ich würde aber, wenn ich noch mal die möglichkeit hätte, teilweise Streckmetall unter den lehm legen, damit ich mit magneten ein bild oder ähnliches festmachen könnte.



Bei Deinem Aufbau



würde es genügen, über den Balken Schilfrohrgewebe als Putzträger mit 10-15 cm Überstand an beiden Seiten zu legen. Gewebe Glasfaser, Maschengröße gibt es bei Conluto nur eine Maschenweite. Kein Feingewebe!
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Danke für die Infos!



Na dann sind wir ja wieder ein Stück weiter....
Wenn wir schon beim Thema sind, bei einer anderen Wand ist ähnliches geplant hier allerdings ist diese Wand mit Ziegel ausgemauert und soll mit Kalk verputzt werden.
Welches Gewebe ist hier angebracht?
Grob / Fein?

Gruß

Stefan



Frag doch mal :



Lehmbau Thomas Weisbrich , Auetal

Lehmbau-Weisbrich@gmx.net


05723 - 15 07
Gruß Jürgen Kube



Benutze



ausschließlich die Maschenweite die Conluto anbietet!

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





Wenn ich das so lese, glaube ich, dass die Leute sich das Leben unnötig schwer machen. Diese Gewebelust kann ich nicht nachvollziehen.Wenn der Lehm die richtige Mischung hat, dann hält er sich mühelos über Jahre an fast jeder Wand, ja sogar an der Decke fest, wenn die Fläche vorher griffig gemacht wurde.Ich schlage immer kleine Löcher in den alten Putz, dann wird naß gemacht und drauf die erste Lage des gut präparierten Lehms.Selbst die Deckenschicht von mehr als 1 cm dicke und Wandputz von mehr als 5 cm dicke haben schon seit Jahren gehalten, auch mit Blähton und ähnlichen Inhaltsstoffen. Der erste Wurf sollte immer etwas fett sein und mit einigen Fasern bestückt, so wie Borsten und ähnliches.Also ran an den Speck. Mit den entsprechenden Dübeln braucht es dann keine Magnetfelder um ein Bild anzubringen, geht fast wie an jeder anderen Verputzten Wand auch. Schlußendlich ein schöner Kalkkaseinanstrich und die Sache belebt das häusliche Klima. Auch ich habe früher mal mit Gewebe begonnen, benutze es aber nur noch für die heiklen Stellen, da wo die Unterlage unterschiedliche Materialien zusammenfügen, wie an den Rändern der Balken, wenn man alles überdeckt und nicht dick genug, dann bilden sich leicht Risse,dafür gibt es aber auch Rissbänder.Risse werden solange überarbeitet, bis sie es leid sind aufzutreten.Zuletzt noch ein Wort, dass man sich merken muß. Viel wichtiger als alle Trägermaterialien, ist die richtige Mischung des Lehmputzes.